Mannheim
Compact Memory

Jüdische Turnzeitung · 1901-12-01 · 12 (12.1901) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
2 (1901)
Issue
12 (12.1901)
Date
1901-12-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/4921092-5965005-5965157--0311-4921384
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

No. 12. 151. Berlin. Am Mittwoch, den n. d. Mts., fand nach dem Turnen im Cafe „Wilhelmshof" eine stark besuchte Makkabäerkneipe unserer Männerabteilung statt, die Vbr. Dr. Tuch leitete. Vbr. Blum beleuchtete in kurzen Zügen das physische und Vbr. Dr. Cohn das geistige Element im jüdischen Volke. Wir hatten unseren tapferen Heldenvätern manch' schönes Lied und manch' kräftigen Schluck gewidmet, als wir uns in später Stunde trennten. Berlin. Das Turnen in der Frauenabteilung fällt am 24., 26. und 31. Dezember aus. Berlin. Das bisherige Cafe" „Wilhelmshof", Kaiser Wilhelmstr. 18, nahe Münzstrasse, ist am 80. November unter Leitung des Herrn Scharfberg als Familien - Cafe" und Restaurant eröffnet worden. Der jetzige Inhaber will es sich angelegen sein lassen, durch reichhaltige Speisekarte, streng rituelle Küche und aufmerksame Bedienung allen Glaubensgenossen einen gemütlichen Aufenthalt zu gewähren. Zur Unterhaltung dienen: Lese-, Billard- und Spielzimmer, Kegelbahnen, sowie täglich Künstlerkonzert. Unseren Mitgliedern empfehlen wir das Lokal auf's angelegentlichste. Wien. Referat des I. Turnwarts Herrn R. Pollak, gehalten auf der Generalversammlung des I. Wiener Jüdischen Turnvereins am 11. November d. J.: Sehr geehrte Versammlung! „Nachdem Ihnen unser geehrter Herr Obmann eine Geschichte der Entstehung unseres Vereins gegeben hat, werde ich mir erlauben, Ihnen in kurzen Worten ein Bild jenes Lebens vorzuführen, wie es sich auf unserem Turnplatze abgespielt hat. Gestatten Sie mir vorerst einige Worte Uber das Lokal selbst: Sie alle wissen, dass wir unsere turnerische Thätigkeit in unserem jetzigen Turnlokale begonnen haben. Es ist unser Turnsaal bedauerlicherweise in raumlicher Ausdehnung nicht so beschaffen, dass er den Anforderungen, die ein grösserer Verein erheben müsste, entsprechen würde. Allein in dieser Hinsicht dürfen wir leider vorläufig nicht zu wUnschen beginnen. Dagegen kann ich mit Vergnügen konstatieren, dass wir, was Hygiene betrifft, so ziemlich zufrieden sein können. Die Räume sind luftig und trocken, und insbesondere die Garderoben entsprechen insofern, als die Turnkleider in trockenem Zustande zur Benützung genommen werden können.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.