Jüdische Auswanderung
- Journal
- Jüdische Auswanderung
- Volume
- 1936. Bestand UB Ffm
- Issue
- September 1936
- Date
- 1936-09-01
- Page
- Seite 74 (sequence 78)
- Language
- German
- Belongs to
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. y . \ •~- ^;-;-,^'H'vv"v-.:.r>>^;,'- ,;.r i / . ■ :y:-v^>#; . .! ••■ .' v;' j.' •-. ■ Ww'-*iääÖt^i Columbien i Columbien ist meto; als doppelt so groß wie Deutschland, an Naturschätzen reich und klimatisch in den höher gelegenen Teilen für gesunde Europäer im allgemeinen zuträglich.,. Industriell noch wenig entwickelt, aber durchaus entwicklungsfähig, bietet1 es vor allem Unternehmern mit etwas Kapital, und l guten Fachkenntnissen, aber auch tüchtigen Handwerkern günstige Möglichkeiten; selbständige Kaufleute mit wenigstens kleinem Kapital finden ebenfalls in Columbien ein Betätigungsfeld. Dagegen bestehen für kaufmännische Angestellte nur geringe, für Akademiker fast gar keine Aussichten. . - Politisch erfreut sich das Land einer seit Jahrzehnten durch keine Revolution gestörten ruhigen Entwicklung. Die Einwanderungsbedingungen sind für deutsche Staatsangehörige nicht ailzu schwer zu erfüllen. . *_*.'* ' •> i i: :.'•»; ts~* ': -r Srito r- $ , .!. Einwanderungsbedingungen . ....... 74 c) Personen, die nur besuchsweise nach Columbien reisen; diese II Das Land 74 - müssen jedoch im Besitze einer in Columbien ausgestellten ' 1. Natur und Ilauntcinteilung des Landes '. '. 74 und von columbianischen Behörden beglaMbi«ten Besehe, 2. Klima und Gesundheitsverhältniase ....... 75 W>»* fe»,.aus welcher hervorgeht, daß dae P: sone* zu 8 Bevölkerung 76 denen sie reuen, für die Dauer, ihres Aufenthalts in Colum 4. Verfassung und Innenpolitik '. '. 76 bieo für ihren Lebensunterhalt aufkomme«; HI. Die Wirtschaft ...... ............ 76 ") Passagiere nac^*ordküstenhäfen Columbiei* wenn es sich 1 Ulgemeines * 76 um Einwanderer handelt, die in abhängiger Stellung mren 1. Wahrung 76 Lebensunterhalt verdienen (Arbeiter, Angestellte); 3. I.andwinschalt .... ** . . r" 77 e) Passagiere "hat* Westküstenhäfen Columbiens (Buenaven 4. Bodenschätze ............ .... . 77 iura), wenn sie im Besitze eines von einem columbiantachen Industrie i ■: . . ■;. j,.............. 77 Konsulat beglaubigten Arbeits- oder Anstellungsvertrage!» 6. Verkehr T . ..... 77 sind; 7. Außenhandel ■•: T 7 ............... 78 f) diplomatische und konsularische Beamte, Würdenträger, die 8. Konjunktur ............. 78 das Land besuchen; Personen, die von der Regierung für TV. Kulturelles............ 78 irgendeine Dienstleistung verpflichtet sind; kaufmännische V. Jüdisches Leben 79 Reisende und Vertreter von Handelshäusern, sofern sie einen \;i i v l t j i ü u L—' ■ an entsprechenden Nachweis führen; Touristen, Schauspieler- VI. Lebenshaltung und Lebenshaltungskosten 80 gesellschaften und solche Personen, die bereits uTunfer. VIT Aussichten für Einwanderer...... . . . . . 80 brochen zwei Jahre im Lande gewesen sind und dorthin VIII. Briefe aus Columbien . .... . . 81 zurückkehren. ' .«!—>','•. Die Konsuln bescheinigen im Paß dieser Fremden, daß sie . L Einwanderungsbedingungen . vorstehende Bedingungen erfüllen,;1 sie werden dann von den '-" ' •.. iv. - . , ... Hafenbehörden von der Hinterlegung befreit. ■ 1- Eihreia.ebestimmüngen . .' .._. , * „ . , ' , ■' V- , , ••. Zur Einreise bzw. Durchreise ist ein Visum erforderv .Der h>«*rff8te Bet™8 w,rdrt **. AaaWZJ*£] lieh. Der Einreisende hat vor der Ausreise persönlich auf dne* Landes von der zuständigen Behörde des dem zuständigen Konsulat zu erscheinen. Vorzulegen sind: na* J. Deutscher Reisepaß. verflossen ist und der Leiter der Behörde,.