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Jüdische Turnzeitung · 1903-01-01 · 1 (1.1903) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
4 (1903)
Issue
1 (1.1903)
Date
1903-01-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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14 No. 1 jüdischen Feuerwehren existieren, wie uns weiter mitgeteilt wird, Nebenabteilungen, in denen das für Feuerwehrleute besonders notwendige Turnen gepflegt wird. Es ist eigentümlich, dass ebenso wie in den ersten Jahrzehnten der deutschen Turnerei so auch hier Turn- und Feuerwehrorganisationen mit einander verschmolzen sind. M. Z. Ein jüdisches Regiment hat sich in New-York gebildet. Veranlassung dazu boten die unerhörten Ausschreitungen, welche seitens der Fabrikarbeiterschaft bei Gelegenheit der Beerdigung des Oberrabbiners Joseph verübt wurden. 250 jüdische junge Leute haben sich zusammengetan und unter dem Namen „Manhattan Rifles" ein besonderes Regiment gebildet. Die Konstituierung dieses Regiments ist gerichtlich beglaubigt. Die gesamte Ausrüstung ist bereits zur Verfügung gestellt, und die militärischen Übungen haben schon begonnen. Über ihr Verhältnis zur Armee steht die Entscheidung noch aus. Turnhalle für jüdische Taubstumme. Einen erfreulichen Beweis dafür, dass die jüdischen Wohlthäter in wesentlich höherem Masse als dies früher leider der Fall war, Institutionen schaffen und Stiftungen vornehmen, die den heutigen Bedürfnissen der Judenheit entsprechen, erblicken wir in der Schenkung von 10000 M., welche Herr Siegmund Jacobi der Taubstummenanstalt zu Weissensee machte zum Zweck der Erbauung einer Turnhalle. Mit besonderer Genugtuung begrüssen wir diese Tat, durch welche den in gewisser Hinsicht von der Natur vernachlässigten Kindern die Gelegenheit gegeben wird, sich für den für sie doppelt schweren wirtschaftlichen Existenzkampf in Bezug auf die Stählung ihrer Körperkräfte und ihrer Energie vorzubereiten. Möge dieses Beispiel recht viele Nachahmung finden! Aus der jüdischen Turnerwelt. Berlin, „Bar Kochba". Am Sonnabend, den 20. Dezember wurde die 2. Männerabteilung unseres Vereins begründet, 40 der Kadimah und anderen hier bestehenden jüdischen Vereinen angehörige junge Leute, z. T. Studenten, traten noch an demselben Abend dem Bar Kochba bei. Der Vorsitzende, Dr. Ernst Tuch, wies in kurzen Worten auf die Bedeutung des Augenblicks hin, die darin zu suchen sei, dass durch diesen „Masseneintritt'1 unserer östlichen Stammesgenossen ein grosser und folgenreicher Schritt in der Annäherung der östlichen und westlichen Juden getan sei. Die neuen Mitglieder, hätten die Pflicht, das in unserem Verein Gelernte nach ihrer Rückkehr in ihr Vaterland nach Kräften zu verbreiten und für die Gründung neuer Turnvereine einzutreten. Hierauf folgte eine turnerische Ansprache des Turnwarts Soldin. Das Turnen wurde mit grosser Begeisterung in Angriff genommen und berechtigt zu den schönsten Hoffnungen. Nach 4*/2 monatlicher Dauer fand der vom Jüdischen Turnverein „Bar Kochba" eingerichtete Cursus im Hiebfechten am

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