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Jüdische Auswanderung · 1936-09-01 · September 1936 · p. Seite 25

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1936. Bestand UB Ffm
Issue
September 1936
Date
1936-09-01
Page
Seite 25 (sequence 27)
Language
German
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r Stück Rindvieh, 6,4 Millionen Schafe und 1,4 Millionen Schweine geschlachtet. Allein e i n e Fabrik in Buenos Aires ist imstande, tägiich 5000 Stock Rindvieh und 10000 Schafe zu verarbeiten. — 1034 exportierte Argentinien 350 000 t tiefgekühltes und 31600 t gefrorenes Rindfleisch, 61 000 t Büchsenfleisch und 48 500 t Hammelfleisch. Neben gesalzenem, getrocknetem. Gefrier- und Tiefkühlfleisch stellt die argentinische Fleischindustrie auch Wurst, Zungen- und andere Fleischkonserven her. Die älteste der Fleisehverarbeitungsarten ist das Trock. nungsverfahren. Das in Scheinen geschnittene Fleisch wird in der Sonne gedörrt. Man verwendet zur Herstellung von Trockenfleisch nur minderwertiges Vieh und hat sich schon seit längerer "Zeit auf andere Verfahren umgestellt. Heute steht die- Gefrier- und Tiefkuhl-Kleischproduktion im Vordergrund. *Ti e f kühl fl e iseh wird, im Gegensatz zum Gefrierfleisch, ' nur auf etwa minus 1 bis minus 2 Grad C abgekühlt, in weichem Zustand verpackt und verfrachtet und muß kurz nach, der Ankunft im Bestimmungslande verzehrt werden. Das Gefrierfleisch gefriert dagegen bei etwa minus 6 bis minus >, Grad C, wird in hartem gefrorenem Zustande" verschifft und ^nuß vor Verbrauch erst aufgetaut werden. Es ist weniger empfindlich als Kohlfleisch, dagegen von etwas schlechterem Geschmack. Die Erhaltung des Nährwertes ist bei beiden Verfahren die gleiche. Wie die Fleischverarbeitungsindustrie sich auf der einzigartigen argentinischen Viehzucht aufbaut, sodie Mühlenindustrie auf dem Getreidebau. .-------- Der argentinische Weizen wird zum großen Teil im Lande selbst vermählen; die Mühlenindustrie ist nach der Fleischindustrie die bedeutendste des Landes. 1934 wurden^!,* Mill. t Weizenmehl in den 184 Mühlen des LiuiUi susgemahleB, von denen etwa der zehnte Teil, hauptsächlich nach Brasilien, exportiert wurde. ' k /. Hinter diesen Industriezweigen, die auf der Grundlage der argentinischen Landwirtschaft groß geworden' sind, treten die eigentlichen Fertigwaren-Industrien zurück. 75°,o seines Bedarfs an Fertigwaren muß Argentinien einführen. Doch gewinnt die Fertigwaren- Industrie immer stärker an Bedeutung. . Den ersten großen Anstoß zu ihrejk Entwicklunggab der Weltkrieg, weil Argentinien sich gezwungen . sah, einen .«..*■: V; -*s ' ■ . i " - % Teil seiner Gebrauchsartikel selbst herzustellen, da europ&ische Waren nicht erhältlich waren. Einen, weiteren starken Auftrieb erhielt die Industrialisierung' in Argentinien, wie in den meisten anderen südamerikanischen Staaten, gerade durch. die W«ltwirtsehaftakrise. Da zuerst die Weltmarktpreise für Agrarprodukte, wie Weizen, Wolle, Hinte usw. sehr viel starker fielen, als die Preise für Industriewaren, sah sich Argentinien außerstande, die früher übliehen Mengen von Importwaren zu kaufen und würde zur Eigenfabrikation gedrängt. ' Auch die Devalvation des Pesos durfte dar argentinischen Industrialisierung zugute gekommen sein. Daß bei dem industriellen Aufschwung diejenigen Industrien den Vorsprung haben, die' hauptsachlich einheimische Rohstoffe verwenden, bedarf keiner weiteren Begründung. Diese Entwicklung zeigt sich besonders in der Textilbranche, die 1932 schon 289 Betriebe umfaßte, und innerhalb .dieser Branche bei der Wollindustrie, der 26 große Betriebe angehörten. Damals wurden schon zwei Drittel des Wolltextilbedarfs Argentiniens durch die einheimische Industrie gedeckt. Das Einfuhrdrittel besteht hauptsächlich ans Kammgarn und Kammgarngeweben. <K _ f.ine der größten und modernsten Wollspinnereien und -webereieil in Buenos Aires ist in jüdischen Hladen. Es werden dort 900 Arbeiter, davon ein Drittel Juden, beschäftigt. Die Baumwollindustrie hat sich in letzter Zeit unter hoham Zollschutz gut entwickelt; doch wurde nur ein Drittel der argentinischen Baumwolle im Lande selbst verbraucht. 1934 bestanden 27 Betriebe" der Baum Wollindustrie mit 11300 Beschäftigten. Die Trikotagen-Industrie isj yon Einwanderern aus Polen und Rumänien begründet wordenfc^Größere und kleinere "Werkstätten, in denen 1 bis 20 Maschinen tätig sind, befinden sich in jüdischen Händen. Aach die Seiden industrie hat große Fortschritte gemacht, obwohl dje Seidenraupenzucht noch sehr in den Anfängen -steckt,- so daß ein großer Teil .des Rohstoffes importiert werden muß. Immerhin deckt die Produktion der 40 Betriebe dieser Industrie (1934) nahezu den inlän- 5jv.*j3.;.te*:>< rffo>4f'*V^*& : }jft&$*ft ■ »..} '■■&>.',.-hilVWii W -jeV T ' ' 4 "; Internationales *t*ffl 0*00«$ **>fpä;1fitvt!f ■ * ■' & Ol}*.-, > >"(■ '-ttWf -rvSO- •*j'3 ''31*.;'••-.*: $1 ' _"' ' ■'•■■' - 14 ' ' •'• ' ' " ' ' " L V .-j^pi.;fiM ^^Wwmtw ntiHW * Ot'JS •■' *:*~".v; SS WsM$*^. si'i*& >*ttW^;»u **fd*ia»S Berlin C2 Frommelstraßi 1 ä , Tel.D2Weidend.0622,DlNorden0394/<HinterderGamisonkirchc> f . . Transporte aller Art i . ■ ' •.. ■ . . Spez.: Ausland* u. Ubersee "Traipptorte' Unentgeltliche Fracht» und Zoll-Auskünfte / Umzu^» Beratung sk . Vcrtragsspcditcurc des Raiästinaamts ' (>\

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