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Jüdische Turnzeitung · 1901-03-01 · 3 (3.1901) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
2 (1901)
Issue
3 (3.1901)
Date
1901-03-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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No. 3. 40. n ehmen. 2. An jeder Hochschule ist eine Turnhalle und ein geräumiger Spielplatz zu beschaffen. 3. Allen Studierenden ist unentgeltlich Gelegenheit zur Pflege der turnerischen Übungen zu geben. 4. Es ist wünschenswert, bei der Beschaffung und Instandhaltung des Spielplatzes auch die Mitwirkung der Stadt in geeigneter Weise zu erstreben. 5. An jeder Hochschule ist die Anstellung eines Hochschulturnlehrers erforderlich. 6. In die Reihe der an jeder Universität regelmässig abzuhaltenden Vorlesungen sind entsprechende Vorlesungen über Turngeschichte, Turnmethodik, Anatomie, Physiologie und Schulgesundheitspflege aufzunehmen. 7. An jeder Universität ist den Studierenden der Theologie und Philologie als zukünftigen Schulmännern oder Schulinspektoren, der Medizin als zukünftigen Schulärzten Gelegenheit zur Vorbereitung und Ablegung der Turnlehrerprüfung zu geben. 8. Die durch Ablegung einer Prüfung an einer Universität oder den erfolgreichen Besuch eines Kursus einer Turnlehrerbildungsanstalt erworbene Befähigung zur Erteilung von Turnunterricht an höheren Schulen ist unter die Lehrbefähigungen des wissenschaftlichen Zeugnisses aufzunehmen und den Lehrbefähigungen in anderen Fächern gleichzustellen." Die Befolgung dieser beherzigenswerten Vorschläge würde auch den nichtakademischen Turnvereinen unmittelbar zu Gute kommen, weil dadurch eine ausserordentliche Entlastung der übermässig in Anspruch genommenen Turnhallen der städtischen Schulen erfolgen würde; der Turnbetrieb der Vereine, die gezwungen sind, in den engen, z. T. miserabel ausgestatteten Gemeindeschulturnhallen zu vegetieren, würde ein ganz anderer werden, wenn ihnen die grossen, grade von den akademischen Turnvereinen vielfach benutzten geräumigen Hallen der höheren Lehranstalten zur Verfügung ständen. Doch bis dahin wird noch viel Wasser die Spree hinunterfliessen! — Demselben Blatt entnehmen wir die Schilderung eines neuen Turngeräts, des „Zweistütz". „Es ist ein Mittelding zwischen Pferd und Barren, ganz aus Stahl und Eisen gebaut. Die übereinander geplatteten und zur Schonung des Fussbodens mit Holz unterlegten Schwellen laden nach allen Seiten so weit aus, dass das Gerät auch bei starken Schwüngen standfest bleibt; die gebogenen Streben stützen die ausgebohrten stählernen Säulen gegen Schwankungen ab. In diesen Säulen bewegen sich, luftdicht schliessend, die Schieber aus Federstahl, die leicht und sicher hoch und tief gestellt werden können. Sie enden oben in pauschenähnlichen mit Leder überzogenen Griffen. Die Hauptbedeutung des Zweistütz liegt darin, dass er für Pferd und Barren, die er nicht etwa verdrängen, zu deren vollen Ausbeutung er vielmehr beitragen will, die schwierigeren Uebungen vorbereiten hilft, namentlich die Kreisschwünge, für deren Ausführung hier weder Kreuz und Hals des Pferdes noch die Holme des Barrens hinderlich sind". Aus der jüdischen Turnerwelt. Berlin. Jüdischer Turnverein „Bar Kochba". Am 13. Februar fand in RIchter's Hotel, Burgstr. 12, ein von 90 Personen besuchter Gesells chaftsabend statt, an dem Herr H. J alowicz einen mit grossem Beifall aufgenommenen Vortrag über „Jüdische Charaktere bei Grillparzer, Hebbel und Otto Ludwig" hielt.

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