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Jüdische Auswanderung · 1937-01-01 · Herbst 1937 · p. Seite 41

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1937. Bestand UB Ffm
Issue
Herbst 1937
Date
1937-01-01
Page
Seite 41 (sequence 47)
Language
German
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I <s australischen Exportprodukt* — vor allem der WoUe — ze«en einen Höchststand, und der Wert der exportierten Mengen liegt zur Zeit betrachtlich über dem Vor jahrsstand. Die Ausfuhr menge der australischen Hauptproduktion" hat dagegen im letzten Jahre nur mäßig zugenommen, tlnr Vennehrung des 'Außenhandelserloses entsprach "e Steigerung der Einfuhr. Der Anteil der Proaktionsmittel — Maschinen, industrielle Roh- und Treib* iffe — war in letzter-Zeit erheblich, was auf die oben childerte industrielle Entwicklung und weitet* auf die unahme ausländischer Investitionen zurückzuführen ist. Möglicherweise wird sich in nächster Zeit auch hier eine stfJlung auf verfeinerte Konsumgüter, eventuell auf uxusartikel, bemerkbar machen. Die konjunkturelle Erholung von der Krise spiegelt Weh Sende Tabelle wieder, welche die Gewinne von 262 Akien-Gesellschaften während des noch recht ungfin- Jahres 1934 and während des Jahres 1896 vergleicht: Reingewinne von Aktien-Gesellschaften: (in £ 1000) Wirtschaftszweig und ViehwirtaoWt........ ' * Betriebe'(Public Ütiiiti«) m................ ergnüjfun jjen........> »..... erarbeitende Industrie......... Kaufmännische Betriebe......... Bergbau ...*.............., Verkehrswesen ■ ■ ...... 18 8 17 41 6 83 62 11 16 262 Reingewinn« 1954 1936 874 1639 1432 866 79 5513 1405 877 752 13437 890 1934 1291 991 114 6 681 2132 2 255 820 17 108 Das Preisniveau befindet sich in Australien seit 6 — zunächst langsam, seit Anfang 1986 jedoch iide — im Anstieg. Der Großhandelspreisindex stand Mai 1937 um 28 ft über dem Tiefpunkt von Anfang 1988. Besonders gestiegen sind in den letzten Monaten die Indexern f&r Baumaterialien, Kohle, Jute, Leder. —. hauptsächlich 5 von Produktionsmitteln — und, wie schon oben, erwähnt, Wolle. Die Ziffern für ap.-.-.»..-..-, i-^t..-*. 'che Produkte zeigten dagegen eine leicht fallende Tendenz. Nicht ungefährlich wäre es allerdings, wenn die Preise* der obengenannten Produktionsmittel weiter stiegen und zugleich wichtige Agrarprodukte im Preise fielen; dies wäre eine Entwicklung, die unter Umstanden die Gründau der australischen Wirtschaft erschüttern könnte. Noch _ hält der Zustrom ausländischen Kapitals nach Australien an, und die Zunahme ausländischer Investitionen dauert fort Die gute Finanzlage, die wir oben erwähnten, trägt somit ihre Früchte. Unter diesen Umständen kann wohl, auf Grund des ausländischen Kapitalzustromes, die australische Wirtschaft auch noch zu einem itpunkt florieren, zu dem die Preise ihrer Exportprodukte etwa ihren heutigen hohen Stand verlassen und die * ustuhrziffem zurückgehen. IV. Lebenshaltung und Lebenshaltungskosten . 1. Haushalt und Lebenshaltung Die Lebenshaltung dee Australiers ist im allgemeinen derenglischen angepaßt. Doch genießt in Australien auch Arbeiterschaft zum großen Teil einen Lebensstandard, sich in England nur Angehörige des gehobenen Mitteides leisten können.. Dieser verhältnismäßig hohe Lebensstandard zeigt sich schon der Wohnweise. Die Wohngegenden liegen außerhalb der City; einstöckige-Einfamilienhäuser mit Gärten herrschen vor,/1 worauf die weh« Ausdehnung der Städte zurückzuführen ist. . In den letzten Jahren sind allerdings in den größten Städten > auch große Bauten mit Mietswohnungen — sogenannten Fiats — entstanden, wo man Wohnungen mit Höchstkomfort zu sehr hohen Preisen mieten kann. Die Bauweise der südaustralischen Häuser ist im allgemeinen