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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1934-08-01 · August 1934 · p. Seite 32

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1934. Bestand UB Ffm
Issue
August 1934
Date
1934-08-01
Page
Seite 32 (sequence 34)
Language
German
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wenn man die Familie mit 5 Persoiten annehme, 89 236 Köpfe. In deri^.12 Monaten von September 1932 bis September' •1933 seien 2835 Familien 'und 6907 einzelne Maimer, d. b. etwa - 21 000 Köpfe, auf diese Weise untergebracht worden. t Die Einwanderungsfrage **-d in Kanada wieder diskutiert. Der Gewerkschaftskongreß nahm in seiner letzten Jahreszusammenkunft eine Resolution an, in der die 'Aufhebung Irgendwelcher Einwanderungsbesthrinkungen bekämpft wurde. __,^eneralrnby sprach sich andererseits für eine Wiederaufnahme unterstützter Einwanderung britischer Siedler aus. Daraufhin erfolgte auch bereit« eine Interpellation. Im englischen ' Unterhaus gab der Sekretär für Dominionsangelegenheiten, I. H. ' Thomas, die Erklärung ab, daß es sich seines Erachtens bei diesem Vorschlage nicht um eine unmittelbare Wanderung'von '■ England nach Kanada handle. Nachstehend geben wir zurzeit geltende Einreisebestimmungen wieder. Im' Jahre 1934 hat Kanada die Einreise für Landwirtsfamilien nach «amtlichen Provinzen freigegeben, wenn. dieselben über ein ■ Barkapital von je 1000 kanadischen Dollars' außer den Reisekosten ver- -fügea. Die Einreise in Kanada muß in der Zeit* vom 15. Mirz bis - ruin 15. August 1934 erfolgen. Bedingung ist, daß diese Familien sich in den letzten zehn Jahren ausschließlich oder__fast ausschließlich in der Landwirtschaft' betitigt haben und vollkommen gesurid sind. J ' Nach den atlantischen Provinsen Neu-Braunschweig' and Ncu- Schottland können auch in diesem Jahre wieder alleinreisende Landwirte einwandern, wenn' sie ein Barkapital von mindestens 1000 kanadischen Dollars außer den Reisekosten mitnehmen. < - Nach allen'Provinzen Kanadaswerden auslassen: Ehef ration und Kinder unter ,18 Jahren, die zu ihrem in Kanada ansässigen' Ehemann bzw. Vater reisen, erhalten auf Antrag des in Kanada befindlichen Familienoberhauptes eine besondere Einreiseerlaubnis, weftn dio von der* kanadischen Regierung gestellten Bedingungen erfallt sind. •■ , - . '; .— ' Verlobte. Weiblichen Personen, die nach Kanada reisen wollen, um dort erheiraten, erteilt die kanadische Regierung auf Antrag des in Kanada -ansässigen - Bräutigams die Einreiseerlaubnis, wenn derselbe die -von der kanadischen Regierung gestellten Bedingungen erfüllt. ,;: B0ckrèjrende. Personen, die langer als "ein Jahr jn Kanada . ansässig waren und nach einem Aufenthalt cum 'B^sucho in Europa innerhalb eine* Jahres nach Kanadaiurückkehren. wisd "die Wieder-, einreise nach Kanada Von dem kanadischen 'Einwandertmgskommissar '.in Hamburg gestattet, wenn sie den Nachweis erbringen! daß sie in Kanada eine Arbeitsatelle haben. Alleinreisende Personen müssen außerdem im Besitze