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Jüdische Turnzeitung · 1902-02-01 · 2 (2.1902) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
3 (1902)
Issue
2 (2.1902)
Date
1902-02-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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No. 2. 35. in einem grossen Turnen zusammenkommen würden und den staunenden nichtturnenden Juden zeigen würden, wie weit sie es in der Turnerei und der sachgemössen Ausbildung ihrer Gliedmassen gebracht haben. Und würden die nichtturnenden Juden aus ihrer Lethargie aufrütteln, dass sie den grossen Gedanken, den das Wettturnen zum Ausdruck bringt, verstehen lernen. Oder halt Herr Scholem dies für keinen Nutzen für die Turnsache? Was in dem fraglichen Artikel sonst noch gegen das Wettturnen gesagt wird, ist so nebensachlicher Natur, das wir die Einwände füglich übergehen könnten. Der Vollständigkeit halber seien noch einige betrachtet. Es ist doch wirklich sehr unwesentlich, ob eine Festrede eines Berliner Turnwartes sich in mehr oder minder tönenden Phrasen gefällt und für die Turnsache von keiner Bedeutung ist. Es ist das Turnen ein durchaus freiwilliges, wie jeder weiss, und jeder Wettturner einsichtig genug, seinem Körper nicht zu grosse Strapazen durch Wettturnen aufzuerlegen. Freilich, was der eine Strapaze nennt, ist dem anderen Erholung, eine allgemeine Grenze lösst sich hier wohl kaum ziehen. Ich habe jedenfalls auf Wettturnen von schweren „Versündigungen" gegen die Gesundheitspflege nie etwas bemerkt. Der Einwurf, dass die Uebungen der Wettturner oft den ganzen Turnbetrieb stören, tst, wie ich aus eigener langjähriger Erfahrung weiss, für Berliner Verhältnisse durchaus unzutreffend. Unsere Hallen, wenn auch keineswegs ideal, sind doch durchgängig so eingerichtet, das unbeschadet des regelmässigen Betriebes eine Riege sehr wohl Wettturnübungen pflegen kann. Im übrigen löst in Berliner Vereinen nicht ein Wettturnen das andere ab, sondern es finden durchschnittlich 3—4 im Jahr statt, wovon meist 2 Einzelwettturnen. Aus der jüdischen Turnerwelt. Zar Beachtung für dl« Schriftführer! Die Manuskripte dürfen nur auf einer Seite und nicht zu eng beschrieben werden. Berlin. Am Sonnabend, den 1. Mörz beginnt der unentgeltliche Samariterkursus unseres Turnvereins „BarKochba"; er wird jeden Sonnabend Abend y29—aUW Unr stattfinden und etwa sechs Wochen dauern. Anmeldungen auf dem Turnsaal. Berlin. Jüdischer Turnverein „Bar Kochba". Am 16. Januar fand die ordentliche Generalversammlung statt. Über die allgemeine Lage des Turnvereins ist auf den Bericht in der Januar-Nummer zu verweisen. Dem bisherigen Vorstande wird Decharge erteilt und darauf zu den Neuwahlen geschritten. An Stelle von Dr. Katz, der sein Amt niederlegt, wird als erster Vorsitzender Dr. Ernst Tuch gewählt, an Stelle des Herrn Zirker als 2. Vorsitzender Dr. Heinrich Loewe. Es werden wiedergewählt als Turnwart Herr Blum, als stellvertretender Turnwart Herr Soldin, als 1. Schriftführer Herr Auerbach, als 2. Schriftführer Herr Blumen-

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