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Jüdische Turnzeitung · 1901-06-01 · 6 (6.1901) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
2 (1901)
Issue
6 (6.1901)
Date
1901-06-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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No. 6. 76. gegen. Gespielt wird jeden Sonntag Nachmittag, wo man regelmässig zehn Mannschaften mit insgesamt 150 jüdischen jungen Männern beobachten kann, die Körper und Willen durch gesunde und männliche Erholung stärken („strengthening body and mind by healthy and manly recreation"). Die Einfügung der „Spiele im Freien" in das Ganze des Turnbetriebes der Turnvereine. Nach einem Vortrag des Herrn Dr. Gasch.1) .... Die alten Hellenen im sonnigen Griechenland, deren blühende Gymnastik, deren Wettkämpfe und Feste uns so oft und so schön von Laien gepriesen wurden, hatten keinen sechs- oder acht- oder gar zehnstündigen Arbeitstag, der goldnen Jugend unserer vornehmen Sportkreise, ja auch unseren Schülern und Studenten setzen gleichfalls Raum und Zeit nur geringe Schranken* für leibliche Übungen, anders aber steht es bei der grossen Masse unserer Turner. Diese müssen nach des Tages Arbeit am Abend, am Feierabend turnen, und sie müssen einen grossen Teil des Jahres in geschlossenen Räumen ihre Kunst betreiben. Dies gilt mit Ausnahme der Kinderabteiiungen für alle Abteilungen unsrer Vereine, auch für die der Frauen und Zöglinge. Nach dem gewöhnlichen Gange der Turnordnung beginnt man mit Freiübungen, turnt sodann längere Zeit an mehreren Geräten und schliesst mit einem Kürturnen. Nur selten traten früher Turnspiele an dessen Stelle oder als Ersatz für die ganz oder gelegentlich ausfallenden Freiübungen ein. Diese .Spiele waren fast ausschliesslich Neckspiele, die eigentlich weiter keinen Zweck hatten, als einen fröhlichen Schluss des Turnabends zu gewähren. Am besten gefielen sie meist schwächeren Turnern, die beim Kürturnen sonst nur als Zuschauer dabei standen. Nach zehn Minuten verloren sie meist an Reiz, denn gerade in ihrer Kürze lag auch einen Teil ihrer Würze. *) Aus der Deutschen Turnzeitung 1901 No. ao. Wir wollen an dieser Stelle bemerken, dasa wir uns mit den Ausführungen des Herrn Verfassers Ober diese heiss umstrittene Frage in jeder Hinsicht identifizieren können, höchstens würden wir die verkehrte Anlage der Turnhallen und Turnplatze sowie die Oberhaupt geringe Rücksichtnahme auf unsere Turn- und Spielbestrebungen seitens der Gemeinden weit scharfer geissein. Darauf werden wir vielleicht schon in allernächster Zeit ausführlich zurückkommen. Die Red.

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