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Jüdische Auswanderung · 1939-01-01 · Januar 1939 · p. Seite 84

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1939. Bestand UB Ffm
Issue
Januar 1939
Date
1939-01-01
Page
Seite 84 (sequence 90)
Language
German
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ff: publik Uruguay ttbertragen. Am 18. Januar 1938 wurde die Goldparität dos Peso nochmals herabgesetzt! aua der neuen Parität errechnet sich der Peso auf 1,63 RM. Der „amtlichW" Kars des Uruguay anlachen Peso betragt im Mittel von Ankaufs- und Verkaufsnotiz xur Zeit 1,70 RM. (also 1 RM. - 0,» Peso); dar „freie" Kurs liegt cur Zeit um 0,90 RM (also 1 „freie" Reichsmark -1,11 Pesos). . In Uruguay besteht Devisenbewirtschaftung. Die Exporteure mflssen alle anfallenden Devisen der. Staatsbank zum amtlichen Kurs verkaufen. Die Importeure brauchen eine Einfuhrgenehmigung, auf Grund deren sie sich die Devisen beschaffen dürfen. — Der Zahlungsverkehr zwischen Uruguay und Deutschland wird durch das Banken-Verrechnungsabkommen von 4984 geregelt, dessen Geltungsdauer inzwischen mehrfach (zuletzt hu November 1938) verlängert worden ist. Uruguay ist sehr am an Wäldern; die WaldfUehen an der .Koste und an den Flössen nehmen etwa 8000 qkm odet 4 v. H. der Flache de. Landes' ein. ' ¥* tend! < 2. Landwirteehaft Der Boden Uruguays ist nach semer chemischen Beschaffenheit für Ackerbau sehr geeignet. Daß dennoch 60 v. H. der Bodenflache ab Weideflachen, nur 7 jr, H. rein ackerbaulich und 20 v. H. gemischtwirtschaftlich genutzt sind*), erklärt sich daraus, daß vor allem und zuerst die bestgeeigneten Böden — in den ebenen Flußtalern — zum Ackerbau herangezogen werden, während das grasige Hügellandals Viehweide dient Die hauptsächlichen Adeerbauerzeugnisse sind Weisen, Mals, Reis, ferner Wein und Obst. Die wichtigsten Ackerbaudistrikte sind die Provinzen Canelones, Colonia, San Jose, Minas und Florida; Wein wird vor allem um Montevideo herum angebaut " Weisen wird in erster Linie für hsliaitrhea Bedarf angebaut, doch ward in guten Erntsjahren auch eins gewisse Menge exportiert (So 1936: «600 t von MO000 t Ge—mterato.) Die Weizenproduktion betrug im Erntejahr 1936/37 : 251600 t Die Maisernte betrug 1936/37 124000 t Leinsaat nimmt die dritte Stehe unter Urugoey« Agrarproduktion ein. Die Produktion betrug 1936 37 : 76 500 t, exportiert wurden 1936 : 74 700 t im_ Werte so» 5,3 Millionen Pesos, jf In größeren Mengen wird für den inlandischen Bedarf auch Hafer, Luzerne und Tabak angebaut. ' ■ Oer Reisertrag reicht. gerade ans, um den inlandischen Bedarf zu' decken und eine kleine Austum* sicherzustellen; die Regierung erließ Ende 1936 deshalb ein Einfuhrverbot für zu Versuchszwecke* 1 Mllmiaien ungeschälten Reis. Der Weinbau brachte im Jahhre 1936 92 000 t Reben und 57,8 Millionen Liter Wein. \ Von weitaus größerer Bedeutung als der Ackerbau ist Uruguays Viehwirtschaft. Die Große und Qualität des Viehs ist dem Argentiniens nicht vergleichbar, was auf mangelnde Umsicht der Treiber und zurückgeführt wird. Seit einigen Jahren wird aus England und Argentinien hochwertige« Vieh zur Aufzucht importiert, aber der Einfluß auf die Qualität des uruguayanisehea Gesamt-Tierbestandes soll bisher geringfügig gewesen sein. Dar Rindviehbestand wurde 1937 auf 8300000 Stück geschätzt, der Schafbestand auf 17930000 Steck. In den großen, für die Ausfuhr arbeitenden SrhlsohtMnssre wurden 1936 je rund 1 Million Riader und Schafe geschlachtet i . .» . Die Haupterzeugnisse Oer Fleischindustrie sind Gef r 1 c rf ] eis c h, K ühtl f I eisch, Ko n ser v-e nf 1 eisc h, Rindersehmals und -talg und in kleineren Mengen gesalzenes und gedorrtes Fleisch und Fleischextrakt. 