Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Journal
- Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Volume
- 1934. Bestand UB Ffm
- Issue
- August 1934
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 7 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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i I ■ - vor der Fruchtreifo dar Pariser Gegend. Es gedeihen Palmen. Lorbeer, Uuchsbtum und Myrte .im Freien. / ., Insgesamt können mindestens 100'• Schüler in den bisherigen Gebäuden untergebracht werden. Die Dauer der Ausbildungszeit betragt 1—2' Jahre. Die Ausbildungszeit ist kurier «der langet je nach der Anstelligkeit des Scholen. -Die ersten iwei Monate gelten beiderseits als Probezeit. Dia Ausbildung wird möglichst individuell gestaltet. Infolgedessen ist es mögl idfi, neben jungen Leuten beiderlei Geschlechts such alteren Man- ' '•. sehen bis tu 40 Jahren (in der Regel) zur beruflichen Umstellung zu verhelfen. Für Ehepaare sind besondere Unterkunf^smoglichkeiten vorhanden Ehepaare mit .Rindern haben Gelegenheit, ut* Mietswohnungen in Born oder in Villcreal wahrend der- Ausbildungszeit, ihreneigenen HaushaH billig zu fähren. _ Die Kotten der Ausbildung, Verpflegung und' Unterkunft betragen für die auf dem Gul wehneiiden-Schüler 76 SM. je Kopf und Monat, datu treten monatlich 3 RM. für Kranken- und Unfallversicherung. Die Festsetzung der Kosten für solche Familien, die wahrend der Ausbildung einen eigenen Haushalt führen, unterliegt in jedem Fall beonderir .Vereinbarung. Auch für Kinder tritt eine Ermäßigung des ' Verpflegungsgeldes nach Vereinbarung em. Die Verwaltung des Lehrgutes stellt sich schließlich die besondere Aufgabe, far die ausgebildeten Schiller, soweit -tie nicht nach Palastina gehen wollen, weiter zu sorgen. Je .nach 'den individuellen Verhältnissen geschieht das durch Nachweis von landwirtschaftliehen -Arbeiteröder Gärtnerstellen, auch Pachterstellen oder durch Ansetzung ■f . w ab Siedler. Etwaige Überschüsse lus^^sr Bewirtschaftung des Lehrguts wetzten zur Schaffung von FreUletlim für unbemittelte Schüler verwandt. Lehrgut Chi t e au de Petitville, Normandie \'; Folgende Lehrkräfte sind vorhanden: ein franzosischer Obcrgärtner, zwei französische Girtner, «ine normannische Frau (fermière) für V ieh- und KiseWirtschaft, ein Mann für die Obstbäume, der zweimal wöchentlich kommt und theoretischen und praktischen Unterricht erteilt. , Die Schülerzahl soll nicht 26 Personen überschreiten. Der Pensionspreis betragt 540 Frs. monatlich inkl. Der verhältnismäßig hohe Preis ist durch die sehr teure Gegend am Meere, gerechlfertigrr Die Ausbildung ist sigwitliçh-für snkfie juiureii, Leute •gWzchtj die — bzw. i deren .Angehörige — über gewisse Mittel . Verfügen,' und sich später ein kleines Gilt kaufen .oder pachten wollen, -die wohl Arbeitskräfte beschäftigen' werden, aber trotzdem die Überwachung und die Leitung der Wirtschaft, selbst füluvit. können. ■ i.' — -XDer normale Schüler" bleibt im allgemeinen lifo Jährt. Im ersten Jahr, wird' er allgemein ausgebildet una im nachfolgenden halben Jahr auf einem bestimmten .Gebiet, das ihn besonders interessier!, spezialisiert (Milch-, Käsewirtschaft, Geflügel, Obst, gemischte Landwirts, ball usw... Hauptsächlich wird in der Normandie: Milchwirtschaft betrieben, der. Boden ist kräftiger Marschboden (Vie m Schleswig-Holstein). >•:. " . > m : ■• Die DurcJuKhnUtsiahlen der Approbationen als Apotheker in England betrugen in den Jahren . ';. 1906—15 .... . 434 1916—21 : . . . 616 \ - 1922—33 ..... 906 Die Zahl der Apotheken in England, Wales und Schottland hat sich von 16365 im Jahre 1911 auf 23 859 im Jahre 1931 ' ve/mehrt. 1911 kam auf 2495 Personen 1 Apotheker, 1931 bereite.... aufv 187"*_Personen: j— * -w —' \ ' -> "*r *Es wird gefordert, daß zur Eindämmung der-ÜbcTfullun'g. —(las preliminary examination bereits vor dem Eintritt-ah apprenlirc,'.nachzuweisen ist. " . ■ ' - , - - Tierärzte * .