Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Journal
- Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Volume
- 1933. Bestand UB Ffm
- Issue
- Oktober 1933
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 29 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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: .- .• y f Nach Artikel 4 erfolgt die Zihlung der Arbeitnehmer .und die Bestimmung des Prozentsatzes auf Grund der Lohnlisten. Gemäß Artikel c5 werden die Eigentämer, Gesellschafter und Direktionsmitglieder von 'Aktiengesellschaften' solange nicht eu den Arbeitnehmern gezählt, als ihre Namen nicht in den LohiiX"' lislen erscheinen.. Weitere .Artikel behandeln die gesetzlichen Ferien, , die Kontrolle und dife Strafen gegen Übertretung. Das Ergänzungsgesetz Nr.lV735Vom 12 April 1933 bestimmt (folgendes: in .Artikel 1 und 2 werden diejenigen "Ausländer bezeichnet, die hinsichtlich der Bestimmungen der Artikel 1 Wld 2 des Gesetzes' vom 8. Aprif 1932 (Nr. 7505) als Peruaner, betrachtet werden, und zwar: a) Aulsländer, die vor der-Bekanntgabe des Gesetzes Nr. 7505' mit Peruanerinnen verheiratet .waren, oder die peruanische .Kinder haben; » '\ h) Artisten,, die, in Theatern und ähnlichen Unternehmen während eines Zeitraumes arbeiten, der 1 Jahr^nicht übersteigt; . c) das im internationalen Dienst beschäftigte Personal ausländischer. Schiffahrt»- und Luftfahrtgesellschaften; ' ' d) Ausländer, die durch einen in -öflentlicher"lJrkunde festgelegten und vor Bekanntgabe des 'Gesetzes Nr. 7505 abgeschlossenen Arbeitsvertrag verpflichtet 'sind, für die Dauer dieses Verträges; t ' c) Ausländer, die bei Bekanntgabe des Gesetzes Nr. 7505 eine ununterbrochene'Dienstzeit von 10 Jahren bei dem.gleichen Unternehmen in Peru zurückgelegt haben. In Artikel 3 wird die HöcMstfrist der Arbeitsverträge auf 5 Jahre festgesetzt; die Frist kann'nicht verlängert werden. Verträge über einen längeren Zeitraum werden nur bis zu 15 Jahren anerkannt. Nach Artikel 4".soll das Gesetz 60 Tage nach Bekanntgabe- (lj. April 1933) in Kraft treten. Der Entwurf sah anfangs auch die Einbeziehung der ausländischen Spezialisten und Fachleute in den Prozentsatz peruanischen'Personals vor. Bei den Beratungen.im Kongreß wurde dieser Punkt jedoch zurückgezogen. \ •_' v m Uro^aay. Bevölkerung: /037Û80, Mondevideo: 469000 .Personen.. Wälicung^ 1 Goldpeso =.1-3 RM^.-Goldparität 4,34 RM, KU i m à. Das Klima ist 'eines der besten und gesundesten in der Welt. «Epidemische Krankheiten sind selten, und die atlantischen Winde mäßigen diè Hitze ift wundervoller Weise.