Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Journal
- Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Volume
- 1934. Bestand UB Ffm
- Issue
- August 1934
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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* ' gen, Wirtschaf ls--und Arbeitsmarktlage, Lebenshaltung usw. wurden eingeholt Lin,Oktober 1933 wurde ein oeuevKorresponde.nli blattveröffentlicht, -da) Berichte Ober zweiundsechzig Länder ent- ' hielt». Außer amtlichen Bekanntmachungen, Auskünften von Konsulaten -und Berichten auswärtiger Komitees und Gemeinden konnten auch Briefe von Auswanderern verwertet werden, lebendige Schilderungen persönlicher Erfahrungen, die ans aus zahlreichen Ländern zugegangen waren. Das Blatt wurde in mehreren tausend Exemplaren verbreitet und wird jetzt noch viel verlangt Ergänzende Informationen über wirtschaftliche Möglichkeiten im Auslande, Einreisebedingungen, Bestimmungen für Ausübung von Berufen — u. a. für Arzte — wurden in Zirkularen'gegeben. Europa 'J.SjM^V'V $fä ■'. : ",,V *ri >. V. ,- Albanien Königreich. 27 540 qkm. 1003 Co8 Einwohner. rrtA Da» albanische Konsulat teilt .mit, daß auf einen deutschen Reisepaß ein Einreisevisum für längstens drei Monate erteilt werden kann, wenn der Paßinhaber nachweist, daß er im Besitze von 200 RM. oder entsprechender fremder Wahrung ist und sich verpflichtet, ohne Erlaubnis der Regierung nicht langer .in Albanien an bleiben. Die Gebühren für ein Einreise- und Ausreisevisum betragen je 10 Gfr. 8.20 RM. Es wird des weiteren bemerkt, daß nur wenige Orte vorhanden sejen, in denen eine industrielle bzw. Handelsbetätigung möglich wire. Hingegen sind die Aussichten für eine landwirtschaftliche Betätigung nicht ungünstig, zumal 'für Personen, .die mit der Kultur und mit der Behandlung des Tabaks Bescheid wissen, und die in der Lage wären, ihre Existenz aus vorhandenen iu bestreiten, bis das von ihnen zu bebauende Land bietet. Auf jeden Fall würde solchen Personen, die Niederlassungsabsicbten tragen, zu empfehlen sein, inlich an Ort und Stelle zu informieren, was bei der galten Verbindung über Bari'—Durazzo und bei dem billigen Lebgiaunteriiilt in Jlhankm keine «Aek4iehen»Opfar an Zeit und Geld erfordert-— — Nach* den bisherigen Bestimmungen entscheide} über die Zulassung von ausländischen Ärzten und Zahnärzten zur l'raxisausübung in Albanien die Generaldirektion für das .Gesundheitswesen auf Grand eines Kolloquiums, dem der Bewerber sieh vor einer fünfgliedrigen Kommission' der Generaldirektion zu unterziehen'hat Nach den praktischen Erfahrungen können i n d e r Regel ausländische Arzte - and Zahnärzte nicht damit rechnen, zur Praxisausübung zugelassen zu werden. ■ : W*à* < mpmt^m .. ■ *>.-- ■ * . '■'< ' 'if ■ » ■■jyjxi^iJr- -.JuL \, ,* ' - _ . J . ■ «•■».' I . 1 V Bulgarien? Den in unserem Korrespondenzblatt vom Oktober 1933 angegebenen bulgarischen Vorschriften für die Einreise nach Bulgarien fügen wir* noch folgendes hinzu: S V ai u ta vo r s éh r i f t e n: Reisende, die in Bulgarien einreisen, müssen an der Grenzzollstelle die von ihnen mitgeführte ■fremde Valuta (Schecks und Banknoten) deklarieren, die in besondere Bescheinigung eingetragen wird. Bei Durchreisen wird die Bescheinigung nach Feststellung, daß die Valuta, die' aasgeführt wird, die eingeführte nicht übersteigt, von dem Grenz-. Zollamt der Ausreisestation angenommen- "Wenn der Reisende . sich eine Zeitlang m Bulgarien aufhält, muß er die Bereinigung bei der' Bulgarischen Nationalbank abgeben. Die Bank stellt ihm eine neue Bescheinigung für fremde Valuta aus, i die an der Ausreisestation abgegeben wird. Lewanoten können nach bulgarischen Bestimmungen von . Reisenden nach Bulgarien eingeführt werden. Die Ausfuhr von Lewa bei der Ausreise ist in. Höbe bis zu 300 Lewa gestattet Königlieh Bulgarische Generalkonsulate in: Dortmund, Körnebachstr. 