Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Journal
- Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Volume
- 1934. Bestand UB Ffm
- Issue
- August 1934
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 23 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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3; / '.'•SfeTV * /> / Du Land hat viele Nstuischoohcitco, große Mineralreichtümer in Gebieten, die man beute nur mit dem Pony passieren kenn, und die twcifellot eine bedeutende Zukunft haben, JedfL Art von Großwild ut vorbanden, so daß. für Abwechslung gesorgt ist, solange der Siedler ein Mensch von Titkraft ist, nicht rn.it der Idee kommt, Reichtümer su ernten, sondern nur ein gans und^gar^ freier Mensch sein will; der seine Kinder tu freien Mensehen »fliehen mil. Kür Kaufleute und--Wenn- und Aber-Naturen 'ist keine Chance. .Der chinesische Kuli ist fleißig und gutmütig. Ér liebt es nur, wahrend der Regenzeit in die Heimat zurückzukehren. Menschen mit Tatkraft und soviel Geld, daß sie in Ruhe die . Sprache erlernen können, sowie Umschau halten, werden dart eine Heimat finden können. Allerdings darf sich niemand der Vorstellung hingeben, daß er auch nur annähernd eine Atmosphäre vorfindet, wie er sie von tu Hause gewohnt ist. Die Bevölkerung ist eine in ihrer Mentalität von der euTx>pa1»£hèh "granJ^tj^Jyedene. Der Neuankömmling wird lange Zeit ganz auein auf seine Bücher angewiesen sein, soweit ihm freie Zeit verbleibt. Da aber alles letzten Endes eine Macht dar Gewohnheit ist, und ich sowohl in Kashmir ils auch in Burma und den Shanstaaten eine, groß» Anzahl glücklicher europäischer Familien angetroffen habe, wird es auch deutschen Juden möglich sein, sich einzugliedern, sofern., sie tatsächlich den ernsum Willen haben, tu einem natürlichen freien Leben der Arbeit oder noch besser dea Landwirts, dar auf seine eigene Kraft baut, zurückzukehren. Zweckmäßig würde ea sein,' wenn die Ansiedtung in Gruppen erfolgt, so daß die einzelne Familie nicht gant auf sich selbst angewiesen ist. Für die' AnsiedTung in den Südshanstaaten' kommt für den Beginn das Gebiet zwischen Kalaw, Taünggri und Loilem in Betracht. Wegen der Bedingungen für Landzuteilung wendet man sich an den British High Commissioner of the Northern and Southern Shan States in Tsunggyi S. S. S. Burma. t Für die Ansiediung in den Nordshanitaaten kommt das gante Gehtet an der Eisenbahnlinie von Maymyo aufwärts bis Laibio in Betracht.; 'r*'■ f •■'■•^ *•>•;'.-• '.'■■>11 'w Aussich tun für Arzte Ober die Frage, ob "das deutsche Arxt-ediplom in Indien güllig ist und-ob es möglich ist, mit dein deutschen Diplom su praktizieren, liegen verschiedenartige Informationen vor: . Die Aufmerksartritelf deutsch-jüdischer Arzte, die in Indien zu praktizieren wünschen, wird auf die Tatsache gelenkt, daß sie naçh dem indischen Ärzte-Gesetz als praktische Arzte nicht1 registriert. Werden, können, sofern sie. nicht.' ärztliche - Examina ducchgemacht haben, die von Institutionen in Großbritannien, den Dominions oder Indien festgesetzt sind. Es wird, ihnen. daher geraten, sieb in 'einem' der anerkannten Institute in -Großbritannien die Qualifikationen xu beschaffen, bevor sie nach ' Indien kommen. Einzelheiten bezüglich der anerkannten ärztlichen Grade können vom India Hoose na/London erlangt werden. — Unter Jen