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Jüdische Auswanderung · 1938-07-01 · Juli 1938 · p. Seite 88

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1938. Bestand UB Ffm
Issue
Juli 1938
Date
1938-07-01
Page
Seite 88 (sequence 96)
Language
German
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~ ■ *•."•-■;• ••-; <;' -*• .. . . t-Ä---■ - 7*Ht!itä£f£- ,._ " ) V. . '**V-r;.;VV.'^BS *y völkerung dieser Stadt wurde 1935 auf rund 353 000 geschätzt, darunter etwa 10000 Europaer und U. S -Amerikaner. Sie ist der Sitz der größten jüdischen Gemeinde der Philippinen (s. U.A.. Manila ist eine schone Stadt mit zahlreichen gepflegten Parks und Garten, breiten Boulevards und architektonisch wertvollen Gebäuden. Sie ist eine der modernsten Städte des Fernen Ostens und bietet jede Art von Komfort. Die alte spanische Innenstadt „Intramuros" bietet ein vollkommen erhaltenes Bild einer, spanischen •* Kolonisationsstadt. Außerhalb ihrer Mauern befind«* sich die moderne Geschäfts¬ und Wohnstadt. Die „Escolta" ist Manilas bekannte Hauptstraße, in der sich die wichtigsten Geschäftsunternehmen befinden. Manila ist der Site der wichtigsten industriellen Unternehmungen des Landes; vor allem befinden sich hier Tabakfabriken, Spitzenmanufakturen und Schuhfabriken. Manilas Verkehrsmittel sind billig, die Straßen der Stadt gelten als vorzüglich. Es verdient noch die strategische Bedeutung des Hafens von Manila Erwähnung, der als der beste des Fernen Ostens gilt. Die USA. haben hier große Forts angelegt. Baguia (11000 Einwohner), in den Bergen gelegen, ist der Sitz der Regierung in den Sommermonaten. Die übrigen wichtigeren Städte sind: Doilo auf der Insel Panay mit 45 000 Einwohnern Cebu „ „ „ Cebu „ 82000 Legaspi „ „ „ Luzon „ 96000 „ Laoag „ „ „ Luzon . „ 43000 _ „ Aparari „ „ „ Luzon „ 23000 ~ „ Zamboanga „ „ „ Mindanao,, 26 000 „ - ..V* 2« Klima und GesundhciUverhaltnisse Die Philippinen haben miteiner jährlichen Durch- -' Schnittstemperatur von 26°C durchaus tropisches Klima. Trotz der großen Ausdehnung der Inselgruppe _j" Nngd Sfldi-i^btynff i«t «W Trnnperatuninterechied zwischen den äußersten Punkten der Gruppe" ge r : ri . m < jedoch habe« die Gebirgsorte wesentlich kühleres Januar, der kälteste Monat, hat in den tiefer gelegenen Landstrichen 26°, der wärmste Monat etwa 28° Tagesdnrchschnittswärme. In der Hauptstadt Manila bewegen sich die Tagesdurchschnittstempcratureti zwischen 24° und 29°, aber sie weisen zuweilen im Winter Schwankungen von 14 bis 17 Graden auf. Nach den klimatischen Gegebenheiten lassen sich zwei Hauptzonen des gesamten Inselgebiets unterscheiden, wobei das Entscheidende nicht die — aberall ziemlich gleichen — Wärmeverhältnisse, sondern die Niederschlags Verhältnisse sind. Der westliche Teil der Insel Luzon und die Inseln Panay und Negros haben infolge der Südostmonsunwinde eine sommerliche Regenzeit und eine du rch~ Niederschläge unterbrochene -sonnige Trockenzeit von 5 bis 6 Monaten. Die jahrliche Regenmenge betragt 'durchschnittlich etwa 2,5 -Meter. In diesen Gebieten. wachsen Pflanzen, die feuchten Boden und eine sonnige Periode zur Ausreife brauchen: Reis, Mais, Zuckerrohr, Tabak, Baumwolle. 