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Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden · 1925-05-01 · Mai/Juni (1925) · p. [Seite]

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Journal
Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
Volume
1925
Issue
Mai/Juni (1925)
Date
1925-05-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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t ' » ■ .' ■■ ■ ,,1— ' _ , ■'..•/'',' ".** y ■■' « Ihrem letzten Jahresbericht entnehmen wir darijoer „ allgemeinen Interesseder jüdischen Einwanderung liegt,- folgendes: « '". ".? daß _eine ^rationelle VerteilungüW das Land -hin erfolgt, „Wir beobachten gleicher «Weise-fiat Aufmerksam- und eine Überfüjlong einzelner großer städtischer Cenkeit die Pläne der argentinischen Regierung^ die »eine treri .vermieden wird. 'T'> . > ■ & " A t-, . neue Gesetzgebung für die Kbmessij^fjskaKscher' Tef-; I . rains an kleine Landwirte zu schaffen beabsichtig^, 4Hid"- - wir sind gespannt, ob wir einige dieser Ländereien zur Installation von Immigranten werden erhalten können. , '• . Es wird nicht ohne Interesse sfiin, bei dieser" Gelegenheit zu hören, daß die argentinische Regierurig, . welche ihrerseits , die Instillation von 50.000 Familien auf diesen fiskahscheu. Ländereien projektiert, unsere. Direktion in Buenos Aires zur Beratung über die Methoden herangezogen hat, die sie anwendet und die Budgets, die sie bei 'unseren Unternehmungen ansetzt. Unsere Kolonien sind bei den Landesbehörden wohl? bekannt und geschätzt. Unsere Kolonisten werden \ als" ausgezeichnete. Landwirte hochgeachtet, ünd bei einem landwirtschaftlichen Wettbewerb 4m Jahre 1923 _ sind 14 von >ihnen prämiiert worden. Den ersten Preis * für Getreidekultur hat einer unserer Kolonisten in Entre - Rios davongetragen. Das jüdische, ehemals unerfahrene Element hat sich allmählich vervollkommnet und kommt jetzt meist an Wert dem hichtjüdischen - landwirtschaftlichen Element gleich, übertrifft es sogar bisweilen. So sucht in der Nachbarschaft der Kolonie Dora eine landwirtschaftliche Gesellschaft zur Kolonisation ihrer Ländereien das jüdische Element , »heranzuziehen unter Bevorzugung vor jedem anderen, v weil sie seine Ausdauer würdigt und die Spezialkenntnisse -schätzt, welche sich unsere Kolonisten in Bewäs- . . serungskmlturen erworben haben'. In der Nachbarschaft einer unserer anderen Kolonien, Baron. Hirsch^ sucht ein bedeutender argentinischer Grundbesitzer 4 ebeitfajls unser jüdisches Element, um seine Ländereien gutzn verwerten." Mitteilungen, die an uns aus Argentinier! direkt gelangt sind, entnehmen wir folgendes: Die jüdische - Bevölkerung der argentinischen Re- ■ publik wird haute auf 200.000, Seelen geschätzt, von ., denen 8o.°coo sich in Buenos Aires befinden, 30.000 in' den Icakolonien und in den naheliegenden Orten, 90.000 in den übrigen Städten und Städtchen der gesamten argentinischen Republik. i * v Die überwiegende Mehrheit stammt aus .Rußland, im speziellen aus der Ukraine, dann folgender Zahl 'm nach, polnische und rumänische Juden. Juden aus Central- und Westeuropa sind im .Verhältnis zur jüdischen Ge'samtbevölkerurigin Argentinien^-mtr ingem ringem Masse vertreten^ , Es ist der ausdrückliche Wunsch der argentinischen _Regierungt daß nach Argentinien nur arbeitsame Elemente einwandern, wie z. B. Landarbeiter und qualifizierte Fächleute. Hauptsächlich sind Landarbeiter" erwünscht. Die Praxis zeigt, daß intellektuelle Elemente sich hier schwer einordnen können. . ft . -■' ■-"5 .Argentinien istein Ackerbauland par excellence.; Darum ist die ökonomische* Lage „größtenteils abhängig von der Eriite. In den -Jahren.guter Ernte lebt alles auf, auch Industrie und Handel 'belebt sich. Dagegen ist in Jahren "schlechter Ernte sofort eme Kriset zu spüren. * * - Die Industrien des Landes befindet)- sich noch in einem embryonalen Zustand. — , , .." 