Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
- Journal
- Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
- Volume
- 1904
- Issue
- 1 (15.12.1904)
- Date
- 1904-12-15
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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9. Bei der Abfahrt eines jeden Dampfers — es gehen in der Regel 2 wöchentlich — soll ein Komiteemitglied zugegen sein. 10. Das Komitee steht in Verbindung mit den anderen Komitees und mit der AuskunftstelTe in Berlin. * * * $ Vor Ausbruch des russisch-japanischen Krieges wurde lebhaft der Plan einer Dampferverbindung Odessa—Neapel —New-York erörtert. Die Kriegsereignisse vereitelten die sofortige Ausführung. Es unterliegt aber keinem Zweifel, daß die Linie in verhältnismäßig kurzer Zeit zustande kommen wird. Deshalb sollte man nicht versäumen, schon jetzt die Organisation in Odessa so einzurichten, daß die Libauer Vorschläge gegebenen Falls auch in Odessa zur Geltung kommen können. Kleine Mitteilungen. Die in Deutschland auf Grund des Gesetzes über das Auswanderungswesen vom 9. Juni 1897 konzessionierten Schiffahrtsgesellschaften sind die folgenden: 1. Aktien-Gesellschaft Norddeutscher Lloyd in Bremen, 2. Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Äktien-Gesellschaft, Hamburg, 3. Compagnie Generale Transatiantique in Paris und Havre, 4. Soci^te Anonyme de Navigation Beige Americaine (Red Star Line), Antwerpen, 5. lsmay Imrie & Co. (White Star Line) in Liverpool, 6. Cunard Steamship Company Limited, Liverpool, 7. International Navigation Company (American Line), Philadelphia. Dazu kommen noch vier kleine Reedereien und zwar: 1. Wenzel Jelinek, Bremen, 2. B. Südel, Bremen, 3. Theodor Ichon, Bremen, 4. F. Mißler, Bremen. Nur diese Gesellschaften sind berechtigt, Auswanderer in deutschen Häfen aufzunehmen. * * * Das Bureau versandte bereits an die einzelnen Schutzkomitees eine Preistabelle (nicht Fahrplan) über die Eisenbahnfahrpreise von den wichtigsten deutschen Grenzorten nach allen Häfen und den wichtigsten Städten Frankreichs und der Schweiz. In einem der nächsten Korrespondenzblätter wird diese Tabelle verbessert und vervollkommnet abgedruckt werden. * * Wir weisen nochmals darauf hin, daß unsere Bureaus für Auswanderer, die persönlich Auskünfte einholen, nur von 9—12 Uhr Vormittags geöffnet sind. * * * Die Liste der Schutzkomitees und der Vertrauensleute, die im ersten Korrespondenzblatt veröffentlicht war, enthielt einige Irrtümer und Druckfehler. Eine verbesserte Liste mit allen Nachträgen wird als Beilage einem der nächsten Korrespondenzblätter beigegeben werden. Hier sei nur folgender Druckfehler richtig gestellt: Mainz: statt E. Simon Bang zu lesen — E. Simon, Bankier. * * * Es dürfte sich empfehlen, daß unsere Komitees und Vertrauensleute diese Korrespondenzblätter aufheben, um im gegebenen Falle sich über abgedruckte Bestimmungen usw. informieren zu können. Als Manuskript gedruckt. — Druck von H. S. Hermann in Berlin.