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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1929-03-01 · März 1929 · p. Seite 1

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1929. Bestand UB Ffm
Issue
März 1929
Date
1929-03-01
Page
Seite 1 (sequence 2)
Language
German
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KORRESPONDENZBLATT über Auswanderungs» und Stedlungswesen Herausgegeben vom _ Hilfsverein der Deutschen Juden . . " Zeotralbüro für jüdische Au s Wanderung sang* legen hei ten . ........ Vom Reiths wandt rungsam t anerkannte gemeinnützige Auskunftsstelle für jüdische Durch Wanderung und Auswanderung -J Redigiert,von Dr, jSdi^rk Wischnitzer und Arthirr Ooldschmidt Berlik März 1929 ig 6c)3 Personen Deutschland. A us Wandererfürsorge des Hilf s ver eins der Deutschen Juden. Unter Fürsorge des Hilfsvereins der Deutschen Juden passierten 19J8: Berlin: SchfesischeivBahnhof ' -* Bahnhofsdienst des Hilfsvereins, - s Ans- und Rückwanderer, Januar bis Dezember 19a Si und zwar,: iC 893 Manner 8818 Frauen »j- 4 a83 Kinder (davon' Nichtjuden 10069). - " V'jWjien'Weg nahmen über'' Stentsch: (polnische Grenze) Jan /Dez.. 1928 V/j 397 „" Osnabrück: Januar/Dezember 1918 t <j35 „ Hamburg: Im Ueberseeheim Jan./Dez. iga8 *a 5s4 Die Zahl der jüdischen Emigranten, die nicht im Ueberseetierm logierten, ist« zu schätzen auf < 5lio j „ > Bremen: Januar/DesemberigaS (nach privaten Feststellungen) 800 - Im Büro der Berliner Zentrale, Steglitzer Straße 13, fanden Beratung und Hilfe Januar/Dezember Tga8 « 997 - Gestrandete /ussisch-jüdische Emigranten in Hamburg •i und Bremen. . ■ * , '1 - * \ . Noch immer befindet sich ein Rest der unglücklichen russischen Emigranten in den beiden Hafenstädten, die im'Jahre rga3 wegen Erschöpfung der russischen Quote nach ihrem Reiseziel, den Vereinigten Staaten, nicht mehr gelangen konnten und auch der Genehmigung zur Ausreise noch harren, müssen. Die Zahl der gestrandeten Emigranten in Hamburg"' und Bremen betrug iga3 A75 Personen (Manner, Frauen und Kinder).' Sie ist jetzt auf 33 herabgegangen: * Der Hilfsverein hat für Erholung der seelisch und körperlich durch den langjährigen gezwungenen Aufenthalt in den Hafenstädten besonders schwer mitgenommenen Emigranten, für Equipieruhg, Unterricht der Kinder in Schulen und Fortbildungsschulen gesorgt und tur Erleichterung der Reise Beistand geleistet. Er hat auch ihre unglückliche Lage erneut dem amerikanischen Konsulat, das ihnen das erste "Visum erteilt hat, vorgestellt. Beider. Start-heil der amerikanischen Einwanderung»-- gesetze, die keinerlei Ausnahme der harten restriktiven Bestimmungen zulassen, war ein Erfolg; nicht zu verzeichnen- Eine weitere Vergebung von Nujnjpern ' für rassische Emigranten in" den Hafenstädten, Inhalier von alten Visen aus dem Jahre Ifja3, ist durch«'die A ende rung der amerikanischen Binwandertingsbesümmungan vom Mai iga8 noch hinausgeschoben, worden. Es müssen die zur Verfügung stehenden Nummern vorerst für Frauen und Kinder Von in Amerika -lebenden htgal* eingewanderten Ehemännern reserviert werden. Gesetzgebung in das Familienleben eingreift, sr gezeigt. Eine der jungen Frauen konnte, die amerikanische hat sich auch hier resp. mußte, da die Reihe an ihr war, nach den Vereinigten Staaten abreisen, der Ehemann muß jedoch noch warton, bis sich fur