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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1933-10-01 · Oktober 1933 · p. Seite 18

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1933. Bestand UB Ffm
Issue
Oktober 1933
Date
1933-10-01
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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die Reife auf eigene» Risiko übernehmen infuse, und es auch, keine Verantwortung übernehmen'könne, falls es einige Monate dauern sollte, bis der Betreffende sich einen Wirkungskreis ge- . schaffen habe. ' ' > Bemerkt sei noch, daß der I>hensunterhalt jn der Mandschurei und Wiina nicht teuer ist "*" . *' Nach einer. Zeitungsnachricht herrsclite Bubonen- und Lungenpest in der nördlichen Mandschurei. In unserem Zirkularschreiben Nr. ■ 37 vom August d. J. haben wir Aussäge eines' ausführlichen Berichtes aus dem I i i neu Osten wiedergegeben. In demselben sind Informationen über wirtschaftliche Verhältnisse. Berufsmöglichkeiten, Vakanten, Gültigkeit von Diplomen ausländischer Arite und Ausübung des ärztlichen Berufs in Mandschukuo. und China enthalten. Es werden femer Mitteilungen gemacht bezüglich des neuen Gesetzes über Pisse und Visen, das" am 1. Juni in der Mandschurei in Kraft getreten ist, und über Einreisemöglichkeiten nach ' China, Französisch-, Britisch- und Niederländisch-Indien und den Philippinen. — * Erwähnt sei, daß Auslinder nicht das Redit habert, in China Land tu pachten. . **" ~ i j : . .' s m m Cyptrn *• Bevölkerung: 347 959, Nikosia: 23 500 Personen. 1921 lebten -auf Cvpern 195 Xuden, die' Zahl ist seither zurückgegangen. Britischer Machtbereich. Für Reichsdeutsche ist eint Visum nicht erforderlich. Ein äliger deutscher Paß genügt. Die Hinterlegung .eines Geldraget ist nicht nötig.'Der «eisende muß'iber im Besitz jpg £ 29 oder der Rüekretsekosten. sein.. Cvpern, das ein 'Agrarland ist, blieb'aber auch von der allgemeinen finanziellen Entwicklung in der ganzen Welt nicht verschont. Da alle Erzeugnisse zu sehr niedrigen Preisen «erkauft werden, sogar unter den Produktionskosten, besteht als Folge davon eine Entwertung von Land und Grundstücken. Sehr: viele Besitztümer werden des öfteren tu gant niedrigen Preisen veräußert Das Klima ist ungünstig. "' , ' Es bieten sich gewisse Möglichkeiten, sich niederzulassen, um daselbst landw irtsebaftliche und industrielle Unternehmungen tu begründen. . . Ober die Aussichten, die sich für Aufbau einer,Existent in -Gypeuî bieten, wird, aber in einem kürzlich erstatteten Bericht, das■ folgende ungünstige Urteil gefallt: v. Cjrpero ist ein wirtschaftlich sehr zurückgebliebenes Land mit sehr geringen Möglichkeit* für neue jüdische Einwanderer aus Deutschland. Niederlassungsmöglichkcite.n für Arzte bestehen nicht. Kkufieute werden •iigesichls der ihnen unbekannten orientalischen Verhältnisse einen sehr schweren Stand haben. Et bestehen nur gewisse Möglichkeiten auf Und- ' wirtschaftlichen) Gebiete. Wir sind jedoch der Meinung, daß jetflsixl. dar oben aus Deutschland kommt, nickt mit Erfolg in Gjpern wird Landwirtschaft treiben können. Ohne die Anleitung und UnterttQttung, die er im Gegensatz su Palästina in Orpem nicht haben wurde, -wird er Aach allen Wahrscheinlichkeiten Schiffbruch leiden. Es -käme höchstens in Frage, daft der eine oder andere Pallslina-Einw anderer später einmal nach Cvpern geht, nachdem er die Verhältnisse des Orients, richtig kennengelernt tat.» .. Niederländisch-Indien Bevölkerung: 60 73)001). Ha ta via; 437000 Personen. Währung: 1 Gulden ~ 1,69 RM.. Goldparität 1.687 RM. Klima. Der Niederländisch-Indische Archipel erstreckt sich von 11 Grad S. bis 8 Grad Y Breite und 95 Grad bis 130 U/ad O. I-änge Er liegt in seiner ganzen Ausdehnung in der tropischen Zone und hat ein entsprechendes Klima. An den Küsten beträgt die Durchachnittstempefatur 27—29» C. en beträgt _ Die votrf'Ôkjjojber bis April. vorherrschenden fe winde (Monsune) bringen die Regenzeit, während vom April bis Oktober bei anhaltendem Ostmonsun Trockenheit herrscht Deutsche Reichsangehörige benötigen