\ï^é niedrigste Temperatur ist 35'\ F. 225 Tage im Jahr 'sind normalerweise^ sonnig. Die Frünlingsmonate sind Oktober und No-, vember, Sommeri Dezember bb März, Herbst: April und Mäi, Winter: Juni bis September. *' ". Das Gesetz vom - W. Juli 1932,^ wodurch die Einwanderung nneli. l'riiguav gesperrt wurde, ist verlängert Wonden (vgl. unsef Korrespondenzblatt vom Februar 1933). Es muß unter ' Ausnahme bestimmter Kategorien,''die Einreisegenehmigung der Eirrwanderungsdireklion in Montevideo eingeholt werden. Weder Deutsche noch Staatsangehörige anderer Linder benötigen' «•in Visum nach- Uruguay, weder für Einnoch Durchreise, es.sei denn auf besonderen Wunach des Betreffenden. Ein solches Visum kostet r. Zt. RM. 14,10. Es wird( aber sowohl f(lr 'deutsche Staätaa&H"'!«*. »1« auch für StaitsangehVig» anderer Linder, besser gesagt für»jed3n, welcher nach I :r<iptiftv reist. >tn ElnS—upni« Yfff1»";}; welch« von einem \g_JJruguay ischen Konsulat-ausgestellt worden muß und .welches RM. 17,65 -■ t.-i.t Hi.^i jfiiK i*Anr R»;j»nde 5 Paßbilder mitbringen —' die Rei- - i. ■» 77 .. .11 ' - —_ -ï ——- -T- P„F.n..i;, w»r.i«tiipt ' werden — ist im Jahre 1932 in den hauptsächlichsten Landesprodukten \ ieh. Fleisch^ und Wolle zurückgegangen'. Das' Landvolk befindet siefc in großer Notlage, s ■ ' .. ' Durch Gesetz vom 19. Juli ,1932, das 2 Monate danach in Kraft trat, ist die freie Einwanderung naet? Uruguay aufgehoben worden. Wir^haben darüber ausführlich in tfnserra Korrespondenzblatt vom Februar dieses -Jahres (S. 13}_ berichtet. Venezuela Bevölkerung : 3157.000 (882 Juden laut der' Zihlung von -1926), Caracas: 135000 Personen. (253 Juden). Währung: Y,Bolivar ^"6,60-RMT, Goldparität 0,81 RM. ' Visagebührcn. Die Visagebühren betragen 10 Bolivare» und sind bei der Einreise in Venezuela zahlbar. Da es nur eine Art Visum für Venetuala gibt, kommen Durchreisevisa nicht in-.Frage. i '" ' r'-.4.' i' . ' ' '■*-..' .• . " -, :■ ' ~ . Afrika v.! <-.> - " '-• ' ■;.-> '■•>. c . -v . Aegypten _- Bevölkerung: 14*493000 (darunter 63 550 Juden), Kairo: 1065000 Personen..» - -i, ' Währung: 1 ägypl. Pfund ,13,36 RM., Goldparität: 20,953 Reichsnttrk. v» ■ Das Einreisevisum wird erteilt an Geschäftsreisende bei' Hinterlegung eines vi m einer hierfür zuständigen Behôrdè oder Handelskammer beglaubigten Schreibens der auftraggebenden Firma, daß sie nötigenfalls für die Kosten des Aufenthalts,' sowie der-Hin- und Rückreise aufkommt. Bei Erwerbstätigen ist die Erteilung des Einreisevisums an diejenigen, die-in Ägypten Arbeit angenommen haben oder an nein neu wollen, von der Genehmigung der kompetenten Stellen**des innenministexiums* l — Section des passeports- — in Kairo abhängig. Diesbezügliche Anträge sind an das Konsulat zu richten. . * - * ■'*.*.• - ,4 ,■ ' : J/f.' .. '■ '' Durchreise RM. : 8,10 lx in 12 M<*.. , 3>40 2X-in 12 Mon. ' . 1,06 lx in 12 Mon, . 8,10 . ' 0,86 lx in 6 Mon. 4,^ IX in 12 Mon' :. '11,16 0,a51Xiirl2Mon: > 4,—- mehrere Reisen in > 12 Mon. 14,70^ 1 < ) Faniilienuaß ■ i 0,86 0,85 lx in 12 Mon. §49 4 Fur Staatsangehörige V Bulgarien Dänemark -Vs., ' ^Deutschland ii Italien Jugoslawien ' Litauen Norwegen ' Pole» Polen * Portugal Portugal Rumänien Schweden/; Tschechoslowakei Türkei Ungarn' Ungarn Einreise RM. 8,10 ii * V ' 8^)lXm6Woch. . "■ ■ 8.4P 8,10 8,4/) mehrere Reisen in . 