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Jüdische Auswanderung · 1938-07-01 · Juli 1938 · p. Seite 91

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1938. Bestand UB Ffm
Issue
Juli 1938
Date
1938-07-01
Page
Seite 91 (sequence 99)
Language
German
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■<fcr Haupteinfuhrwaren Im 1. Vierteljahr 1937 und 193« >*" <t —— <to P'*"*f 1»37 1936 ■ V M 4 * . - —1348548 . 173265 Automobile . . .' »• * . *if 4 , # 2 261 508 2 072 529 Ei»en und Stahl ... \ m 5401743 5236 330 Baumwollwaren . . .. ■-» «' * # . . 6905451 6815159 Mehl ..... . . t 4 t> * . a - 1829018 1 574 140 Seide ..... . . . ■ , , 1324 545 1044 538 Chemikalien 1543186 1453338 4 047 014 4030 539 1230322 907 878 Elektrotediniache Waren ■ + <■ , ' t 1428725 1691078 Tabakprodukte . ■ . , m « 1 591110 2933391 Fisch produktt '. _ . .V . i 1034027 608612 Pflanzenprodukte > . „ 1131582 909 592 Molkereiprodukte 4. . . ■ 1643 623 1182 670 Gesamteinfuhr 53 317129 51 552 220 5. Verkehrswesen Auf den Inseln Luzon, Panay und Cebu bestehen einige Eisenbahnlinien, die die wichtigsten Orte miteinander verbinden. Sie wurden von Privatgesellschaften gebaut, stehen aber jetzt sämtlich in Regierungsbesitz. Das Schienennetz hat eine Gesamtlange von etwa 1340 km. .Die wichtigsten Inseln überspannt ein verhältnismäßig gutes Straßennetz von insgesamt 15120 km Länge. Davon «ollen gut die Hälfte auch höheren Ansprachen genügen. Anfang 1936 waren etwa 27000 Personen- und 16000 Lastkraftwagen angemeldet. — Die Insellage des Landes bewirkt einen regen Kflstenverkehr. Der Ueberseeverkehr wird in erster Linie von englischen, nordamerikanischen und japanischen Schiffen durchgeführt. 8. Wirtschaftliche Entwicklung der letzten Zeit ■ Zur wirtschaftlichen Entwicklung der Philippinen während des letzten 3Utrin flußei le i * des Handelsamtes in Manila wie folgt: „Die Gewinne, welche 1036 erzielt wurden, und die wesentlichen Verbesserungen auf ziemlich allen Gebieten lassen auch für 1937 eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit erwarte«. Mit Optimismus wird jetzt der bevorstehenden amerikanisch-philippinischen Handelskonferenz entgegengesehen. «TV Das Jahr 1936 wird in die Geschichte der Philippinen eingehen als das aktivste und erfolgreichste, aller Geschäftsjahre1 nach dem Weltkrieg. Während des ganzen Jahres herrschte eine beinahe fieberhafte Tätigkeit in nahezu allen Geschäftszweigen, und ein allgemeiner Wohlstand war zurückgekehrt. Der Außenhandel war der beste seit 5 Jahren; der heimische Geldumlauf erhöhte sich; die Preise der Stapelartikel wie Zucker, Tabak, Kopra stiegen. Die Regierungseinnahmen erhöhten sich; der Personen- und Frachtverkehr nahm erheblich au. Die Kreditgewährung wurde" erleichtert und eine Bergwerkshausse entstand, die sämtliche Klassen der Bevölkerung veranlaßt*, tu investieren und an der Erhöhung der Goldproduktion des Landes mitzuwirken. Die. einheimischen Umsätze erhöhten sich um 76'v. H,, verglichen mit derselben Zeit de« Vorjahres." Die Umsätze auf dein Grundstücksmarkt waren 1936 die höchsten seit 1919; sie beliefen sich auf 18,6 MilL Pesos. Die Bautätigkeit ist sehr rege; der Wert der Neubauten war 1936 doppelt so hoch wie 1935. Trotz der regen Bautätigkeit besteht eine gewisse Wohnungsnot, und die Mieten sind in letzter Zeit erheblich gestiegen." Von Januar bis April 1937 wurden 210 GeschafUneugründüngen registriert, gegenüber 84 in der gleichen Zeit des Vorjahres. Die gesamten Handelsumsätze lagen im ersten Vierteljahr 1937 mit 909 Mill. Pesos tun 10 «0 höher als -in der gleichen Zeit des Verjähre». Auf dem Aktienmarkt der Goldbergwerkswerte sind Anzeichen vorhanden, daß der Boom auf diesem Gebiet seinen Höhepunkt erreicht hat (siehe Brief vom SS. LS* auf S.9S). .'