*' ' %! ■: Tierärzte mit Doktortitel''können nach Studium von einem Jahr in England ihr Examen machen und .erhalten ihr' Diplom als Tierarzt. Zur Ausübung, der Praxis in England ist aber dann noch eine besondere Erlaubnis notwendig, due-4m airgemeinen sehe schwer iu erlangen' ist. Das Studium kostet an kollij/- geldern £30, hinzu kommen aber dann noch kleinere Nebenausaben, Büchefanschaffungen usw. Examensgebübren kosten zirkV^ 30. BJjKftncn muß abgelegt werden in Pathologie — allgemeine und spezielle —"sojaie histologischer Pathologie, ferner Bakteriologie und "Hygiene, dann, allgemeiner und spezieller Chirurgie, Fleischbeschau/, allg&aeinet und spezieller Therapie, innerer Klinik u. a. Selbstverständlich muß man perfekt englisch -sprechen und man muß zu jeder Vorlesung' erscheinen, 4da die Namen vorgelesen werden. inte Studium an der I niicrsität Edinburg Die* Universität Edinburg, die als wichtige Universität für die Fortsetzung des Studiums in England in Frage kommt) hat beschlossen, daß vom 1. Juli 1934 ab nur solche Arzte zu einem -verkürzten Studium und beschleunigten Examen zugelassen Werden, die in ihren Heimatländern zur Ausübung der Praxis berechtigt:sind. "Damit ist es von diesem Zeltpunkt ab für alle jungen .Vutty die ohne die deutsche Approbation die- Fortsetzung ihres Studiums in- England versuchen wollen, unmöglich, nach'den erleichterten Bedingungen das Examen abzulegen,, da in Deutschland keinem niehtarischen Kandidaten der Medizin . die Approbation mehr erteilt wird, die zur Ausübung der Praxis in Deutschland nötig ist. Die 'Neigung, über die Zahl der bisher . Studierenden noch »eiteren die Ausübung der ärztlichen Examen zu ermöglichen, ist UV England sehr gering. ,., i A Griechenland . J0*^ * ■'>< 5T''- -_ Die Aufenthalte- und Arbeitserlaubnis wird nur in äußerst seltenen Fällen, wo es 'sich um Spezialisten handelt. die in Griechenland noch fehlen, erteilt r- < ■ "!" Die\Lebenshaltungskosten werden im Ynhaliuis zu den Lehenskoslen in Deutschland auf "30 »,» geschätzt' Großbritannien Die Zahl der britischen Untertanen, die ihren Wohnsitz in fremden, nicht europäischen Ländern genommen haben, war im Jahre 1933 26 256, 1932 —26988 und 1931 — 34310." Die Einwanderung britischer Untertanen aus ' qichteuropäischen . Länder.« nach England betrug 1933 — 59 324, 1932 75 W5- -1931'— 71 382. Die Emigrations- und Siedlungsfragen, die far-., mer- und Landflochtprobleme, werden jetzt in England in sehr inteitsiver Weise erörtert. " Die Einwanderung'nach England ist außerordentlich schwierig. Mangels als ausreichend angesehener Nachweise, daß Verwandte für den Unâçrhailt des Einreisenden aufkommen, wird z. B. die Landung in Harwich verweigert, und dcrseJ.be muß die Rückfahrt antreten, . - Die englischen Behörden lehnen, wie ans neuerdings g%V 1; schrieben wurde^in der Tiegel die Erlaubnis zur Eröffnung jeglicher Detailunte'rnehiiiungen ab — es müßte sich .denn um ein Unternehmen handeln, das etwas vollkommen Neues für Engrand bietet, und wo der Besitzer svrbtt Fachaann. K"' - wesen ist. * '- - . .* 1 i,.J •i.f W - Vi j *■ ' f ' •. t> Wir bringen nachstehend einige Mitteilungen betreffs Apd> I tbeker umj Tierärzte: \ P * ..^ ,'• r> •'• . ' -..'. ■.,' * ' . > '. ■ r > . . i v-v , y .. -il ' *) -i *Tf ••■ ■- J , V ï I ' i\F Y ■ •* i « v ''. ***5-***I " *; * ■is ~t ,\' 4— Holland Das Konsulat teilte um über die Wirtsehaftslagein Holland und über chV Verhältnisse in Niederländisch-lndien *• welches Gebiet besonders von uns behandelt wird — im Februar mit, daß vm allem auf die durchaus traurige Wirtschaftslage in den Niederlanden hingewiesen Werden mügso, wo mehr als ein Drittel der gesamten Arbeitet Und Angestellten arbeitslos sei und diese Arbeitslosigkeit permanenten Charakters zu werden scheine. . . * Auswanderung nach Niederländisch-Indien sei zwecklos, weil eine-weißt) Arbeitsreserve dort in den arbeitslos gewordenen He arnlen vorhanden sei, um die sehr wenigen Stellen, die noch eine Wiederbesetzung* verlangen würden, einzunehmen. . . ' Deutsche Boich san gehör ige Udorf en für die Einreise nach den niederländischen Besitzungen Surinam-und C u*r a^ao nicht mehr eines, niederläiidisehen Sichivermerks. Von der zweiA%Kammer ist ein Gesetz angenommen worden, wonach jeder Ausländer, der in Holland arbeitet, Genehmigung iinfiolen muß Bei der Behandlung dieser Gesetzesvorlage in tier zweiten Kammer wurde von verschiedenen Seiten darauf 'aufmerksam gemacht; daß die selbständigen' Ausländer, welche ./sich z. B. als Schneider, Kürschner oder als Ladenbesitzer niederlassen,' von dicMiu neuen Gesetz nicht betroffen werden. Die Regierung bat aberLaofort mitgeteilt, daß mit einem neuen Gesetzentwurf tu rechnen sei, wodurch much 'diese' Kategorie unter RegjerungMufsjcht käme. — E£jwird - vom holländischen Komitee dringend geraten, bis zum i Erlaß voiw Ausführungsbestimmungen zu demjGeselze davon abzusehcifr nach Holland irr fahren; et sei zu befürchten, daß nur wenige ganz besondere Spezialkräfte in Zukunft placiert werden kannten. Voraus- - ■ , ' —... ■ ■• ....; ■ . ■ ■ r \- v .-. ' i ' *'; " ~ « * ' , |- ■ ■ ÎST v h -| X, -■ ,,.', - J _ 'Mm m