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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1930-05-01 · Mai · p. Seite 8

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1930. Bestand UB Ffm
Issue
Mai
Date
1930-05-01
Page
Seite 8 (sequence 9)
Language
German
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bt^or sie *^'Vg4.' USw V X X s) 4-^ ) m wh-nm^ unternehmen, spezielle Anfragen über Ä7fÄtsmögrfeh»*ileii usw. an die zum Scheuß unseres Korresporidenzblatts angeführte jüdische Organisation in, Havana ricbtcn. — - I—-~î —, ■ * Wir erhalten soeben Informationen, die von Bedeutung für junge Mädchen sind, die sich noch Kuba begeben, uro dort mit amerikanische«) Burgern eine Ehe au schließen-und alsdann nach den Vereinigten' Staaten fahren wollen. . - \ Der amerikanische Konsul in Kuba hat dort aur Kenntnis gegeben, daß alle Atislander, die in' Kuba weniger als 6 Monate ' wohnen, und die sich mit amerikanischen Bürgern dort verheiratet haben, Visen nicht unter der Vorzugsquote bewilligt, erhalten werden, wofern sie nicht mit einem von der Polizeibehörde in . ihrem Lande ausgestellten-und-von dem amerikanischen Konsul daselbst legalisierten Führungszeugnis verschen sind. — \ Zur Einreise sind ein'ordnungsmäßiger Paß, t 60.— als Vorzeigegeld und ein Gesund bei ts- und Impfseugnis (nient Alter als „vier JahreJ notig. Das Visum des Kubanischen Konsuls ist nicht -erforderlich. Kinderunter j4 Jahren hedürfen elterlicher Genehmigung, alleinreisende verheiratete Frauen .der Zustimmung des' Gatten. Die Genehmigungen 'müssen behördlich beglaubigt «und durch, einen diplomatischen oder konsularischen kubanischen Vertreter "bestätigt werden. Guatemala ' Der mitfei amerikanische Freistaat Guatemala umfaßt toa 700 Quadratkilometer und hatte 1917 eine Bevölkerung von 2 454 000 Personen, davon 0,0 Indianer, 35,s °/o Weiße (Europäer und Kreolen) und Mischlinge' (Ladinos). Die Hauptstadt Guatemala hat ca. 116 000, die zweitgrößte Stadt Quezaitenango SoÖOD Einwohner. ..A,1 ... ■■ . » Guatemala hat, wie das Konsulat von Guatemala uns schreibt, in der letzten Zeit die Einwanderung von Armeniern. Ägyptern, Polen, Afghanen, Griechen. Bulgaren, Humanen, Russen, Persern, Jqgoslaven-, Indern (KuiQsj, Türken. Staatsangehörigen von' Palästina und Libanon, Arabern. Syriern sowie Zigeunern aMer Nationalität»»erboten Uns wird noch mitgeteilt, daß von der Einreise «urh 'die Angehörigen vormals russischer Linder ausgeschlossen sind. Diese Bestimmungen' gelten 'auch für Durchreisepassagiere, deren Bestimmungsland'nicht Guatemala ist; denen jedoch eine Landung in Ausnahmefällen gestattet ist, nach Hinterlegung eines' Depots von 9 20o-w*)oo. ."^ - ~ ' . t,' . ■ : * "• ' - * Salvador/ . . Der mittelamerlkanisdie Freistaat Salvador um faßt 34 100 qkio- und zahlte iQaJj 1 688ooo.