kein V*i s h'm, doch ist bei Ankunft 4n Niederländisch-Indien ein Antrag zur Erteilung der LandungseSlaubnis bei der Haien behörde tu stellen. Pertonen, 'die iu Niederländisch-Indien Arbeit suchen, und rAuswanderern, die nicht im Besitz einer schriftlichen* Bescheinigung eine« in Niederländisch-Indien ansässigen bona fîde Arbeitgehers sind, der för eine ausreichend bezahlte Anstellung, einsteht, oder einet Familienmitgliedes bzw. Bekannten, der für den Unterhalt des Einwanderers sorgt, wird die Zulassungsbesehe in ig ung von der Emwanderungsbehorde verweigert » Die Einreisegebühr für Niederländisch-Indien -fur Nicht hollinder betrügt IL 150. ► '' Nach Feststellungen, die das Niederländisch-Indische Zentralkomitee tur Unterstützung von Arbeitslosen gemacht hat war die Zahl der] europäischen Arbeitsloser^. jf\. Niederlindisch- } Indien im tweiten Halbjahr 1932 bereits auf'55)0 gestiegen, inzwischen sind noch niehr Arbeitslose hinzugekommen. Der Bedarf an Handarbeitern wird aus dem großen Re- " servoir der eingeborenen Bevölkerung und durch chinesische Zuwanderung gedeckt. Die höheren Lehranstalten liefern Menschenmaterial mit guter Schulbildung. "Wer seine Studien fortsetzen will, geht nach Holland (höhere Verwaltungslaufhahn. Theologen, Philologen) oder' besucht die niederländisch-indischen Hochschulen. Die medizinische Hochschule 'in Batevia- Weltevreden bildet Ante mit voller audi für Holland gültiger Approbation heran. Die seit einigen Jahren in Bandoeng bestehende technische Hochschule liefert Ersatz an Technikern, ai) denen bei der stets fortschreitenden Entwicklung Niederländischdndiens großer Bedarf in den verschiedensten Dienstzweigen besteht Die ReehUhochsrhule in BaUvia-Weltevreden bildet Juristen aus. Jn verschiedenen Teilen Niederländisch-Indiens ist-neuerdings die, Pest ausgebrochen. \ y-Si^^-v ..-^V . ::;:,>;~ ■ -:.;v; . Pallitiaa völ jwv un H rung: 1 Pfand w*h- *7 * 1 035 154. Jerasalem: 90 526 Personen 13,J9 RM.. Goldparität 20,429 RM. Die jüdische Bevölkerung betragt im Jahre 1933 Schätzung«- - weise 220000; Personen. ' Klimatisch zerfällt Palistina in drei Zonen. Die Küsten- ëhe né hat eine ziemlich «arme, aber gleichmäßige SommertetnueratUr, die' durch regelmäßige Seewinde etwas gemildert wird! Auch der Winter Ist dort nicht kalt, sei daß Heitung in der Regel nicht erfordetlicS ist. In den Gebirgsgegenden Palästinas bestehen starke Temperaturunterschiede zwischen Tag7 and Nacht Im Winter" starke Kälte. In der Jordansenke;herrscht tropisches Klima, das'für die meisten Europäer bei längerem Aufenthalt nicht erträglich ist \ . fwäV Visagebahren. Alle Ausländer, ohne Aasnshme, haben ein Visum für Palästina nötig.' ■ Susisangehörige von Deutschend RM. 830 (Durchreise HM. 1,10), , Österreich AM. 830 (Durchreise RM. 1,10). Polen RM. Iti.Ui (Durchreite «RM. 330), Staatenlose" RM. 830. ' * ■ "83fr Die Einwanderung nach Palistina im Jahre 1932 ---^—tuLdjm ersten Halbjahr 1933. I>ie palästinensische Regierung hat für das Jähr 1932 eine neue Methode der statistischen Erfassung der Einwanderungsbewegung gewählt An Stelle der bisher geübten Gliederung der Einwanderer, die mit Erlaubnis alt Immigranten ins Land kommen, nach verschiedenen Kategorien bt'wT"nach den Uri Sprungsländern, hat sie die Einwanderungsbewegung nach folgendem Schema aufgestellt: . Zugang :. 1.-Einwanderer 6 730 2. Ankommende Reisende, einschließlich* {ouristen, Pilger .und Durchreisende 63 253 urürkgekehrte Einwohner 30696 '100679 B. Abgang; 4. Reisende ' >'j;Auif<reiate 53873 «4 771 .18 >t, U Nettdiuwachs der Bevölkerung, durdi die Wan derungsbewegung hervorgerufen .15 908 '' ' tj ïï< Zu bemerken ist hierbei, daß Vie Einwandern ngsz if fern diejenigen Personen nicht enthalten; die in Gestalt von Touristen oder inillegaler Form* ins Land -kamen und erst später die Aufenthaltsbewilligung erhielten... Jm Jahre 1932 waren' es 4559 Personen, die auf diese Weise im Lend blieben. Die Ge» samtzahl^er als »Einwanderer registrierten Personen stellt rieh I "fi.

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