Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 4 (1903)
- Issue
- 7 (7.1903)
- Date
- 1903-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 7 121 Turnabende gegenüber dem in anderen Vereinen prozentual ein geringer. Im einzelnen ist zu erwähnen, dass die Turnabende der I. Männer-Abteilung eine Besuchsziffer von 57, der II. eine solche von 25, der I. Frauenabteilung von 56, der II. von 26, der Lehrlingsabteilung von 32, der Mädchenabteilung von 26 aufweisen. Die Männerabteilungen haben im verflossenen Halbjahr 3 Turnfahrten, ferner 4 Vorturnerstunden, die Frauenabteilungen 2 Turnfahrten und gleichfalls 4 Vorturnerstunden abgehalten. Ausserdem sei allsonntäglich nachmittags von allen Abteilungen auf dem Sportplatz „Norden" gespielt worden. — Der Bericht der Zeitungs- Kommission weist eine günstige Weiterentwickelung auf; zu klagen sei nur über die geringe Mitarbeit seitens der anderen Vereine. Die Kommission für die Pflege der nationaljüdischen Gesinnung unter den Mitgliedern kann gleichfalls Erfreuliches berichten. Wiederholt seien Vorträge bezw. Diskussionen über nationale Fragen veranstaltet worden. Nach der Decharge verlas der Vorsitzende folgenden Brief des Jüdischen- Turnvereins zu Köln und beantragte namens des Vorstandes sich über die darin gestellte Anfrage schlüssig zu werden. Der Brief lautete wie folgt: Köln, den 1. Juli 1903. Liebe Turngenossen! Seitens des geschaftsführenden Ausschusses der „Zionistischen Vereinigung für Deutschland" in Köln ist der Wunsch geäussert worden, dass es sehr angenehm sei, wenn die jüdische deutsche Turnerschaft an einem der Kongresstage in Form einer Musterriege in Basel vertreten wäre. Die Sache ist in der Weise gedacht, dass sämtliche deutsche nationaljüdische Turnvereine einige ihrer besten Turner entsenden Es wird im Ganzen auf eine Beteiligung von 30 bis 50 Mann gerechnet. Die Uebungen werden von hier aus mitgeteilt, da unsere Turnwarte gern bereit sind, dieselben auszuarbeiten. Die technischen Vorbereitungen würden seitens des Kongress-Komites aufs Beste erledigt werden. Das Turnen soll an einem Nachmittag stattfinden mit anschliessendem grossen Kommers. Der geschäftsführende Ausschuss der „Zionistischen Vereinigung für Deutschland" wöre evtl. auch bereit nach Massgabe der Entfernung der einzelnen Vereinsorte von Basel eine Subvention zu bewilligen, es wöre damit zu rechnen, dass die Turner auf Grund ihrer Mitglied- resp. einer Kongresskarte zu einem ermBssigten Preise reisen könnten, etwa in Höhe des Preises für Militarfahrkarten. In Basel selbst wird für billiges, oder sogar freies Quartier in Bürgerhausern gesorgt werden. Die Kosten der einzelnen Turner würden dann sehr gering sein.