1936 wurden 92600 t dieser Fleischprodukt« im Werte von 16 Millionen Pesos exportiert Infolge seiner Viehzucht verfugt Uruguay auch über einen groBse Htateexpert 1986 wurden 18 600 t im Werte von 10,6 Millionen Pesos ausgeführt. Mit einem Anteil von 40 v. H. steht Uruguay« Wollproduktion unter seinen Exportprodukten an erster Stelle. Die Wollerzeugung Uruguays hat einen stand igen Aufschwung genommen; der Wollexport betrug 1936:" 46000 t im Werte von .42 Millionen Pesos. Erster Abnehmer von' Uruguays Wolle war Deutschland — Die . Bedeutung der Viehzucht für dieses Land wird durch den Anteil dar Viehprodukte am. Geesmtexport beleuchtet: er betragt rund SB v. H. --— i . *) Die restlichen 18 v.H. der Flache eted unfruchtbar. f 3. Bergbau u n d Pud u tf t r i e / f i, ruguays mineralische Produktion ist tinbedeu- _ Gefunden werden-geringe Mengen von Quid, Silber, Manganerzen und Braunkohle.' In fast allen «richtigen Mineratprodukten, insbesondere Kohle und Petroleum, ist jv Uruguay stark abhängig von der Einfuhr. Ea sind jedoch "Pläne ausgearbeitet, worden, den ungehobenen mineralischer, Reichtum des Landes (insbesondere Kupfer und Blei) aus- - zunutzen. Die Initiative zur Ausbeutung haben die staatlichen Elektrizitätswerke übernommen. Alle Mineralien wurden als Nat-oaaleigentum erklärt und gelten als unübertragbar und unveräußerlich. Doch -wird freies Schürfrecht verliehen. Dem Ergebnis der Ausbeute sieht man raversichtlich entgegen; man hofft, mit der neuen Kupfer- und Bleiproduktion die Kohlenimporte bezahlen zu können — Auch die Erzeugung von elektrischem Strom ist Staatsmonopol, .v - — „Das künstliche Anregungsmittel eines Schutzzolles hat viel kleine Finnen hochgezüchtet, die eigentlich unrentabel wirtschaften. Die Rationalisierung ist noch nicht nach Uru- Qy vorgedrungen, und diese kleinen Firmen mit ihren en fixen Kosten erhöhen die Produktionskosten im Lande und sind das Objekt einer standig besorgten Gesetzgebung." (Aus dem South American Handbooh 1958.) Die durch Schutzzölle begünstigte Uebersetzung einzelner Induitrieiweige bei mangelnder Zusammenarbeit der Fabrikanten und Exporteure hat vorübergehend zu ernsten Zusammenbrüchen geführt,. Man hat deshalb zeitweilig Hie Schutzzölle getnlMertram eine Einigung zu erzwingen. Man beabsichtigt, die Anzahl der industriellen Unternehmungen jeder Branche gemäß den Bedurfnissen und der wirtschaftlichen Aufnahmefähigkeit des Landes zu beschranken. Konzerne, die aas einer so bewirkten hflnstlirhpn Monopolstellung Gewinne ziehen, müssen sich Beschrankungen der Dividenden Und Unternehmergewinne zugunsten von Reeervefonds, Lohn- und Gehalts-Erhöhungen gefallen lassen. Weiten Üeberschüsse der Konzerne sollen zu gleichen Teilen den Volksschulen und der Forderung der industriellen Entwicklung zugute kommen. — Fabriken, die in Uruguay neu errichtet werden oder ihre Einrichtungen erneuern, können Maschinen and deren Zubehörteile^ Apparate usw. zollfrei oiitfnhraa, soweit diese Maschinen ttsw. nicht in Uruguay hergestellt Warden. a) für Artikel unter Verwendung importierter Rohstoffe (mit Zollschutz): Aluminium waren, Emaillewaren, Kartonnagen, Metallbettstellen, Borsten, Be- -. san, Filzhüte, Strohhute, Hosenträger Sockenhalter, Schirme; Seifen, Parfüms (billige), Glaser, Flaschen (ordinäre), Bakelitwaren, Elektrische Kabel und Schnure, Stahlrohre für elektrische Leitungen, Möbel (bessere), Trikotagen aas Baumwolle und ' Kunstseide, Strumpfwaren, Konfektion (bessert und feine). Eisen- und Stahlmöbel, Elastics für Bettstellen, Packpapier, Zigaretten; b) für Artikel unter Verwendung eigener Rohstoffe: Schubwaren (einfache), Wolltrikotagen, Konfektion (billige), wollene KleiderstoHe (einfache), Möbel (billige),- Wollstoffmützen, Laderwaren (Damenhandtaschen usw.), Teppich«; Läuferstoffe (billige) aas Wolle, Zement, grau (erstklassig, wie alle im Lande hergestellten Baumaterialien); c) für Artikel unter Verwendung von importierten Rohstoffen, jedoch in einer wenig vervollkommneten Gute, so daß dar auslandische Artikel noch dal Vorrag genießt: Anstreichfarben, Druckfar- ' bau, gestanzt« Eisenwaren, Lederhandschuhe, Gummiartikel (WärmbenteL««'«") d) Reparatur-Werkstätten jeder Art . ,. Nach neueren Schätzungen tat in den fdrstehenden Privatindustrien etn Gesamtkapital von zirka 120 bis 186 Millionen Pesos angelegt (Nach Angaben eines Wirtsbhaftsberichte* des Deutschen Wirtschaftsoerbande* für, Süd- und MHUlameriha «,*„ eomf. Mars WSft^J , \; •', ' ■ ■ — '■

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