Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 2 (1901)
- Issue
- 1 (1.1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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»o. L <>. worden, welche Mittel der Erziehung uns zu Gebote stehen, um das drohende Gespenst einernervösen Entartung von unseren künftigen Generationen fernzuhalten. a Was Prof. Mandelstaram von den östlichen Juden hervorhebt, die ausserordentliche "Verbreitung von Nerven- und Geisteskrankheiten unter ihnen, ist auch für die westlichen Juden eine statistisch erhärtete, unleugbare Thatsache. Auf je 10000 Einwohner kamen in Preussen im Jahre 1880 24,3 Geisteskranke, auf je 10000 Juden 38,9. In Baden treffen auf 10000 Einwohner 27 Irr- und Blödsinnige, auf 10000 Juden 40. Bezüglich anderer nervösen Störungen, insbos. der am weitesten verbreiteten, der Neurasthenie, bezeugt das übereinstimmende Votum der Aerzto den überaus starken Anteil der Juden. Alle Gewährsmänner indes, welche den hohen Bestand von Geistoskranken, Blödsinnigen, Taubstummen, Hysterikern, Neurasthenikern u. s. w. in der jüdischen Race notieren, weisen auch auf die verhältnissmässig grössere Zahl von Intelligenzen unter den Juden hin. Beide Dinge gehören, was wichtig ist, hier schon hervorzuheben, zusammen. Wo viel Licht ist, da ist viel Schatten. Nach den Gesetzen der Biologie geht eine Ueberproduktion von geistiger Begabung einher mit der Zunahme der Geistes- und nervösen Alterationen. Nach der guton, wie nach der schlimmen Seite ist unsere nervöse Eigenart das Resultat eines Jahrtausend alten Züchtungsverfahrens. Das jüdische Volk, dem schon Mose keine strengere Strafe androhen konnte, als Wahnsinn, Blindheit und Verblödung der Sinne, hat, da man es von Heimat und Boden verstiess, sich ein geistiges Reich aufgerichtet und in gierigem Lerntriebe das Gehirn geweckt und gespornt. Die Beschäftigung mit dem Handel, der ständig ihnen aufgedrungene Wechsel der Erwerbsart, die ungeheure Abgabepnicht, mit der sie sich den Schutz der Mächtigen der Erde erkaufen mussten, hat das Gehirn unserer Stammesvorfahren immer neu zum Denken und Arbeiten gereizt. In diese geistige Dressur griff stets von neuem wieder ein die nervenzerrüttende Peinigung der ewigen Verfolgungen, das ruheloso und ziellose Wandern mit seinen nervenerregenden Umständen: der geistigen Ueberarbeit und Affektüberspannung fehlte die physische Ergänzung, der Mangel an Kreuzung, die Heiraten im engsten Stamme begünstigten die Vererbung und Potonzierung dieses Gehirnjudentums nach der positiven, wie nach der negativen Seite. Ka kann nicht übergangen werden, dass in Zeiten der Ruhe innerhalb des Ghettos eine Krholung eintrat, wo eine gleichmässige Borufsbeschäftigung mit der inneren Seolenharmonie sich verband, welche der strenggläubige Jude in der getreuen Ausübung seiner religiösen Pflichten fand. Der Flügelschlag einer neuen Zeit, welche man die Emaiicipationsepoohe nennt, klopfte nicht