1 (Dortmund 4046); Dresden-A. 16, ' Blasewitzer Str. 41 (Dresden 63 59)): Frankfurt a.M., Schiller- Straße 4 (Hansa 323); Hannover, S tad er Landstr. 60 (Hannover 66021); Leipzig S3, Hardenbergstr. 11 (Leipzig 34071); München, Himmelreichstr. 4 (München 20031); Köln, Stolkgasse 3—11 (Köln 223303); Hamburg, Moorweidenstr. 14 (Hamburg 445980). Auslander können eine Anstellung in Bulgarien nur mit Genehmigung des Ministeriums für Handel, Gewerbe- und; Arbeit,' Abteilung Arbeit, erhalten. Der diesbezügliche Antrag ist vom Arbeitgeber zu stellen. Eine Genehmigung wird in, der Regel nur dann erteilt, wenn für den betreffenden Posten kein bulgarischer Staatsangehöriger in Frage kommt Zurzeit herrscht in Balgarien ebenfalls Arbeitslosigkeit, so daß Möglichkeiten für Anstellungen ausländischer Arbeitskräfte sehr wenig vorhanden sind.,—— X't Es ist dringend davor gewarnt worden, auf dem Umwege über Bulgarian nach Palästina zu fahren, was öfter geschehen ist, statt, die Reise von- Triest aas anzutreten. Es muß darauf . hingewiesen" werden, daß. ..auf eine Unterstützung solcher' Rci-,. sender, Wenn sie in Not geraten, in Bulgarien-nicht gerechnet ..werden kann, da die jüdischen .Gemeinden nicht über Mittel für dieser Zwecke verfügen. •- T 7f f\ ' - Belgien t Dië-Visagebühren sind seit Oktober v. J. geändert; alle Ausländer bezahlen die gleichen ' Visagebühren einschließlich der Staatenlosen. * 1 Durchreisevisum ohne Aufenthalt in Belgien 0,96 M. ' 1 Durchreisevisum gülfig für 2 Tag«" 3,20 M. 1 Visum gültig für mehrere Reisen im Laufe eines Monats i Z. 4,80 M. eichen -far 3 Monate------ 9,40-M. ungleichen im Laufe eines Jahres . ' ' 19,20 M.l ~ inreisevisam mit unbestimmtem Aufenthalt 9,60 M. \ Dänemark Es sind neue Bestimmungen in Kraft getreten, die die Aus-- länderkontroUe verschärften. Die Aufenthaltserlaubnis für Fremde ist von 6 Monaten auf 3 Monate herabgesetzt worden-, wenn nicht eine besondere Genehmigung vorliegt '_ . Deutschland De u tsche über see i sehe Auswanderung im Jahre - 143-3 w / ■ .über deutsche Häfen nach dem Beruf -B*ritff »; r . * « Durch Vermittlung der"Gesellsrihaft H i c e m erhielten wir die nachstehenden Auskünfte: Die belgischen Behörden bewilligen im Prinzip die Eintrjgunpikarte ins ^n^raUr-MelH«rt>gi«l».r und dje FjritrJigiingakarte in das Bevolkerungsregister, d. h. die Aufenthaltserlaubry in Belgien^, keinem Fremden,- der eine Stellung im 'Lande anzunehmen wünscht. Ausnahmen von dieser Regel sind sehr selten und werden nur in-den ganz exzeptionellen Fällen gc-. macht, wo ein Freirtder bewiesen hat, daß er der Wirtschaft des Landes wirkliche .Dienste leisten kann. Diese strenge Handhabung resultiert aus der gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Lage des Landes, m dein eine starke Arbeitslosigkeit herrscht Obwohl' die Lebenskosten im Lande nicht übermäßig hoch lind, ist doch jede Einwanderung strikt zu widerraten, um'den Immigranten grausame Enttäuschungen zu ersparen. abteilanren A. Undwlrteehaft R. Industrie. . . 0. Handel and Vermehr t . , D. Verwaltung «. trat« Berat« . B Oeaandhelt* P. Haml Dienste and Brwerbet*tIgkett obne feste Stejüung G Ohne Beruf and ■Ws*HS|l>! Zahl der deutschen MMM*. Zahl davon welb Make P«j«sl>i4f s. 8» 10 4 IS 4 m 121« 914 Zahl 1587 401 71 i davon wetbllrhe m «os 227 287 .j^-.-l äin Zabi davon Wi'th- Hohe 736 2065 m «l S10 140 »1 M*4 Zahl davon wölb liehe 800 5« 100 »7 250 «08 84 47 :_t» tb*r hae.pt 1088 2728 584 448 .859 ISF*? davon weibliche nv ^tarn m K S t '■' jjä* . -\ M < A '.. •■ t '.','» 'I ' *■ ' ij §fl ti yC-...t, M m- É