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Jüdische Turnzeitung · 1903-04-01 · 4 (4.1903) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
4 (1903)
Issue
4 (4.1903)
Date
1903-04-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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No. 4 73 Schwung- und Kraftübungen zur Darstellung, die den lebhaften Beifall des Publikums fanden, wiewohl gerade dieser Punkt des Programms darunter litt, dass die Turner dieser Riege infolge des vorangegangenen Geräteturnens vielfach Hautabschürfungen an Daumen und Handteller erlitten hatten. Nach einer halbstündigen Pause begann das Tanzkränzchen, welches die kostümierten Turnerinnen und die Herren vom Komitee eröffneten. Es herrschte die animierteste Stimmung und trotz der vorangegangenen anstrengenden Übungen zeigten unsere Turnerinnen und Turner keine Spur von Müdigkeit und tanzten flott bis in den grauen Morgen. Im Verlaufe des Abends traten zahlreiche Gäste teils als Mitglieder, teils als Förderer dem Vereine bei. Von Brudervereinen und Freunden liefen in Fülle Begrüssungsscbreiben und Telegramme ein, z. B. vom Turnverein „Bar Kochba" in Berlin, T.-V. „Makabi" in Philippopel, T.-V. Troppau, Hamburger Turnerschaft, Turnverein in Halberstadt, Berthold Feiwel (aus Lausanne) u. s. w. Allgemein anerkannt und vollauf gewürdigt wurden die Verdienste unseres 1. Turnwarts, Herrn Rudolf Pollak, der die Übungen in überaus glücklicher Weise zusammengestellt hatte und unermüdlich mit deren Einübung beschäftigt war. So hat denn unser Verein mit seiner ersten grösseren turnerischen Veranstaltung in jeder Beziehung einen schönen Erfolg errungen und den Beweis seiner turnerischen Leistungsfähigkeit in vollem Umfang erbracht. Wien. Im I. Wiener Jüdischen Turnverein eröffnet die Frauen- und Zöglingsriege am 1. Mai ihre Tätigkeit. Die Fechtsektion hat ihre Übungen bereits aufgenommen. Notizen. Bericht über die Untersuchungen an den Dauergehern beim Distanzmarsch Dresden-Berlin, am 18.19. Mai 1902. Von Dr. Ä. Älbu und Dr. W. Caspari, Privatdozenten in Berlin. Die interessanten Ausführungen des in der Deutschen Medicinischen Wochenschrift jüngst erschienenen Aufsatzes sind unseren Lesern teilweise bereits aus dem bezgl. Artikel unseres geschätzten Mitarbeiters Herrn Privatdozent Dr. Albu in unserem Juniheft 1902 bereits bekannt. Als wichtig und allgemein beherzigenswert verdient die hier zum erstenmal exakt bewiesene Tatsache hervorgehoben zu werden, dass die ausserordentlichen Marschleistungen nicht ohne Einwirkung auf den Organismus geblieben sind, vielmehr ernstliche Störungen der Herz- und Nerventätigkeit herbeiführten, die nur allmählig behoben wurden, durch weitere maasslose Anstrengungen aber zweifellos zu bleibenden Leiden

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