%Einw:ohper. Für die'Einreise nach Salvador sind ein gültiger Reisepaß, Gesundheitsattest und Polizei- Joches Führungszeugnis erforderlich, ferner 100* USA-Dollar, die der Grenze, zu deponieren sind* Erfolgt diè Ausreise inner-!» sechs Monate,' so -wird .die Summe znruckerstattet, andem- 4>lls verfällt sie dem Staat. ■•'■*'« . ' ' . >**;". Der Visums wang zwischen Salvador und dem Deutschen Beieji. ist seit dein 1. Mai vorigen Jahres aufgehoben.; Das.Konsulat teilte uns-Ende Januar 19^0 mit: Die Wirtschaftsverhältnisse des Landes .richten sich .ganz und gar nach dem Ausfall der Kaffjfee-Ernte: Der ArKeitsmarkt ist ziemlich fest Eiqe Einwauderung auf Gu.tgJück ist jedoch'nicht, zu empfehlen. ' , . ■ , '< '*!"''• ""^j■r^jft^™Wr'> ' •« Arg«.«tl»|«ai $ ,;v .. Die Jüdische 'Einwanderung nach Argentinien (mar See betrug im Jahre 10,20 5o/S0 gegen wis.-im Jahre tosS* 'Die. allgemeine und jüdische>Einwanderung nach Argentinien entwickelten siefi» seit dem'Jahre 1913 wie folgt:' Gesamteinwanderung igi3 - , . , .. . . . Soi 047 191& . . ..... 2cU44fl igiS- . . :. tTi . . .137716 »9'9 .......«»»79 ——, sfre" ■* r-m—e^-^^,. . i55 33a 1991 .r. . .... . 1085^1 ' Dem Bulletin der Gesellschaft Hicetn vom '.Vrarr;April 1930 entnehmen wir über die Wirtschaftslage im Jahre 1919 folgende Schilderung; -, / „Die Ökonomische Lage der Immigranten war weniger Snstig. Die Ursachen der-his heute noch dauernden Kr is is sind 1 bedeutende Fallen der Getreidepreise, das durch die gute ' Ernte im Jahre 1928/29 nicht kompensiert wurde, der verkleinerte Export und der bedeutende Rückgang der Preise von Fleisch,/ Wolle, Leder und , Flachs, und die Trockenheit, wodurch; ein großer Ted der Ernte , verloren" gegangen ist. Die Getreideernte ist gefallen von 8365 000 gönnen auf 3 800 000. Die Flachsernte ist gefallen von » 100000. auf 1 4ôbouo Tonnen. - -Es wurdedadurch eine Arbeitslosigkeit hervgrj^rjifen, die 3oooo Arbeiter in Buenos Aires allein umfaßte. Diese ist auch auf dem! Lande wegen der geringeren Ernte und infolge der Einführung vervollkommneter landwirtschaftlicher Maschinen eingetreten. Auf diese Weise ist ein großer Teil der Einkünfte unserer Einwanderer, die Arbeit wahrend der Erntezeit in den Kolonien fanden, zurückgegangen. Die Einkünfte JprtflBg-- lichten es früher, die Familie jus Europa herüber zu bringen oder Kolonist zu werden. Die ArbeitsLrise, die bis jetzt noch in Argentinien anhält, ist so stark, daß de» polnische Gesandte in Buenos Aires das Emigrationsamt in Warschau gebeten hat. die polnische Emigration nach Argentinien-*n verringern-und sie zu begrenzen, anfangs auf i5oo* und später auf 5oo pro Monat" / ',' . Die Landflucht Die Zettschrift ,',Tierra", das. Organ der argentinischen landwirtschaftlichen Vereinigung, weist in der Oktobernuminer 1929 'auf die große Gefahr der Landflucht hin, die in Argentinien iauner ernster wird? Die Landflucht wird darauf zurückgeführt, daß 746.160 ha .weniger, als im Vorjahre angesät winden, und daß dieses .Gebiet nunmehr in „Grasland umge^pdelt worden ist Da die Arbeitskräfte das Land verlassen, wird anstatt einer intensiven Landwirtschaft mit'Getreideanbau und dgL nur noch eine extensiv© Bewirtschaftung betrieben. Die Landflucht sei um so gefährlicher, als die jungen Leute in den Städten keine nennenswerten Industrie»* vorfinden, in denen sie beleiden dort unter Arbeitslosigkeit, lernt -hätten. — schäfrigt werden konnten. Sie lek da sie auch keine. Berufe gelern Juden 10860 3 6g3 ..