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Jüdische Turnzeitung · 1901-02-01 · 2 (2.1901) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
2 (1901)
Issue
2 (2.1901)
Date
1901-02-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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No. 2. 27. Straube's Speoiaikarte der nördlichen Vororte von Berlin d M.) erschien jetzt in 'lein bekannten Kartenverlage von Jul. Straube, Berlin SW., Gitschinerstr. 109. Die Karte nach dem neuesten Material im Massstab 1:30,000 bearbeitet und in Fünffarbendrnek hergestellt, zeichnet sich durch ausserordentliche Uebersichtlichkeit und Genauigkeit aus. Besonders hervorzuheben ist neben der allgemeinen wirklich schönen Ausführung der Straube'schen Karte die specielle Darstellung auch der neuesten Vorort-Villen- Kolouieen mit ihren Strassenanlagen. Durch jede Buchhandlung sind die Straube'schen Karten zu beziehen. Antisemitenspiegel. Die Antisemiten im Lichte des Christenthums, des Rechtes und der Wissenschaft (Broschirt 1,50 M., Gebunden 2 M.) Druck und Verlag von A. W. Katemann in Danzig. Wer sich Uber das Thun und Treiben der Antisemiten, ihre rncksichts- und skrupellose Kampfesweise gegen die Juden unterrichten will, mag das inhaltsreiche etwa 500 Seiten starke Werkchen lesen. Man erfährt interessante Zahlen über die Juden als Soldaten, Handwerker und Ackerbauer, ihren Anteil am Verbrechen, speciell Wucher; diese Ziffern sind tttr die Juden sehr rühmlich, aber ein echter Antisemit lässt sich durch Zahlen nicht imponiren. Die Unvereinbarkeit von Christentum und Anti- 8emitismus sowie die Ritualmordfrage wird eingehend behandelt, es wird gezeigt, dass Aussprüche bedeutender Denker und Dichter, die die Tudenfeinde für sich mit Beschlag legen wollten, entstellt oder wenigstens aus dem Zusammenhange gerissen waren, um den gewünschten Sinn zu ergeben. Selbst Richard Wagner, dem doch gewiss Niemand judenfreundliche Tendenzen nachrühmen dürfte, wollte nicht als Anhänger der antisemitischen Partei gelten. Wie heftig Fürst Bismarck von waschechten Antisemiten befehdet wurde ~ heute errichten sie ihm Säulen — mag folgendes Pröbchen zeigen. Karl Paasch schreibt: »Sollte es möglich sein, dass Bismarck ein geheimer Jude ist — dass der in ihm wuchernde Keim des Talmud die kernige deutsche Natur überwuchert hat?" — Difficile est satiram non scribere. H. J. Aus der jüdischen Turnerwelt. Bern. Jildisoher Turnverein Bar Koohbar-Bern (Eig. Bericht). Der Vorsitzende des Vereins Herr cand. phil. J. M. Salkind, teilt uns mit: „Unser Verein existirt schon seit 3 Wochen". Er wurde auf meine Anregung gegründet und stehe nun an dessen Spitze. Mitgiiederzahl einstweilen 20, grösstenteils Herren. Uebungsstunden einstweilen nar 2 mal wöchentlich. Mittwoch 7—S'/a Uhr abends und Sonntag ay2—5 Uhr. Hauptgewicht wird gelegt auf gerade Körperhaltung, gute Entwicklung und Kräftigung des Oberkörpers und der Handmuskeln. Daher Hauptübungen: Marschieren, Hantelübungen, Pootball. Dazu noch Scheibenschiessen. — Als Mitglieder werden nur Zionisten aufgenommen." Wir wünschen dem jungen Turnbunde ein herzliches Glückauf, möchten aber doch von der Pflege sportlicher Veranstaltungen — besonders Football — dringend abmahnen, dagegen empfehlen wir eifriges Gerätturnen neben den Frei- und Ordnungsübungen. Oesterreich „Bleliti-Blalaer Jüdischer Turnverein". Das am 31. Dezember 1900 reranstaltete 2. Stiftungsfest nahm einen überaus glänzenden Verlauf. Mit herzlichen Worten begrüsste der Obmann Herr Direktor J. Goldberg die zahlreich erschienenen G&ate. Nun folgten Turnübungen, Gesangvorträge und Musikstücke der Regiments-

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