-bei der die 2. Amtsärztliches Gesundheitszeugnis, in dem bestätigt wird, Hinterlegung erfolgt, in befriedigendem Umfange fesl-- daß "de* Fremde nicht unter schweren chronischen, anstellt, tiaß der Auslander sich in dauernder und ernst-, stakenden (ideT-^eisteskraniheiten leidet und daß er nicht hafter Form niedergelassen hat. chronischer Alkoholiker, daß er frei von Bewegungsstörungen ■ .. ■ .t- und nicht epileptisch\ ist, und schließlich, daß -er keine « M «1 #J„ ». <T A *i - I t berauschenden oder giftigen Droge» gebraucht. Der Konsul 4" Me,dung Aufenthalt (, bescheinigt diese Urkunden kostenlos; der Ausländer muß Einreisende Ausländer müssen sich bei der Fremdenabtei* sie im. Landungshafen dem Hafenkapitän vorweisen. lung der, nationalen Polizei in Bogota melden, in anderen 3. Ein Führungszeugnis, das einen ununterbrochenen Zeitraum Ortschaften bei der Bürgermeisterei oder der entsprechenden von* fünf Jahren umfaßt nnd von der zuständigen Polizei- B*börd*' and '»ar innerhalb eines Zeitraumes von behorde ausgestellt ist. In diesem Zeugnis muß ausgesprochen 'ünf Tagen nach der Ankunft, damit sie nach Prüfung ihrer sein, daß der Antragsteller in kein Strafverfahren verwickelt sonstigen Papiere einen Personalausweis (Cedul«) gewesen noch verwickelt ist; Dieses Zeugnis darf nicht älter erhalten. als 30 Tage sein, gerechnet von Tage 3er Auastellung des (Nach: ,JDeutsche Pafivorsckriftan und Einreisebestimmungen Visums. ^- des Auslandes". Herausgegeben tum der Industrie- und Handels- 4. Zwei Lichtbilder. kammer Stuttgart, Juli 1936.) 5. Impfschein über erfolgte Pockenimpfung, nicht älter als , -. ' * zwei Jahre. Das Land ^Personen, welche ihren ständigen Wohnsitz in Colum- , «„♦.,. „La ulk « . T ± bien haben und sich in Deutschland vorübergehend auf- *' N^ur und HaUpteinteilüng des Landes halten, benötigen ein Rückreisevisum. Hierzu sind vorzu- Columbien bedeckt eine Fläche von 1162 000 qkm, <fc/ h. legen Paß, Cedula,-zwei Lichtbilder. '?* »t etwa zweieinhalbmal -so. groß wie das heutige Deutsche Reich. Seine Bevölkerung, dürfte etwa 8,5 Mil- 2. Gebühren 1 innen Seelen umfassen; die Bevölkerungsdichte würde Visum für einmalige Einreise, einen Monat gültig, 0,50 smedemnach, mit etwa sieben Einwohnern pro Quadratkilorikanische Dollar. Visum für mehrmalige Einreise, sechs Monate meter, kaum mehr als ein Zwanzigstel der deutschen gültig, 2 amerikanische Dollars. betragen. Im Vergleich zu anderen südamerikanischen 3. Landungsgcld Staaten ist das Land aber dicht bevölkert. Vor der Emschiflung im Ausreisehafen ist an die duJ-,n SKaPth;8cher "ins^L wd C^umbien vor allem Schif fahrtsgesellschaft einLandungsgeldinHöhe ftft M! e rf„ ,?nd ÄS^ÄI von 100 columbianischen DolTafs zu entrichten. J Hl \ ril dL £ \^ x*.hJen,,°*! d" Cur" Von der Beibringung des Lsndungsgeldes sind u. a. be- *3£&L*1**A?™**™ MM ln |reit. -» -e> ganzen L&ngsausdehnung nordsfldlich durchziehen. a) Passagiere der L Klaas«; , ■ t Zw,i-Meer-Lmd hat Columbien seit der b) Personen, die im Besitze einer besonderen Einreiseerlaubnis Lostrennung Panamas als selbständige Republik an Be- / sind, in welcher die Befrehing von der Zahlung des J.andeutung verloren; doch bietet auch jetzt noch die Lage dungsgeldes vermerkt sein muß; , , .mi Pazifischen und um Atlantischen Ozean dem colum- U ' " " ' ' " ' ' ' V ' r- , »■ , - r ... >• ■• .'• -!■■ ■■■ , . J v ■ V ■; ,; , , \- $ , :.• . 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