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Jüdische Auswanderung · 1937-01-01 · Herbst 1937 · p. Seite 38

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1937. Bestand UB Ffm
Issue
Herbst 1937
Date
1937-01-01
Page
Seite 38 (sequence 44)
Language
German
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gen technischen Branchen die Einfuhr bald ganz wegfallen dürfte, wen «ich die australische Industrie Wie bisher weiterentwickelt. Wert der australischen Industrie produktion im Vergleich na Eiafahrbedarf IBM/36: Einfuhr in Produktion 1000£-Sterling in 1000 £A Braachs Textilten und Bekleidung: Wollene Stückwaren Damenkleidoag Trikotagen a. Wirk waren Herrenu. Knabenkleidung Hemden, Kragen u. Pyjamas Korsetts Stiefel und Schuhe Hüte, MBtzen u. Modewaren 244 62 34 42 6 15 184 88 10 712 3 488 0 561 8 407 4174 821 6567 2373 674 Technische Betriebe: Eisen und Suhl -~ 1356 Messing und Kampfer 181 Landwirtschaftliche Maschinen und Ausrüstung 124 Karosserien -• 180 Gas-Apparate (Herde, Oefen, Gasometer usw.) 71 Antriebsmaschinen (ausschl. elektrische) 1 043 Drahtnetze, Stecheldraht u. Nagel 51 Radioempfanger und Einzelteile (aoaschl. Bohra«) 75 Verzinkte Eisen- und Tlff»i »las imiein Blechwaren iU « Ii nli J ' 43083 10101 2 232 1888 4908 1433 9184 3962 5663 Verschiedenes: . . Seifer Bleiweiß, Farben und gebrauchsfertige Firnisse Lederwaren (einschl. Treibriemenheratellang)... . Sonstige Lederbearbeitung "Kleingebäck - Sonstige Süßigkeiten (einschl. Schokolade) Bier Tabak /verarbeitet), Zigarren und Zigaretten Möbel Automobil- und Fahrradreifen . Bürstenwaren * Glasflaschen 488 41774 Neben den bisher aufgezählten verarbeitenden Betrieben gibt es noch eine ganze Reihe sogenannter „primlrer In du - Striae*', d. h. solcher, die die landwirtschaftlichen Produkte des Landes zürn Export und zum heimischen Verzehr aufbereiten. Vor allem ist hier die Butter-, Kaan- und Bacon-Industrie za nennen. \ , Nicht unbedeutend ist auch die Herstellung von Mai nie laden, Obst- und Gemüsekonserven, auch die Weinindustrie hat im letzten Jahrzehnt, recht gut entwickelt. 3061 20 51 27 59 4 22 41 42 55 22 59 31 50341 2918 2667 1411 4080 2054 4465 6 428 7 216 4405 3499 635 1996 Die ö rt Ii che Verl e ilu ng der ewetraiischen Industrie folgt im allgemeinen der Besledlungsdichfe des Kontinents. 'Wirkliche Industriezentren gibt es nicht, wenn man von Newcaatle und Port Kembla, den Sutten der Schwerindustrie, absieht. Die übrigen verarbeitenden Industrien verteilen sich auf''die Umgebung der Großstädte des Südostens, und zwar hauptsächlich auf die Umgebung von Melbourne und Sydney. Die „primären" Industrien dagegen haben ihren Standort auch in Mittel'. stadten der Staaten Neu-Sfldwales und Victoria, einzelne von ihnen, wie z. B. die Zuckerindustrie, haben auch in Queensland, in der Gegend von Brisbane, ihren Standort. Wert- und Südaustralien aind die Industrie am wenigsten entwickelten Einzelstaaten; einmal in der Umgebung von Perth haben sich bis kurzem größere industrielle Unternehmen entwickelt. I in aUerjftngster Zeit beginnt Perth gegenüber den anderen australischen Städten aufzuholen und verspricht, in kunft eine der industriell wichtigsten Städte des aus' Hachen Kontinents zu werden. ' i ■ — 5 . 