1 c4Mc6 solide in Qualität Mklcfatklf* i**4 Der östliche Teil Luzons und die südlichen Inseln haben Niederschlage zu allen Jahreszeiten, besonders ober zur Zeit der winterlichen nordostlichen Passatwiade. Manilahanf, Kakao und Kokospalmen sind die wichtigeren Nutzpflanzen dieser Gebiete» in denen auch die Kautschukpflanze (Hevea) günstige Wachstumsbedingungen findet (insbesondere auf Mindanao). Allerdings ist die Anlage von Großplantagen und die Einwanderung fremder, etwa chinesischer Arbeiter gesetzlich eingeschränkt. So gunstig das tropische Klima für den Anbau dieser Nutzpflanzen ist, so wenig geeignet ist es fOr die Viehzucht Die Qualität der Hanstiere läßt daher zu wünschen übrig. Die Regierung will jedoch die Tierzucht fördern. Das stets fast gleichmäßig. warme Klima wirkt auf die weißen Einwanderer erschlaffend; organische Erkrankungen, besonders Erkrankungen des Magens, gehören — wie Einwanderer schreiben — zu den Akklimatisierung »Schwierigkeiten. . Eine typische Krankheit ist das Dengue-Fieber, bei dem die roten Blutkörperchen zerstört werden. Die Sterblichkeit ist mit 20 vom Tausend trotz der Bemühungen der Amerikaner um die Verbesserung der Gesundheitsverhältnisse noch ziemlieh groß; Malaria, Dysenterie, Pocken, Grippe und Hakenwurm sind die hauptsächlichen Todesursachen. Die Niederungsgebiete sind ungesunder als die/ Gebirgsgebiete. Di* Ernährung und die Bekleidung der Einwanderer muß sich dem tropischen Klima anpassen. Bei der Ernährung ist viel Gemüse und Obst der Fleischkost vorzuziehen. Als Kleidung dient für Männer der weiße Leinenanzug, für Frauen leichte waschbare Kleider. Die Unterwasche ist aus leichtem, porösem, gut den Schweiß aufsaugendem Stoff zu wählen. Leichte Mantel genügen. 3. Die Bevölkerung Die Zahl der Bevölkerung betrug Mitte 1936 rund 13300 000 ( 44,2 je Quadratkilometer). Die Eingeborenen gehören hauptsächlich der malaiischen Rasse an; es gibt noch in den Urwäldern. Reste der Ureinwohqcr,v-derJiogritoa. Etwa 250000 der Einwohner sind- Eingewanderte und, Ausländer. Davon machen die Chinesen mit 200 000 und die Japaner mit 30008 die Hauptmasse au«; die Weißen (Europäer und Nordamerikaner) werden auf 16000 Köpfe geschätzt, davon 8600 U. S.-Amerikaner und 6000.5jja_nier. Etwa die Hälfte der Bevölkerung wohnt auf der Insel Luzon, auf der auch die Hauptstadt Manila (350000 Einwohner, davon 10000 Weiße) liegt. Die dichtest besiedelte Insel ist Cebu mit'der 83000 Einwohner zählenden Stadt Cebu. - 4. Regierung und Innenpolitik Die philippinischen Inseln wurden 1521 entdeckt, 1565 von Spanien erobert, und waren bis gegen Ende des 19. Jahrhunderte spanische Kolonie Im Jahre 1898 wurden sie nach dem amerikanisch-spanischen Krieg mit einigen anderen spanischen Kolonien gegen eine Abfindung in Höhe »uu 20 Millionen $ an die' USA. abgetreten. Am 24 März 1934 wurde vom amerikanischen Kongreß ein Gesetz, angenommen, das dem „Commonwealth ofthe Philippines" die staatsrechtliche Selbständigkeit, nach einer längeren Uebergangszeit verspricht, während derer die Regierung schon durch einen philippinischen Regierungschef ausgeübt wird. Für diese Uebergangszeit, die nach den neuesten Verlautbarungen bis V 1960 dauern soll, haben sich die Vereinigten Staate n wesentlichen Einfluß auf die Außenpolitik, die Staatsfinanzgebarung, die Geldausgabe, den Außenhandel, die höchste Rechtsprechung, die Einwanderungspolitik u. a. (m. gesichert. Neben dem philippinischen Staatschef steht daher der amerikanische Oberkommissar, und Feldmarschall der philippinischen Armee ist ebenfalls ein Amerikaner. Im Jahre, 1035 wurde eine von Roosevelt gebilligte Verfassung durch Volksabstimmung der Philippinoa angenommen. Gemäß dieser Verfassung übt ein für die Dauer von 6 Jahren gewählter Präsident dem ein Vizepräsident zur Seite steht, die höchsten Verwal-

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