ihn die gesetzliche Möglichkeit dazu erschließt rr.uen una lunaer von >"^™™ :ie«nnen w »««««•; Ai, TeiUn itrtam derten Ehemännern reaecviert werden, , |n itr Hoffnung, « der rwU^xLf» Zwei diese/ Emigranten in Bremen und Hamburg haben sieh l „1, ,,i,iirun« oder Beeehsttiyg m timWL mit zwei .fer ^russischen Emigrantinnen verheiratet. Wie tief wi&jr d* Wendersnoe» uo» gelernt« und ungeler Erweiterung der Hilfstätigkeit des HBfsvereins. Seit Endé Oktober 1928 hat die Fürsorgetätigkeit des Hilfsvereins sich erweitert. Die Gesellschaft Hias-Ica-Emigdirek't (flieenz) Int ihr Berliner Büro nach Paris verlegt und der Hilfsverein führt die Arbeit des Berliner Hicem-Büros, soweit sie sich auf die Durch Wanderung durch Deutschland erstreckt bat, weiter. Es'handelt sich namentlich um die Fürsorge für die von "Hicem organisierten Transporte von Auswanderern aus'dem Osten, die nach Uebersee reisen und in Berlin in dem von der Eisenbahnbehörde dem Hilfsverein sur Verfügung gestellten großen Durchwanderersaal des Schlesischen Bahnhofs Station machen. Für die Durchwanderer sind Visen bei den Konsulaten zu besorgen; mit Eisenbahnbehörden,.-SchiffsgesellsclHften, Konsulaten «ind Verhandlungen zu führen, ferner ist in Angelegenheiten der Auswanderer mit der Zentrale der Hicem in Paris und mit ihren Komitees im Osten und im Westen zu korrespondieren, die die Transporte auf den Weg bringen und' für ihre Einschiffung Sorge tragen: * Erwähnt sei, daß vom Hilfsvej-ein jetzt auch Visjen zur Einkreise nach,China für Emigranten aus Ländern 3es Ostens, in denen es' keine chinesischen Konsulate gibt — Lettland, Litauen, Polen und Rumänien — gegebenenfalls beschafft werden. ' Der Hilfsverein hat in weiterer Ausdehnung seiner Fürsorgetätigkeit zwei Gesellschaften — an der Ost- und an der Westgrenze Deutschlands — finanziell unterstützt: die Jüdische Zentralwoblfahrtsstelle irri Gebiet der Freien Stadt D a n z 1 g und den Hilfsiusschuß:d:ür jüdische Durchwanderer ist Köln. K ö 1 n ist Durchgangsstelle für Auswanderer nach dem Westen und Rückwanderer dorther, und hat ab winhtif "Grenzstelle schwierige Aufgaben su erfüllen. - ' ' Der Kölner Hilfsausschuß gewährt Hilfsbedürftigen Rat um materielle Unterstützung. Er leistet ihnen Mithilfe bei der Reise sorgt für Beherbergung, Verpflegung und Bekleidung, auch über nimmt er die Erledigung von Paßangelegenheiten in Köhl wie il\ der ganzen Rheinprovins. ' 1 > 1 ' I; Dem Jahresbericht der Zentralwohlfahrtssteilte ' in Danzig für die Zeit vom 1. April 1927 bis 3r. März, 192B . entnehmen wir die folgenden Ausführungen, die ein r von der, Tragik des Emigrantentums. geben und zugleich Emigranten und Wanderer verschiedener Art, von denen in Bericht die Rede ist, die fälschlich ihre Hoffnungen auf M kerten setzen, die sich in Danzig bieten, zur. Warnung d . können. * i i Du Gebiet der Freien Stadt Danzig «lebt auf Grund der politischen " Verträge jedem Polen ohne AäatuuUpiu und ohn4Visum offen, wlhrtnd für den Greniübertritt uat-rr l> e u 11 c h I » n d der Auslandspaß und tit Einreisegenehmigung erforderlich •ind- ' . Arme und ArbeiUlope^d -Tin» in der Hoffnung, in der reichen sindVevoDen Hafensladt Dsmig Es aandétf eint) hier ungelernte Arbeiter und Hand- » J!.. -1 fZ\A ■ i«. .; - ■-*■- \': rr-'1 ,; l '■ l ■ \- i

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