gegenwärtigen Bedingungen is,t fremden ' uniegistricrlen Ärzten erlaubt, in Indien zu praktizieren, aber sie sind ausgeschlossen vom linterzeichnen von' Totensclreinen, ärztlichen gesetzlichen Dokumenten und Einziehung ärztlicher ' Gebühren. Ferner wird kein registrierter die Praxis' ausübender Arzt sie in ^irgendeinem Falle konsultieren, aus Furcht, daß sein Name ans der Liste anerkannter, registrierter Praktiker entfernt wird. Es greift eine lokale Agitation Platz, alle fremden Ante zu verhindern, in Indien xu praktizieren.-- Des weiteren sind die folgenden Informationelt gegeben worden. In Frage kämen: Augenärzte, Larvngologen und Frîtieriirxle. Als Levenskosten für einen Arxt werden 500 Rs per Monat ■ »ciin es sein muß, weniger) angegeben. ■ . / . Wir lassen eine Auskunft des India-Office, London, folgen: Es wir4 mitgeftilt, daß niemand,'and' nichts jemand kann, gswchgalUg, *b'Examina bftuné^- Wurden sind „ zu. leisten, so werde er gebeten, alles nähere direkt an das „Office -for Coram uni cation to the Government of India," zu senden, Hinzugefügt wird noch, daß ein Deutscher seinem Ge- , such die Bestätigung beifügen muß, daß er sich im Besitz eines deutschen Passes befindet, der durch einen britischen Konsul oder eine ändere ' Paßstelle ' gültig für Ausreise nach Indien visiert sein muß. "-- <>vvS "«♦»er Vollständigkeit halber führen wir! auch noch nach- . siehenden Bericht vonjSnde Mai an: ' V ' Jüdische Einwanderer werden hier gern gesehen. Indien ist ein sehr tukunitsreichet Land. Es wire gut, wenn sich Fabrikanten mit genügend- Kapital hier niederlassen würden,' vor allem natürlich in Städten wie Bombay oder Kalkutta. In Bombay sind Ante, die glänzend zu tun. haben. In Betracht Urnen Kalkutta, das. smffaHenderweiae hintangestellt worden ist, Madras, Delhi und andere Plätze, wo auch noch niemand ist. Dabei braucht man« kein besonderes Examen. Der Arzt, der sich ohne englisches Examen niederlaßt, gilt zwar offiziell als Kurpfuscher. Aber darum kümmert sich hier im Orient kein Mensch, und der einzige Unterschied ist, daß ihm die englischen Kollegen " nicht assistieren werden, worum sich hier aber niemand kümmert, und was auch gesellschaftlich nichts bedeutet. Hat er englisches Examen, um so besser. Er braucht für etwa 3—6 Monate Mittel, dann sollte er sich seihst erhalten können. Die Wohnungsfrage bedeutet aber immer eine 'Schwierigkeit. Natürlich sollte aber kein tu großer Strom von Anten hierher kommen, um nicht Widerslände zu wecken, die-tatsäch- - lieb latent vorhanden sind. Es hat bei der Ankunft der enlen deutseben Arzte in Bombay welche" gegeben, worauf sich Madras sofort bereit erklärte, sie aufzunehmen. •'» V - * Bombay Folgende spezielle Informationen über die. Lebenshaltungskosten in Bombay sowie das dortige Klima erhielten wir durch die Freundlichkeit der Reicbsstellefür da* Auswanderungswesen: Die Lebenshaltungskosten in Bombay—betragen für eine Person etwa 400^600 Rupien im Monat (1 Rupie rd.'L-RM.). Davon' sind auf Unterkunft und Verpflegung, d. h. auf' ein möbliertes Zimmer mit Verpflegung, 256—300 Rupien - xü rechnen. Bei längerem Aufenthalt und Kenntnis der Verhältnisse »viril man möglicherweise billiger leben können. - , , t Das Klima' in Bombay; ist rein tropisch mit einer Jahresmitleltemperatur von ,26,2 und einem monatlichen Mittel von 20,20 (Mai) und 23,6° Ç (Januar). Die Luft ist meist feudi i beiß, besonders in den Moniten Juni 'bis September (Regen-, xeit). . ■' •''« '.