6 Mon. ' 8,io _ •:* ■ H.lSlX in 6 Mon.' 8,10 IX in 16 Mon. 1li.2D mehrere Reisen in " ' 12M«m. > 14,70 23,10 Familienpaß -V 8,» '8,10 8,10 f2,6Ö lx in *«I(>n 5.06 6M 6.61 13.25 lx in 12 Mori. 35,30 mehrere Reisen in 12 Mon. : ._Ül-i.. '* •-".~~ otheker und Den„tisten. . *■' ' .jtt'f" i 'S. ' •.. ' L, B— ' "t " —; . _m . ■Bis Reise/j-ugnis (Certificado de viaje) wird direkt von dvin : Konsulat nach dem Einschiffuiigshafon|. an die PoUindirektion und die Einwanderungsdirektion in1—Monteyj^ö^j gesaiwkr—■—1 Eine Abstempelimg der RVise|>a|«iere dùTch das It^nàulat' ist erforderlich. | . I, Im Jahre 1928 hatte Uruguay eine jüdische Bevölkerung ' vcb 12600 Seelen," davon 90»* in der Hauptstadt Montevi\leo. 1932 ldbten in< Montevideo allein 17000. Die Aussichten \für einwandernde Ingenieure, Architekten, Bauhandwerker sind schlecht. Iii .Uruguay ist'der Ingemeurberuf überfüllt. ■ Zudem bedarf-es~der Ablegong des uraguav» ' iseheA Examen*, uni: als Ingenieur tätig sein zu können. Maschiiienfalîriken irgifndwéleher Arf gibLes dott bicht. sO dißsalsQ. - auch für einen -MasehWnbätTer kein Tätigkeitsfeld vorhanden , ist. Stellungen werden nur nacb persönlicher Vorstellung verl seben, wobei die Kenntnis der" spanischen Sprache ^aWrlwi - Voraussetzung, isfc Architekten und fianhandwerkern ist djo Ein^KMid'erung nach Uruguay gleichfalls, zu widt'rraten >y Dje Einfuhr, die vonder RegierungV naqh Möglichkeit inv Itrbuplen -wird, ist in stetem RücJ^gJnge» aiiçh'dic Ausfuhr Das erteilte Einreisp-Visum "beloohtigt^ lio auf keinen . Fall zur Ausübung ihres Berufes in Ägypten. Hierzu ist eine besondere Genehmi- «iiiih <rfcj Dcrjartmant nf Piiblif -4tealtli erforderlich. Nach ■ ':; . <; V \ h U? " v 1;. , tlPT, ItiurliM^le ii't Hiniit«iillm^ lia* Innern m'Vt^R »"g a US- ~ ' Undischen Arzte ein Endexàmen bestehen, *t»sgenomm«>ii: \ ■■ '~ ' £ ~ : . "■ 1 a) J'rufessnreu ausländischer Schulen" für 'IMednrrn, d|e von " der ägyptischen Regierung anerkannt sind, ' [ b) Arzte, die für' mindestens 5. Jahre "ëfhë "Stellung an / 1 einem ausländischen, Hospital, welches, von der ägyptischen'Regierung anerkannt ist gettabt jhaben. Nach dam, Gesetz Nr. 14 von 1Q29 nHüssen ausländische Apq^ thekeri die sich in Ägypten niederlassen wollen, vor einer ägypr; tîscnen Kommissiop eine Prüfung ablegen. Dieselbe kann in arabiseViçr.. französischer, englischer pder jtalienisèner S|iraçhe abgèhalfen "werden. Die Hattptschwierigkeit liegt in der Erlangung der N led erias s un gs b e w i II i g u n g für die A'usr \ öbiuig des Apothekerberufs. Gesucbe urn Niederlassung werden \in* jeden» einzelnen Falle vom 4gyPl'scnen Innenministerium genrüjft Und fast, ausnahihslos abgelehnt, falls genügend einheimische Kräfte, vorhanden, sind, rw.'.-i T - ■. ' ' 'J Ä » K il - -' .. f v'v V-> - y; . A» ■i mi ■ m '. Li t : \<