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Jüdische Turnzeitung · 1903-04-01 · 4 (4.1903) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
4 (1903)
Issue
4 (4.1903)
Date
1903-04-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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üüdifdie üurnzeifung, monafsfchrlft für die körperliche Bebung der Süden ßerausgegeben vom 3üdi[dien Curnuerein „Bar Kochba"* Berlin. Redaktion: Georg Arndt, flrzt in Berlin, Dr. Ernst Cuch, Berlin.ehariottenburg, max Zirker, Berlin. ... — . n >< Redaktion und Expedition: a ,. <nr\t IV. 3ahrg. Ho. 4. Berlin( Sr, Bamburfler[tr. 13/1*. 1903. Nachdruck der nachfolgenden Originalaufsfttze ist nur mit genauer Quellenangabe gestattet. Alkohol, Turnen und Stammeshygiene.#) Von Dr. med. Alexander Hauer. Von den vielen Gesichtspunkten, von denen aus man die Alkoholfrage betrachten kann, dürften die Leser dieser Zeitung vor allen Dingen zwei interessieren, nämlich die Beziehungen des Alkoholgenusses zur körperlichen Leistungsfähigkeit und zur Stammeshygiene. Ein kurzer Überblick über unsere Kenntnisse in diesen Fragen dürfte also neben dem prinzipiellen Interesse, worauf schon die bezügliche Stelle des Programmaufsatzes „Was wir wollen" im diesjährigen Januarhefte dieser Zeitschrift hinwies, jetzt auch einem aktuellen Interesse begegnen. I. Den Einfluss des Alkoholgenusses auf unsere körperliche Leistungsfähigkeit, Insbesondere turnerische und sportliche Tüchtigkeit können wir heute noch nicht noch exakten physiologischen Versuchen beurteilen, einmal, weil wir über die Veränderungen unseres Stoffwechsels, die durch Ausübung des Sports hervorgerufen werden, noch zu wenig unterrichtet sind, zweitens weil über die Art der Einwirkung des Alkohols auf unsern Organismus die Meinungen der Gelehrten noch vielfach auseinandergehen. Doch sind wir auf andern Wegen zu gesicherten Resultaten gelangt, die uns für unsere Frage bündige Schlüsse gestatten. Die Physiologie benutzt seit einigen Jahren zur Messung aufgewendeter Muskelkraft einen Apparat — Ergograph von Mosso --, der durch sinnreiche Konstruktionen nur einfache Bewegungen, wie Heben von Gewichten mit den Fingern gestattet; zugleich werden die Höhen, bis zu denen die Gewichte gehoben werden, automatisch registriert; der Physiker bezeichnet dann das Produkt aus dem Gewicht mal der Hubhöhe als geleistete Arbeit, in Kilogrammmetern (kgm) ausgedrückt. Mit diesem Apparat machte Frey an der Berner Klinik fast 700 Versuche in der Weise, dass die Versuchspersonen sowohl ohne Alkoholgenuss als auch nach solchem daran *) Die Frage des Alkoholistnus dürfte gerade jetzt, mit Rücksicht auf die kürzlich erfolgte Tagung des Antialkoholkongresses in Bremen, allseitiges Interesse finden. 4

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