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Jüdische Auswanderung · 1937-01-01 · Herbst 1937 · p. Seite 94

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1937. Bestand UB Ffm
Issue
Herbst 1937
Date
1937-01-01
Page
Seite 94 (sequence 104)
Language
German
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£ . I : , V;<, ' '—— t ,y ■ ' .-. .' VIII. Venezuela? ' Wahrend der Drucklegung des Heftes erreicht uns die Nachricht, daß die .venezolanische Regierung das bisher 1000 Bolivares betragende Landungsdepot für Einwanderer auf 500 Bolivares herabgesetzt hat. Andererseits besteht nicht mehr die frühere Möglichkeit, das Landungsdepot bei einer deutschen Schiffahrtsgesellschaft einzuzahlen, sondern es muß in Venezuela selbst hinterlegt werdet. Das Landungsdepot wird m der Regel nach einem Jahr zurückgezahlt; kann der Einwanderer aber nachweisen, daß er bereits wirtschaftlich auf eigenen Füßen steht, dann erhält er das Landungv depot auch schon früher zurück. Hat der Einwanderer einen Arbeitsvertrag mit einer in Venezuela bekannten Finna, dann braucht ein Landungsdepot nicht hinterlegt zu werden. In diesem Falle setzt sich des betreffende Unternehmen mit dem Innenministerium in Caracas in Verbindung, welche» seinerseits das Konsulat benachrichtigt, damit Aas Visum erteilt wird. ' Bei Nicht-Vorliegen eines Arbeitsvertrages muß der Einwanderer nachweisen, daß er politisch vollständig einwandfrei ist; dies geschieht am besten durch Führungsicugniaae der ' Polizei und der Geheimen 'Staatspolizei. Diese " Papiere werden dann nach Hamburg geschickt, wo das Generalkonsulat das Visum adf eigene Verantwortung '«-teilt, d. h. mit der Erteilung des Visums ist die tatsächliche Finriasn noch nicht garantiert, sondern über diese befindet immer erst die Hafenbehörde in La Guaira. Um jedes Risiko abzuschalten, 1 ist es das Beste, wenn das Konsulat das Innenministerium in Caracas, von jeder bevorstehenden Einwanderung benachrichtigt. * 'Die'Einwanderung von Staatenlosen nach Venezuela ist nur ausnahmsweise möglich, ebenso die von Ostjuden. ANHANG Bücher Sprachstudium Der Hillsverein hat immer wieder, auf die Bedeutung der Sprachkenntnisse als Voraussetzung'für jeden Erfolg, im Einwanderungsland hingewiesen.. Um das Sprachstudium zu fordern, geben wir nachstehend eine von einem erfahrenen Sprachlehrer gefertigte Zusammenstellung der empfehlenswertesten Lehrbücher und Lexika für die drei wichtigsten Sprachen der Überseeischen Einwanderungslander: I. Englisch A. Lehrbücher und Sprachführer Colenutt-Franke: „English for Practica} Use". Moritz Diesterweg, Frankfurt a. M. 2JB0 RM. (Außerordentlich geschickt abgefaßt, bringt das Englisch des Alltags in anziehender, durchaus zuverlässiger Form. —. Auch für absolute Anfanger.) T. W. MacCall-um: „Englisch lernen — ein Vergnügen". R. Piper A Co., München. 4,20 RM. (Enthalt reichen und wertvollen Stoff unter noch größerer Betonung des Humoristischen. Aber nicht ganz so gründlich.) T. W. MacCallum: „Englisch perfekt". 3,60 RM (Als zweiter Teil zum obigen gedacht, aber auch sonst gut verwendbar für die Vervollkommnung mittlerer Kenntnisse.) D. Borchard: „Praktisches Lehrbuch des Englischen". Laogenscheidt, Berlin. 3,60 RM. (Sehr gut angelegtes Lehrbuch für Kurse und' Privatunterricht.) Edward Collias! „Lehrbuch der englischen Sprache". Ernst Klett, Stuttgart. 4,50 RM. (Besonders gründliches Buch mit ■ ziemlich weitgehendem Programm.) Hübner: „English Lessons". B. G. Teubner, Leipzig — Berlin. 2,80 RM. (Vor allem für Lernende mit Vorkenntnissen geeignet.) Gaepey: „Englische Konversation*-Grammatik". Julias Groos, Heidelberg. 5 RM. (Dieses in der 31. Auflage stabende bekannte Lehrbuch ist durchaus modernisiert und für gründliches Studium sehr geeignet. Der Schlüssel erleichtert evtl. Selbstunterricht) / W. Otto-Curtis: „Kleine englische Sprachlehre''. Julius Groos, Heidelberg. 3 RM. (Aehnlich dem vorhergehenden; bistot in bescheidenem Rahmen vor allem den Sprachstoff des Alltags.) „M eyers Weltsprachen,' Englisch". Hrsg. von Julius Waliaski, Band I: „Englische Umgangssprache für. Anfanger": Band II: „In an English Home"; Band III: „In an English Office"; Baad IV: „Everyday Talk"; Band V: „English Grammar". Bibliographisches Institut AG., Leipzig. 2,90 RM. pro Band. (Ein neues, umfassendes und pädagogisch sehr geschickt abgefaßtes Sprach werk, das auch dem Fortgeschrittenen viel zu bieten vermag.) . Für sehr gründliches Sprachstudium sind die T ouissii t- L a n g e na c h e i d t s c h e n Unterrichtsbriefe nsch wie vor das beste Hilfsmittel. Für Englisch gibt es neben der großen Ausgabe auch noch die sehr viel bescheidenere und,billigere kleine Ausgabe. Ferner sind für ein gründliches Selbststudium' geeignet die Unterrichtsbriefe nach der Methode M er tner sowohl wie die nach der Methode Haeusaer. , Für-den Selbstunterricht bei bescheidenen Anforderungen' geeignet sind die bekannten „1000 Worte". Die Fortsetzung ist zur Vervollkommnung geeignet. Als Sprachtü1tr*r und Ergänzung jedes Lehrbuches — zur Aneignung der Umgangssprache — sind sehr brauchbar die Metoula-Sprachführer, die zum Preise von je 1.80 RM bei Langenscheiüt erschienen sind. Aehnlichen Zwecken dienen die gleichfalls sehr suverlassi- „Neuen Reisebegleiter" des Verlages Julius ■oos (je 1 RM.) und andere Sammlungen des gleichen Verlages, für Englisch z. B. daa Buch von Runge. Sehr zu empfehlen als Handbuch der Umgangssprache (zum Selbstunterricht für Leute mit guten Kenntnissen) ist „Whafa that in English?", bei Langenseheidt für 3 RM. er-. ECO Gr« Als Sammlung von Gesprächen aus dem llnllnhen Leben ist Carr-Potter's „Daily D i a 1 o g u e s" (N. G. El wert, Mar- Judischer Buchvertrieb Gerhard Fuchs Groß« und .schön« Auswahl jüdischer Bücher v_ Vollständiges Lager oller Nmumrschmhtungmn •Versand überallhin »«Hin WSO, Nürnberger Str.64 (an der Tauentriensrr.) e TeL247022 ■ ' ' » ■- V

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