1" r * ■; ' fei^ ^'';\ / IWilien . j * . . f Sehr interessant und lehrreich für Einwanderet nach Brasilien ist ' das Resümee; das die J.ewish* Colpnisatlon Association ihrem letzten Bejahte jib_er die Lage in BrasiUej^oJgejiJäg^ Be»oiidLisibinn^T^"^litb^^' TOfnstr- °2- «ert 1iT^er,*llihw^is darauf daß 'es im Intcresse^des will- Stuttgart, Reirisburgstr. 39.. scliaftlicherij Erfolges der einzelnen Fjriwandrer wie im W,ip$haden, Lessirigstrr-io. J _ ' - '"l.-. » \ "- ■ -->."~,'T"i -.. . . 1 . ' r, 1 v —* , ^10- 1 c - „Aus diesen summarischen Angaben' scheint .hervorzugehett, daß', obwohl Brasilien vor'allem ein landwirtschaftliches Land ist; es den .Einwanderern, dit^, qua- Meierte Handwerker sind, sehr beachtenswerte Ans« sichjten b'ietjt unter der Bedingung, daß sie nach dem - Beispiel .ihrer ihnen vorausgegangenen Gläubensgenos- * ' senijsich nicht in den Städten und den größen städti- * schep Zentren zu etablieren suchen, sondern sich über däsf£5and hin verteilen. Sie werden auf diese Weise es vermeiden, in diesem Lande eid Überangebot von Arbeitskräften ohne Beschäftigung hervorzurufen. Es darf hicht vergessen werden, daß das Vorhandensein von— " arbeitslosen Einwanderern, die der Öffentlichkeit zur Last fallen, dahin führen kann, Beschränkungen bezüglich Zulassung anderer Einwanderer herbeizußih- « * ren. . _^_ ' \\ •'■ --|.'". Das Nachnchtenblatt1 der Reichsstelle für Auswanderungswesen bringt inseiner Nummer vom i ._ Juni , 1925 über ein neues Einwanderungsdekret folgendes: Die Brasiliahische Bundesregierung hat unter dem 31. Dezember ^924 "ein Dekret eriassen,"das sich aü/ . die Einwanderung bezieht. Die Veröffentlichung der neuen Bestimmungen ist Ende März 1925 erfolgt. Die Ausführungsbestimmungen fehlen-noch; wann sie erscheinen werden, läßt sich,,-noch nicht übersehen. Aus dem Text des Dekretes geht hervor, dass der 1. Juli L925 als Tag des Inkrafttretens gedacht ist Bis auf weiteres gelten die bisherigen Vorschriften..-' Besonderes Interesse verdienen Bestimmungen, die eine Konzessionspflicht ' für Schiffahrtsgesellschaften, die Einwanderer befördern, und für Gesellschaften und Per-. sonen, die Einwanderer' einführen, festsetzen...;. § 6 flieser Bestimmungen besagt: - ...... Keine Unternehmen, Gesellschaften oder* Einzelper- < sonen .dürfen Einwanderer ohne vorhergehende Ermächtigung durch die Generaldirektion des Bevölkerungsdienstes einführen. Bei Nachsuchen der Geneh- -, migung_ müssseh die Interessenten den Befähigungsnachweis erbringen, die Zahl der einzuführenden Einwanderer, die Zahl der Familien und einzelnen ""Per- sonen, die Nationa'i'ät und GeldmifieJ der Einwanderer, sowie die Bestimmungsorte, die den) Einwanderern ^angebotene j\rbeit und die gegenseitige Verpflichtung angeben. Ferner' müsseh die Sicherheiten -angegeben' "werden, welche die Unternehmer zu bieten haben. Ge-. Seilschaften ' odfer Einzelperspnen, . welche ihren Verpflichtungen nicht - nachkommet», wird die Ermächti-,^ zur Einführung von Einwanderern entzogen. , ~ ■ vu *.'.:'Ä;• •'< ' - ' '.' '"'•/'■ ■ '. ■*■ .' ' .1 S-' "' '.- ' " .. ' Südamerikanische Grncralkonsulalr und K»n»ula(r in Drut» bland Ara*«««ie«f- / . Hamburg, Ferdinahdstr, 56, (Generalkonsulat). ~e~; Berlin^ Kaiserallee, 27, (Diehststundeu von""9 — ti Uhr). :'. Bremen, Sögestr. 2t. (Dienststunden von 10 bis 1 Uhr). - D^esden-'Ä^äi*uehdo^fstl,. 2b. \ ' '-fi-"^^' ' ' Düsseldorf, Breljmstr. 33. ■ ' 'c ' - » y Karlsruhe, Kaiserstr. 14t. *- ' , I ~ . . f 1 Köln-Marienburg^ Linden-Allee Leipzig, Kaiserin-Augustastn- 14. ■ . II MünCheiiv Liebi^strA9^ II/ (Dienststunden ftyr vormittags) i

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