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Jüdische Turnzeitung · 1903-11-01 · 11 (11.1903) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
4 (1903)
Issue
11 (11.1903)
Date
1903-11-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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206 No. 11 der jüdischen Statistik. Ein überaus reiches Material von Schriften ist hier zusammengestellt für jeden Schriftsteller, der auf jüdischem Gebiete tätig ist, geradezu unschätzbar und unentbehrlich. Wir wünschen dem Verein, der so wacker die theoretischen Grundlagen der praktischen Erlösung unseres Stammes schaffen will, den besten Erfolg! Der Jüdische Verlag, Berlin, Grossbeerenstr. 75, bittet uns um Aufnahme nachfolgenden Aufrufs: An die jüdischen Vereine! Die furchtbaren Ereignisse in Kischinew haben wieder einmal gezeigt, wie ausserordentlich notwendig der Zusammenschluss der Judenheit in geeignete Organisationen ist, und zweifellos haben die Hilfsaktionen Juden aller Schichten in höherem Masse einander näher gebracht, als alle Vereinsbestrebungen es je gekonnt hätten. Umsomehr ist es Pflicht der jüdischen Vereine, sich soweit als nur möglich für die Hilfsaktion zu Gunsten der Kischinewer Juden einzusetzen. Unser Verlag hat sich nun entschlossen, das in Zeitungsartikeln verstreute und in Privatbriefen und Berichten der Gesamtheit nicht zugänglich gewordene Material — soweit es sich nach eingehender Prüfung als authentisch erwiesen hat — zu einer kleinen Schrift zu verarbeiten und z u bleibender Erinnerung in Massenauflagen herzustellen und zu verbreiten. Neben der bleibenden Erinnerung und der grossen Verbreitung hoffen wir durch Abführung des Reingewinns nach Kischinew zu unserm Teil etwas Positives zu den Sammlungen beizusteuern. Um auch die jüdischen Vereine hierfür zu interessieren, schlagen wir vor, Ihnen die Broschüre bei Bezug von mindestens 6 Exemplaren zu 60 Pfg. per Stück (exktusive Porto) zu liefern, so dass Sie den beim Verkauf erzielten Gewinn im Namen Ihres Vereins zu den Kischinewer Sammlungen beisteuern können. Wir müssen es Ihnen jedoch hierbei zur Pflicht machen, die Broschüre nicht unter einer Mark zu verkaufen, legen Ihnen aber gleichzeitig nahe, wo Sie einen höheren Preis erzielen können, darauf hin zu arbeiten. Bei der vorzüglichen Ausstattung der Broschüre, die auch eine Reihe von Illustrationen enthält (darunter auch ein Gedenkblatt von E. M. Lilien), wird Ihnen dies nicht schwerfallen, so dass auf diese Weise ein bei weitem höherer Betrag für unsere armen Brüder zusammengebracht werden kann. Wenn Sie ein Weiteres tun wollten, so würden wir es als eine Freundlichkeit betrachten, wenn Sie bei Abführung dieser Gelder an die Hilfs-Komitees den aus dem Verkauf erzielten Betrag mit der Notiz ausweisen wollten: „Mark .... aus dem Verkauf der Kischinew- Broschüre des Jüdischen Verlages, Berlin." Wir hoffen, dass Sie nicht nur in Ihrem Vereine in dieser Richtung arbeiten werden, sondern dass Sie auch befreundete Vereine und geeignete Privatpersonen veranlassen werden, sich die Sache angelegen sein zu lassen. In Erwartung Ihrer möglichst prompten Bestellungen zeichnen wir hochachtungsvoll Jüdischer Verlag. P.S. Von der Kischinewer Broschüre liegt bereits die dritte Auflage vor. Auch ist von E. M. Lilions Weiheblatt eine Verkleinerung auf Postkarten und zwar in Dreifarbendruck hergestellt worden, die an Vereine zum Preise von 6 Mark per 100 Stück abgegeben werden.

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