von 100 kanadischen Dollars Landungsgeld sein, sofern . sie noch nicht fünf Jahre in Kanada waren. Dieter Betrag /miß bei Beantragung des Rückreisevisums dem kanadischen Einwaridcrungskommissar in Hamburg vorgewiesen werden. Diese Bestimmung gilt nicht für Ehefrauen, die zu ihren in Kanada befindlichen Ehemannern zurückkehren. * ■ . Das Visum, wird'des weiteren erteilt auf Grund einer vom. Arbcitaministerium gegebenen Erlaubnis, wofür Angehörige von speziellen Berufen — wie Akademiker.— eventuell in Frage kommen. Die Visen werden durch einen kanadischen Aoswandcningskoramissar auf. dem Kontinent erteilt. »■'.-'.' In einem vom „Nachrichtenblatt der Reichsstelle füV das Auawanderungswesen" .'publizierten Brief ist folgende Schilderung .von der Situation gegeben:---,------ „Die großen Städte sind überfüllt mit Arbeitslosen. "Um nur zwei- Beispiele zu nennen, hat Edmonton mit etwa 100 000 Einwohnern gegen 5000 unterstützte Familien und dieselbe Zahl arbeitsloser unverheirateter Leute. Montreal mit'fast 1000000 Einwohnern hat allein' 45 000 arbeitslose Fauiiücncrnährer. Soweit es sieh um Familien handelt} wird für diese Leute sehr gut gesorgt. Anders steht es mit de,* jungen Lcuteu, mit denen . kurzer Prozeß gemacht wird, iuduni-iuaè-'. sie in größere Arbeitslager sehiekt. Komfte der Neuling früher ii» wenigen Erntewochen weit mehr verdienen, als er zum Lehen brauchte^ so reicht der Verdienst heute in den lw.Um Fallen gerade zur, Kleidung. Lebenshaltungskosten. In der vom kanadischen Arbeitsministerium herausgegebenen Monatsschrift „The Labour Gazette" vom Oktober 1,933 werden die wöchentlichen Lebenshaltungskosten einer fünfköpfigen'Arbeiterfamilie in 69 Städten des Landes veröffentlicht. Die Zusammenstellung bezieht sich auf den Monat September J933 und den gleichen Monat der Vorjahre bis 1914 und umfaßt die Kosten für Lebensmittel, Starke (für die Wasche), Licht, Heizung* und Miete. Eine Gegenüberstellung der Durchschnittszahlen für- September der Jahre, 1914, 1999 und 1933 ergibt im einseben folgendes Bild. Wegen Raarn mangels werden die Zahlen nur für diese drei Jahre wiedergegeben. Es muß berücksichtigt werden, daß sich infeige des Weltkrieges bereits im September 1914 ein Antieben der Preise bemerkbar machte. Gegenstand Menge 1JU Cents 19« Cents IBSS Cents Rindfleisch, Lende Rindfleisch, Schulter Kalbfleisch, Schulter - Hammelfleisch Schwciri«Xlei>_ch, frisch Schweinefleisch', gepökelt Speck Schmalz r Eier MiBsh ■ ■ > ■■ Butter Käse Brot Mehl - ■Haferflocken Reis Bohnen Apfel, Konserven Pflaumen, Konserven Zucker Tee Kaffee Kartoffeln . ' > Esaig . Alle Lebensnuttel Starke für die Wische Heizung und Licht Wohnungsmiete ','< -Monal 900 g 900 g< 450 g 450g me 900 g 460g 900g 8 Dtzd. 6Ltr. Jl 900g 6750 g 4500g 2250 g 900 g 900 g 450g 450 1 2700 g 225 g 112 g 13V» kg -Vi« hix. 150 g : 60,6 36,0 18,0 21.4 20,8 87,4 .20.7 «7,4 61.8 50.4 91,9 41,8 66,0 . 38^1 84,6 13,2 ' 13,4 i 13,7 m 483 19,7. Wil— 84^ 03 7^3 139 439 J75.2 46,6 84,6 r 31,6 32,6 673 413 43,8 48,9 72,6 102,6 66,4 1183 64,0 82,0 20,8 833 913 14.2 42,0 29,6 l6'1- 753 1.0 11.61 - 0341 8,85 . 