Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 4 (1903)
- Issue
- 7 (7.1903)
- Date
- 1903-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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122 No. 7 Anzug müsste natürlich egal sein: schlichtes, weisses Trikot mit langen Aermeln, lange weisse Hosen, braune Turnschuhe, grauer Gürtel, blaue Schärpe. Unseres Erachtens stellen sich diesem Vorhaben erhebliche Hindernisse nicht in den Weg, da es wohl in jedem Turnverein einige geeignete Turner ermöglichen können, etwa -I Tage, Sonntag eingerechnet, abzukommen. Wir unsererseits betrachten es vielmehr im Interesse der jüdischen Turnsache als von sehr grosser Bedeutung, wenn sozusagen der offiziellen Vertretung der Judenheit der ganzen Welt und im Besonderen derjenigen unserer russischen Brüder einmal in der Praxis gezeigt wird, von welch eminenter Bedeutung das Turnen für die Gesamtjudenheit ist. Die Delegierten werden* in ihrer Heimat für unsere edle Sache Propaganda machen, dann wird hoffentlich die Zeit nicht mehr allzufern sein, in welcher ein „Kischinew" unmöglich geworden ist. Es wird dann ein Ruhmesblatt in der Geschichte der deutschen jüdischen Turnerei sein, wenn man einstens davon spricht, dass von Deutschlands jüdischer Jugend der erste praktische Versuch gemacht wurde, das Turnen unter den Juden Russlands und Galiziens zu verbreiten. Wir bitten Sie nun beiliegenden Fragebogen gefalligst, da sehr eilig, schleunigst an den Unterzeichneten genau beantwortet zurückzusenden. Mit Turnergruss! I. A. des J. T. V. Köln: Leopold Abraham, Schilderg. 103. Fragebogen. Wie stellen Sie sich zu der angeregten Frage? Wie viele Turner entsenden Sie? Welche Tage zwischen dem 23. August und 1. August sind Ihnen die genehmsten? Wie sind die Namen der beteiligten Turner? Welche Subvention verlangen Sie im äussersten Falle? Ort: Name des Vereins: Genaue Adresse: Nach längerer Debatte über die prinzipiellen und praktischen Gesichtspunkte der Frage wird mit Mehrheit beschlossen, der Anregung unseres Kölner Brudervereins Folge zu leisten. Als Subvention für die nach Basel fahrenden Turner wird mit Rücksicht auf die verhältnismässig auch ohnehin erheblichen persönlichen Zuschüsse, die den Teilnehmern erwachsen, die ungewöhnlich hohe Summe von 300 Mk. aus der Vereinskasse bewilligt. Nach einem weiteren Beschlüsse der Hauptversammlung soll der Vorstand in Gemeinschaft mit einer von ihm zu wählenden Kommission die Einzelheiten der Turnfahrt feststellen und hinsichtlich des gemeinsamen Programms sich mit dem J.T. V. Köln ins Einvernehmen setzen.