«06 280 ^071 •9". iosS •9*4 ■ 1926 _40a6_. «fi*7 i$>8 - «9»9 •A.-r rS9 9jf3 . toa 063. Sf V 65idfi ni . ^r , «6ii48 . . u»9< » ri. sty cv J198 i3 704 7T\99 Ô«We>— \W- 68iî— , 5~§86 Öü Bevölkerimg der IC.\-Kolonien ist 'nach' ihrem letzten Bericht über das Jahr 1928 stajtionît geblieben, sie «umfaßte im ganzen ^3oo3 Faniili»-Ti mit '$2.097 'Sewin.-, ' j *, ■'' " ■ "' t 'Lebensunterhalt and Lohnverhältnisse in Buenos Aires . Die naebstebend aufgeführten Breis- und Lohnsatze — sämtlich in argentinischen «Pesos (damaliger Kurs 1 Peso =1,70 Reichsmark) angegeben -rworden' im Januar 1930 in Buenos Aires,auf gestellt Diese, wie ändere statistische Angaben gleicher Art in dem KorrespondenibhvH sind dem Nachrichtenhjatt des, Reichswanderungsamtes entnommen. Wohnung u n d V e r |> f 1 e g u n g : Unterkunft ohne Verpflegung im Gasthau». fär^-eine Person tfglich 1—.2,5», mit Verpflegung 3^-5, ein möblierte* Zfmrper ohne Verpflegung mona.uich 3o—60, mit Verpflegung 70—120 Eine leere Wohnung von zwei Zimmern kostet im Monat 60— 00, von vier Zimmern i&o—soo, eine möblierte Wohnung von zwei Zimmern monatlich 100—180, von vier Zimmern nicht ornliüich. Es istje Zimmer und Tag zu rechnen für' Reizung o,5o (Petroleumofen\ und für Beleuchtung o",i5 (Petroleum), o,SQ (Elektriteh). Es kostet -tSglich . Morgenkost o,j5 bis o,4o, Mitttgeeeen oder Abendewen 0,70' bis l,ao. Für Verpflegung allein sind monitlirji zu rechnen 45—6o. . ~ \ Lobe.ni m i I te I : Es kostet je t kg Mehl o,3o, Brot 0,s5—o,4o, Butter s, 1 kg .landesübliche» Fett oder öl 0,70—1,so, fleisch 0,70 bis 1,10/ Spack i,8of Zucker o,4o. Kartoffet)> 0,i5—o.äo, 1 Liter Milch 0,20, i Ei o,b6—o.ij, I kg hei» o.bo, HuJtenfrûcLTo o^>-o,8o/ NodetorOjSo. . ' 100, eiq MSnneruenkleid i5—3o. _ Ortsüblicher M o 11 aU s bed a r f (einschließlich Unterhaltung von Kleidung, Wasche und Raiuhajt) : Lediger Jlandwerker iss> — l5e, »erheirateter Handwerker ohne Kinder i5o—:«oo, 'Hartdwerkerfsmilie von vier Köpfen 2Üo—3oo, lediger Angetteutér i,5<>' -îoo, verheirateter Angestellter ohne Kinder 120—3oo, AngestelltenfemiHe von vis» kyopfea 3oo—5oo, ' Ortsübliche Lohnun*« Oeh a It as 11 zi: Tafllohn for ungelernt» Arbeiter. s,5o—6: Wochenlohn für Handwerker 35—45, - tipesialutea 3e"--(Jo. MonaUgifluilfTfur RaniUlungeiUllt» 86—HO— 3oo 'fur Techniker iso— 3«\ inonallichei Anrangtgehajt für Ingenieure, . ' ' ■ i ■• ' ' l ''• 1 .' . TV •, 1 1* »-«W..j „ ITokloidung:, Et kostet ein Mln/ierantug. 60 iiemd'4—9, ein Paar Minnerstiefel |5—a5, ein Frau A>

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