-• . •._v- Japan .. „." " ■ Eigentliches Japan: 332100 iikni. Bevölkerung: 64448 000. Aulienbesilziuigen: 292800 ejkm. Bevölkerung: 25946000. Kuan lung-Provinx:' 3460 qkm. Bevölkerung: 9560U). Auftragsgebiet des Völkerbundes: 2150; qkm. Bevölkerung: 70000. Tokio: Be . Völkerung: 2070 500. Nach Angaben vom J. 1931 lebten in Japan etwa 500' Juden, und zwar in Yokohama etwa 200, Kobe — 1200 ' und Einzelne in Tokio. Ea sind dies xum größeren Teile-Flüchr- IKige aus Rußland, sodann englische'and amerikanische Juden. Seither sind vereinxelt 'auch deutsche Juden hinzugekommen. * ■ Wahrung: 1 Yen - 0,75 RM.^ Goldparität 2J»2 RM._ _— Die Zahl der japanischen Einwanderer, die nach Brasilien 1933 zugelassen wurden, war 24 000. Die brasilianische Regierung instruierte den Konsul in K o be, 27 100 Personen zur Auewan- -ilvmng naali Brmilisn durch dia jiipiniiriif 0 v 6t i e H.Ü CUV ode jipa ropmen.t Company' während des Jahres 1934 Visen zu betltçhs, «Trh in" Indian ftpn« mutieinjarsSn l*ri>attira»is Vn griiiwWüTp allerdings kann der Betreffende, falb er nicht gerader die medizinischen Qualifikationen besiut, die, in der von ihm gewäblbsto Provinz wrfingt werden, nicht Tauf eine. Anstellung .in einem Hospital rechnen,'auch nicht ajsr medizinischer Sachverständiger au Gerichtsverhandlungen zugezogen .»erden. Die Bestimmungen sind ganz verschiedener Natur in den einzelnen Provinzen, und infolgedessen ist es ratsam, sich direkt an den ..Registrar of the Medical Council" derjenigen Provins ta wem lei t. in dei Meli der Betreffende niederzulassen beabsichtigt Was die Arststellungen anbelangt, die durch die britische Regierung in Indien vergeben werden, so werden sie — mit einigen* wenigen Ausnahmen —« nur britische n Untertanen zuerteiH:. Falls der Aral, um den es sich in diesem Falle handle. Neigimg hat, wissenschaftliche, medizinische Forschiingsa'rbeilmi ■ *"' ' •. * b ' - ". * ' I I I ■irt.'"- <••', . - , > ■: , ■ if , V ■;■ r-• ,'- 1.1 Vi •■ ,| . i , I \ I . »-» W * t \ v . -I :• 'l : '/'■' ■" f ..'iy i .• * W, ■«: ' . ■ •■•.*■.' ^.'. * ■ . 1 v k,.' i >-v; V'.' . ' ./7 ,:•\[ '; v- --.v. Die nachstehende ausführliehe Schilderung eines Auswanderer! ist uns von A n > 1 ö - II i c e m, London, freundlichst zur Ver- —fflgung gestellt woroeav , . - - l -—-* . i-—* „In Japan,'wie überhaupt im-Fernen Osten, ist der Lebensstandard dermaßen verschieden von dem Mitteleuropas, daß von vornherein eine gante Reihe von Möglichkeiten auszuschalten ist. Ich werde im'einzelnen noch darauf tu sprechen kommen. Piir die Einwanderung von Deutschen nach Japan ist kein Paßvisum notwendig. Es ist also y jedem Inhaber eines gültigen deutschen Reuepasses ohne weiteres — ohne „ijliow-Money" usw. — gestaltet, sich in Japan, einschließlich Formosa) Korea und dem Pachtgebiet von Kuantung niedermlassen. ' " J Japan ist bekanntlich ein Länd[ mit sUrtem BevOlkerungsübcrschuß, für Siedler ist also kaum mehr Platt. Im et(|telnen ist tu bemerken: Die Gründung^ kiemer Fabriken. mit geringem Kapitalaufwand ist an - sich durchaus omt Möglichkeit, Leute mit eigenen ti-^hnischen Verfahren *i—y. \a . / ■'__■ Ii . - 4' >'■' /*.*■ v _< T. {*,■"--i •. , . oo '• . > '!-. . ' [V V W$ Ï. <- . : i*