- - 4~*-— - l \ : IV. Aussichten für Einwanderer und Lebenshaltungskosten Nach Ansicht der Hicem kann gesagt werden, „daß energische Leute, die ihr Fach — was es auch aei — gut beherrschen, sowie Kaufleute, die ein Geschäft mit eigenem Kapital gründen wollen, Arbeitsmöglichkeiten, auf den Philippinen und im besonderen in Manila finden werden. Dennoch muß, was Kaufleute betrifft, berücksichtigt werden, daß sie sehr geschickt und tüchtig sein müssen, um Aussicht zu haben, ihr Brot zu verdienen, da die Kundschaft des Archipels aus anspruchsvollen Ausländern und reichen Eingeborenen besteht, von denen einige recht geschickte Kaufleute sind. Es empfiehlt sich sehr, perfekt englisch zu können und auch die spanische Sprache zu beherrschen. Vor allem notwendig ist jedoch die" Vollkommene Beherrschung seines Faches oder seiner Branche und viel Energie. Geologen und Bergwerksingenieure mit einiger Erfahrung und Referenzen haben alle Aussicht, sofort Arbeit auf den goldhaltigen Terrains zu hohen Gehältern, zu finden. (Nach neueren Mitteilungen aus Manila sind die Möglichkeiten des Ausbaus der Goldbergwerke überschätzt worden. Zudem hat die fiberstürzte Entwicklung gegen Ende 1937 zu einem schweren Rückschlag geführt. Die Aussichten für Bergwerksingenieure usw. sind daher zur Zeit nicht mehr so günstig.) Uns ist bekannt, daß die europäischen und amerikanischen Bewohner kolonialer und halbkolonialer Länder im . Fernen Ost#n dafür sind, das Ansehen des weißen Mannes in den Augen der farbigen eingeborenen Bevölkerung aufreclmuei hallen, und deshalb nicht wollen, daß Weiße grobe oder ungelernte Arbeit verrichten. Es gibt eine Reihe von Berufszweigen (so .Chauffeure, Schlosser usw.), in denen Filipinos sehr tätig und tüchtig sind und in denen es fast unmöglich ist, mit ihnen zu konkurrieren." Ergänzend zu. diesen Mitteilungen der Hicem kann noch gesagt werden, daß die Aussichten im Kleinhandel gering sind, da .dieser von Qfeinesep und Japanern vollkommen beherrsthtfwird. Aehnlich ist die Lage, in zahlreichen Handwerken; jedoch bieten sich dem. Einwandernden Auasichten in den modernen Reparaturgewerben und Installationen (Autoreparatur; Elektromontage usw.). Von kaufmännischen Kräften dürften vor allem sprachkundige Korrespondenten und hochqualifizierte Buchhalter ein Unterkommen finden. Nach Angaben des Deutschen Auslands-Instituta soll sich das monatliche Einkommen eines Ingenieurs oder leitenden Kaufmanns auf 400—1000 Pesos belaufen, kaufmännische Angestellte sollen 250—400 Pesos, Handwerker 300—400 Pesos verdienen. Tatsächlich dürften Einwanderer jedoch mit kaum mehr als 200 Pesos monatlich rechnen. Die monatlichen K'osten der Lebenshaltung sollen, nach der gleichen Quelle, 200—300 Pesos für einen ledigen jungen Mann -und 500—800 Pesos für eine vierköpüge Familie betragen; für ein möbliertes Zimmer zahle man mit Verpflegung 150—200 Pesos, ohne Verpflegung 40—60 Pesos. Die Angaben Ober die Lebenshaltungskosten sind aber ziemlich hoch gegriffen. Nach Mitteilungen von Auswanderern kann ein Einzelner schon mit 120 bis 150 Pesos, eine kleine Familie mit 300 Pesos auskommen, S I L V i

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