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Jüdische Turnzeitung · 1901-11-01 · 11 (11.1901) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
2 (1901)
Issue
11 (11.1901)
Date
1901-11-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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No. 11. 138. Die Satire kommt in dem Gedicht „Aschantis und Beduinen oder: Die verunglückte Assimilation" von Emil Fried zur Geltung. Für die Fidelitas sorgt das ulkige Turnlied auf Seite 48, dessen Schlussstrophe wir den Lesern nicht vorenthalten wollen: Die Juden waren, wie man sieht, Schon früh ums Turnen sehr bemüht; Jedoch die heut'ge Gen'ration Vor jenen tragt den Preis davon. In zionistischen Kreisen, die einen guten Tropfen nicht verschmähen, wird man vor gefüllten Pokalen gern Heinrich Grünau's prächtige Weise singen: Was sind des Champagners liGhtschöumende Fluten, Des edlen Tokayers berauschende Gluten, Was sind alle Weine der Welt im Verein —!? Viel süsser als Spaniens duftende Weine. Als der labende Saft der Trauben vom Rheine, Ist unseres Vaterlands herrlicher Wein — Der Wein von Jeruschalajim! etc. Schliesslich geben wir noch — last not least — von dem weihevollen Liede von M. A. Klausner, das religiöse Innigkeit und Kraft mit trotzigem Mut harmonisch vereinigt, die erste und letzte Strophe wieder: Harte Tage, Weh und Plage Überdauern ohne Fehl, Schwertgegürtet rüstig bauen, Auf sich selbst und Gott vertrauen — Das ist Pflicht für Israel. Vater droben, wir geloben Treue ohne Wank und Fehl; Deine Söhne, deine Knechte, Hebend die bewehrte Rechte, Rufen: Höre, Israel! Der knappe Raum zwingt uns, in unserer Besprechung einzuhalten, aber ich denke, das Angeführte genügt, um dem Leser ein Bild von dem Inhalt des „Vereinsliederbuchs für Jung-Juda" zu geben. Es findet sich noch manches hübsche Gedicht, z. B. „Wohlan! lasst das Sinnen und Sorgen" von Th. Zlocisti, oder „Brüder herbei, zu preisen das Glück", das eine Besprechung verdient hätte. Zweifellos hat das Liederbuch manche Mängel, die ein* zweite Auflage hoffentlich beseitigen winA»Wir\ vermissen Gedichte zum Deklamieren, auch aus dem Jargon übertragene; ich denke

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