nicht auf kühle Winter eingerichtet; nur wenige Häuser haben Zentralheizung, die meisten haben jedoch offene Kamine. Es empfiehlt sich deshalb, bei Einwanderung nach den sodlichen Städten elektrische Heisgeräte mitzunehmen. Sonst wird im allgemeinen mit Holz geheizt. In den tropischen Gegenden sind die Häuser kohl und luftig gebaut. Auf dem Lande und in den Vorstädten herrscht das Holzhaus mit Hobe- oder Wellblechdach und von außen angebauten Kaminen vor. Fast alle Einfamilienhäuser haben Veranden, die nötigenfalls durch feine Drahtaitter, gegen Fliegen geschätzt sind. In vielen Laadesteilen, vor allem in Westaustralien (Perth), ist es üblich, aaf den Veranden zn schlafen. Die Haushaltführung in den Eigenheimen macht den Hausfrauen große Schwierigkeiten, da in Australien großer Mangel an Dienstboten herrscht und die vorhandenen es häufig für 'unter ihrer Würde halten, gröbere Arbeiten, wie Fenster- oder gar Schuheputz en, zu verrichten. Deshalb versucht die australische Hausfrau, im allgemeinen ohne Haushalthilfe' auszukommen. So ist es nichts Außergewöhnliches, daß dar Ehemann in seiner Freizeit mit Hand anlegt (vor allem bei schwereren Arbeiten, aber auch beim Abwaschen usw.). Andererseits wird die Haushaltführung dadurch erleichtert, daß man durch Stadtküchen oder Delikateßgeschäfte mit bereits vorgerichteten oder halbfertigen Speisen versorgt wird, und daß die australische Küche stark auf den Verbrauch von Konserven aller Art, z. B. auch für Saucen und Beikost, eingerichtet ist. Die Hausfrau sacht sich ihre Arbeit auch durch Hau s haltmaachinen aller Art zu erleichtern. Zudem weisen die moderneren Häuser .in den Städten vielfach eingebaute elektrische Kühlschränke und andere Ausrüstungen des modernen Komforts auf. Das Leben in den »Fiats" bietet der Hausfrau gewisse . Erleichterungen, da dort allerdings gegen.. sehr gute Bezahlung — zumeist für Bedienung gesorgt ist. - -Wer keinen eigenen .Haushalt führen will oder kann, findet in den Staaten gutgeführte Boardinghäuse'r verschiedener Typen -und Preislagen. Alleinstehende ' Arbeiter- und Angestellte ziehen diese Wohnweise zumeist vor. , : - -.. ■ j Die tägliche Einteilung der Mahlzeiten, entspricht der englischen. Es Wird ein reichliches erstes Frühstück, beginnend mit Porridge (Haferflocken mit Milch und Zucker gekocht) eingenommen. Das zweite Frühstück besteht meist aus kalten Speisen; Geschäftsleute und Arbeiter nehmen stattdessen vielfach in Gaststätten oder Kantinen einen Schnell-Imbiß ein. Die Hauptmahlzeit wird in den späten Nachmittagsstunden gehalten. Auch die Ernährungsweise gleicht dor englischen. Fleisch, vor allem Hammelfletsch, spielt eine große Rolle. Dia Versorgung mit Gemüse ist vorzüglich, das Obst des australischen Südostens ist hervorragend und billig. Mit den modernsten technischen Mitteln ausgestattete Molkereien sorgen dafür, daß überall Milch, Butter und Käse in guten Qualitäten zu haben sind. Lediglich in den nach dem Innern des Kontinents zu galaganan Landest eilen ist die Versorgung mit Friscbgemttse schwierig. '. »..._' Da die Preise der Industriewaren, durch Zölle verteuert sind, empfiehlt ea sich, diewichtigsten Gegenstände des täglichen Bedarfs, evtl. auch leicht transportable Möbel, nach Australien mitzubringen, Möbel aus Holz, vor allem gebrauchte, sind allerdings auch verhältnismäßig preiswert in Australien zu kaufen. Auch die Mitnahme sonstigen Hausrats, wie hauswirtschaftliche Maschinen (besonders elektrische), Handwerkszeug, Porzellan, Steingut, Teppiche, UHREN JUWELEN GOLDWAR MfudMatitotä EN BERLIN C 2 SILBERGESCHENKE 9*4 UwarbalMng «J»«f SchnwduadM« im i«llg«mä6.n habt» KÖNIG STRASSE 19 Wfau, 51 2 3 86 l » 47

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