Jüdische Auswanderung
- Journal
- Jüdische Auswanderung
- Volume
- 1937. Bestand UB Ffm
- Issue
- Herbst 1937
- Date
- 1937-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LÄNDERTEIL V-o rwort Der Länder teil dieses Heftes tragt nicht einen so geschlossenen Charakter wie der des Sonderheftes „Südamerika" vom September 1936, der umfassende Informationen über alle selbständigen Republiken südlich des Panamakanals vereinigte. Demgegenüber bringt das vorliegende Heft in erster Reihe systematische Abhandlungen Über die beiden britischen Dominien Australien und Neu-Seeland, von denen das erstgenannte eine nicht unerhebliche Bedeutung als Zielland unserer Auswanderer zu gewinnen scheint; außerdem aber Informationen verschiedener Art über mehrere Lander, in denen ebenfalls gewisse Einwanderungsmöglichkeiten vorhanden sein dürften. Endlich geben wir eine Zusammenfassung aller wichtigen Einwanderungsbestimmungen des zur Zeit bedeutendsten Eiawanderungslandes für Juden aus Deutschland, nämlich der Vereinigten Staaten, sowie eine Uebersetzung des neuen südafrikanischen Einwanderungsgesetzes von 193? nebst ergänzendem Material. Sp tritt in diesem Heft die Rücksicht auf Systematik hinter der Notwendigkeit' zurück, jedes Land, das. unseren Auswanderern Möglichkeiten zu bieten scheint, der jüdischen Oeffentlichkeit in Deutschland jeweils schnell zur Kenntnis zu bringen. . •*>' Hierbei ergeben sich zum Teil besondere Schwierigkeiten. Einige der behandelten Gebiete sind bisher von jüdischen Einwanderern aus Deutschland nur in geringem Maße aufgesucht worden. Hiermit, sowie mit der Ausdehnung und geographischen Lage dieser Länder hängt es zusammen, daß es nicht immer ohneweiteres möglich war, ausreichende An- * ' , _ »• ^_ - ■ ' •- 1 - in miiihm _ 'i ■ - gaben über alte uns ^praktisch interessierenden r ragen zu sammeln; Über wichtige Punkte fehlt, dem Hilfsverein häufig , das zuverlässigste Material, nämlich die Briefe früherer Auswanderer. Unter diesen Umständen ist sich der Hilfsverein über die Lückenhaftigkeit seiner Informationen durchaus im klaren, aber er glaubt, in der gegenwärtigen Lage auch weniger vollständige Angaben über aussichtsreiche Gebiete veröffentlichen zu müssen — in dem Bewußtsein, daß Pioniernaturen häufig mit noch viel geringerer Gewißheit in ferne Länder hinausgezogen sind und damit für andere erst den Weg gebahnt haben.