6,98 44,0 83,0 11,8 18,8 17.« ' 31,9 813 25,6 38.9 663 663 39,2 88,5 88,0 85,0 16,0 83 15,6 12,0 47,6 913 10,0 473 0.9. 734 0,04 2,83 6,67 Zusammen f 1434 2131 15/78 Die angegebenen Zahlen sollen kein Existenzminimum,.sondern den durchsClmittlichen Verbrauch der Familie eines in Arbeit stehenden Mannes. darstellen. Unter Berechnung der Ausgaben für Kleidung und Unvorhergesehenes, würden sich. die Lebenshaltungskosten um etwa 60'v. H. erhöhen. '>.-.'. - < ''.'.'•' ' . -'• Medizinische Fakultäten in Gjuntd a: ' ,' •*"*.. *""Üniversity ' of Alberta 'Faculty of Medicine, ,. '•, k Edmonton, Alberta ßjahr. Lehrgang University of Manitoba Faculty of Medicine,. Winnipeg, Manitoba- , •-'• , Dalhousie Universitv Faculty of Medicine, Halifax, Nova -Scotia " > » - University of Toronto Faculty of Medicine, Toronto-, Ontario -, * Queen's University Faculty of Medicine, Kingston, Ontario *•.'.-. University of Western Ontario Medical School, ndot 6jahr/ 6jShr. 6jahr. 6jshr. London, Ontario McGiU Universitv Faculty of Medicine, Montreal, ' ~ Quabac ' - University of Montreal Faculty of Medicine, Montreal. Quebec - ' i - ' i**al Universiljr Faculty of Medicine. Q.»»h~- ~ __ '"Quebec .-■--•* öjahr. University of Saskatchewan School of Medical Sciences, Saskatoon, Sask- —-" «? Sjahr. tàsi :_. ' - 5• •'; - >'?*>'. - : •..»»« >■, Lehsgang Lehrgang i» Lehrgang Lehrgang Lehrgang Lehrgang! Die Lageder Farmer ist im bestendadurch4'gekennzeichnet, daß in den letzten - Jahren sich die, Falle häuften, in denen der Erlös von verfrachtetem Vieh oder Schafen nicht zur Bestreitung der Transportkosten ausreichte und dabei zugezahlt werden mußte. Weitere Beispiele hierzu: Ein benachbarter Farmer verkaufte ins Herbst J933 einen fetten Stier von'.1000 Pfund' und erhielt, netto 8 $ (nach heutigem Stand ^eiwa 20 HM 1 Die $chwcmepreise schwanken: Um Winter 1932 brachten 100 Pfund Lebendgewicht 8> i?, im Winter. 1933/34 6 f; der" Farmer muß — wenn er existieren, will < —' jedoch 10 $.. je' 100 Pfand .haben. Ebenso erfordert die. Existons " des kanadischen Weizenbauers einen Mindestpreisvon 60 cjent je "'bushel (65 deutsche l'rlneprovjruen in den, i r. - letalen Jahren mit 35 bis 40 cent «frieden sein mußte.' 32 Ï fr; Xt r*h «. Vereinigte Staaten Y on t A m e^T i k a E i n w a n d e r u n g s p o 1 i ,t i k. Nach der Verfügung des amerikanischen Präsidenten* vom September 1930 wurde die Ausgabe von Visen, die In das Ermessen der amerikanischen Generalkonsulate gestellt wurde, außerordentlich eingeschränkt. Es solj dariach die Möglichkeit ausgeschaltet werden, /daß der »Eingewanderte der 'öffenl- lieh kr ii zur Last fallt; U werden Mittel verlangt, die auf iml>r-iimmir Zeit den Lebensunterhalt ermöglichen, und «» «erden Kenaue Nachweist 3ber Besiti and Kinkoiinnen das ÄuswanderungawiUsgten wi» seiner Verwandten «in den Vereinigten 'Staaten gefordert. >v- , ,., ...- , tr.y.

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