5. Verkehrswesen Die Entwicklung des australischen Verkehrs wt, sens wurde vor allem durch die ungleichmäßige V'erteilung der Bevölkerung Ober den \Kohtinent bestimmt Daa australische Schienennetz ist naturgemäß in den Staaten und Landesteilen größter Bevölkerungsdichte am bestes entwickelt. Australien wurde vom Meere her erschlösset' und besiedelt; dementsprechend stoßen nur wenige Maies in das Lendesinnere vor: die wichtigsten laufen längs dar Küste oder in einer Entfernung von 50 bis 250 km nahen parallel zu ihr. Zu diesen wichtigen Linien, die die Hauptstädte mitein verbinden, stoßen Nebenlinien, die die Verbindung zwischen Hauptstädten und daa Provinzorten des Landeeinnern hüdi und „irgendwo" bei einer abgelegenen Siedlang im Innern Kontinents enden, Von einem „Schienennetz" kenn man eigentlich einer solchen Bahnstruktur nicht sprechen; nur in Umgegend von Perth und Melbourne verdichten sich «^hj Linien netzartig. Die gesamte Schienenlänge des australischen Kontinents betrug 1936 43294 km, eine im Verhältnis zar australischen Bevölkerung außerordentlich hohe,, aber im Verhältnis zum australischen Raum sehr niedrige Zahl. Di* Anlage der Bahnlinien hat' seinerzeit sehr große Summe« verschlungen; auch heute noch reichen die Tarifeinnahmea nicht aus, die Verluste zu decken. Die Defizits sind allerdings seit 1933 sehr gering geworden, so daß man glaubt, bei weiterer günstiger Wirtschaftsentwicklung tu einem Ausgleich der Eisenbahnbilanzen zu kommen. Fast das ganze EnenbehiisvStero ' gehört der öffentlichst Hand; etwa -»/,, des Schienennetzee stehen im Besitz dar Einzelstasten, der Rest ist Bandeseigentum. Ein großes Hemmnis für die Ausdehnung des Eisenbahnverkehrs lsg in der Tatsache, daß die australischen Linien verschiedene -Spuret-' weiten aufweisen. Allerdings hat die Vereinheitlichung Alt Spuren weiten in daa letzten Jahren erhebliche Fortschritte fernseht, so daß sich der Eisenbahnverkehr jetzt im wesentlichst nur noch auf drei Spuren weiten abwickelt. In einem Kontinent, der nur wenige Zentren dichter Besiedlung, verteilt auf einen ungeheuren Raum, aufweist, kommt dem Flugwesen besondere Bedeutung zu. Ohl inneraustralischen Luftlinien bestehen aus subventionierte« Haupt- und Nebenlinien, nicht subventionierten Linien und dem „Fliegenden Krankendienst". Die subventionierten Linien haben die Verpflichtung, Postsachen in jeder vorhandenen Menge zur befördern, und müsset dathalb häufig wegen das beschrankten Raumes Fluggäste sa> rttckwsiseu. — Oer „Fliegende Krankendienst" versorgt die tat' legewn Gebiete Nord-Queenslands, das Nordterritoriums aal YVeetauatrsliens mit ärztlicher Hilfe und Medikamenten. Mitte 1936 waren in Australien 288 Zivil-Flugzeuge regisö 1935 wurden fast 57000 Passagiere befördert. Dem Flugverkehr erst gelang es im Verein mit Automobilverkehr, die entfernten Siedlungsgebiete einem australischen Wirtschaftsgebiet zusammenzufassen, wes die Entwicklung des Eisenbahnverkehrs nicht vermocht hatte. - Die australischen Straßen sind in den Städten una in deren weiterer Umgebung vorzüglich; das flache Lew durchschneiden jedoch nur wehige gute Ueberlandstrsßaa. Konxe.slonl.rt. 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