Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
- Journal
- Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
- Volume
- 1925
- Issue
- Mai/Juni (1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Hiriea des awaaderuagt- GeaeUea l Einer Zusammenstellung des Immigrant. . Monthly Bulletin of Department' of Immigrant Aid, National Council of Jewish Women, vom - Febr. $ 192 5 entnehmen wir folgende Übersicht ■ über Härten, die das' neue Einwanderungseinschränkungsg'esetx für eine Anzahl von Kategorien von Einwanderern mit sich bringt: Stiefkinder von- Bürgern" der , Vereinigten; Staaten können nicht ausserha$ der Quote zugelassen werden.' ' Minderjährige Brüder, Schwestern, Nichteft, Neffen von Bürgern der Vereinigten Staaten können nicht ausserhalb der Quote zugelassen werden. . nische Bürger sind, enti* geboren oder naturalisiert, Frauen, die ame weder in Amerik können . für—ihre. Gatten nicht dieselben Privilegien äusserte ■wie männliche ,| ihrer Frauen; ih^ i n M f fca 1 fcf d (!> Ü <± V der Quote beanspruchen Jürger bezüglich Zulassung Gatten haben nur Vorzug Jr7Q u o t e. Nichtbürger, die in den- Vereinigten Staaten wohnen, können 'nach zeitweiligem Besuch im Ausland auf jjroße Schwierigkeiten stoßen,, sich dje Wiedeifzulaßung nach den Vereinigten Staaten -zu ^khern. . Bräute amerikanischer Bürger werden von der Quote nicht ausgenommen. Kinder amerikanischer Bürger zwischen 18 •— 21 Jahren, dif zur Quotengruppe gehören, sind^obwohl ihnen Vorzug innerhalb der Quote: iVi'. eingeräumt ist J iri schlimmer Lage bei Geburtsländern, derer^/jafiresquote auf nur 100 festgesetzt ist- Es gibt 40 solcher Länder!. ", AjJch bejahrte hilfsbedürftige Eltern .vom Bürgern der Vereinigten -Staaten können nicht ausserhalb der Quote zugelaßen werden. Sie können in der Vorzugsquote Platz finden, die für eine* große Zahl von Länderh, wie . bemerkt, sehr klein'ist. " — - Deklaranten (gleichviel, wie lange sie in den Vereinigten Staaten" wohnen) * können nicht die Zulassung von Frauen und minderjährigen Kindern ausserhalb-der^ Quote und nicht, einmal in der Vorzugsquote fordern. ' . £>ies bedeutet-a) zeitweise Trennung von Familien, da mindestens zur Erwer- . bung des Bürgerrechts 5 Jahre Aufenthalt erforderlich sind, b) Erzwungene -dauernde' Tren- *%• nung von Familien. Viele fremde Einwohner können' niemals~öder erst nach langen Jahren aus folgenden Gründen "hoffen, Bürger «u werden: w.? '• Weil .manche' den Namen des Dampfers und des. Datums ihrer Ankunft in den Ver- * einigten Stakten nieht wissen "und keine Zeugen odejr lndicienheweise für ihre Ankunft , haben,-«L Weil sie, wegen ihrer Eigenschaft als Frem- *de' während, des- Krieges vom Dienste in der Arfrtee der Vereinigten Staaten befreit zu werden beanspruchten, /f^Weil sie IlUteraten sind; "die vor dem Ge- |v setz von 1917 zugelassen__wurden und sie /„oft nicht,mehr diö Fähigkeit besitzeiT,'sich die Kenntnisse in der1 englischen Sprache zu erwerben, die für "die Erlangung der> ~J 'T?arura4is*Mon vorausgesetzt werden. ' J\Vfi( einige Gerichtshöffli Männern, r Bürgerrecht versagen, der^.i Frauen ausser i. halb der Vereinigten Staaten wohnen: Weil gewisse, Voßcsgruppen^nictyium Bürgerrecht fähig sind, (wie /Asiaten). ^Präsident-Coolidge hat sich in seiner 'Botschaft an den Kongreß vom Dezember 1 924 dafür ausgesprochen, die Handhabung, des Einwanderungsgesetzes etwas humaner zu gestalten, um für die Zulassung von Familienangehörigen bereits in den Vereinigten Staaten be\ fincllicher Personen einen, größeren Spielraum* zu geben. Vom Secretary of Labor Davis sind,! um die Einwanderungsgesetze zu humanisieren, Anregungen-zur Erweiterung der zuzulassenden Verwandtenkätegorien und der Vorzugsbehandlung von Verwandten von Deklaranten mit min- * . destens einjähriger Aufenthaltszeit innerhalb der Quote gegeben worden. * . Verschiedene Anträge sind eingebracht wor- ., dep, um die rigorosen Bestimmungen des neuen ,,' Einwanderungsgesetzes betreffs der Zulassungvon Familienmitgliedern zu lindern: Eingruppierung naher Verwandter von Declaranten in die Vorzugsquoten (Treadway)) dergleichen Zulassung' von erweiterten Kategorien Verwandter amerikanischer Bürger und Deklaranten, die vor dem i. Juli 1924 irr den Vereinigten Staaten .*_,» —„ gesetzlich zugelassen wurden, als Nicht-Quoten:'' — Immigranten.' (Periman). In ähnlicher Richtung bewegt sich ein Antrag von Ma'jor La Guardia. —■ \: .. Es sei hier erneut "auf die Wichtigkeit hingewiesen, Bürger zu werden oder wenigstens die - Absicht dazu in vorgeschriebener. Fox'rja k'undzügeben, da, abgesehen von anderen Vergünstigungen, zur Aisübung einer Reihe von Benifen der« . Besitz des Bürgerrechts, pder der Nachweis der " Intention es zu, erlangen, mit nachfolgender tatsächlicher Ausführung innerhalb 6. Monate nach gegebener Möglichkeit' die unerläßliche Voraussetzung ist. * *ktt ■ 'y'-'" v . DcportaHpaabill ,[,; V f..; > Andererseits Sind Tendenzen zum ^Ausdruck gekommen, die lauf eine Weitere Besniränkung der Einwanderung und eine Stellung dex in defi , 'Vereinigten Staaten bereits.befindlichen Fremden unter Ausnahmebestimmungen abzielen. , 4 Die Gefahr einer Verschärfung der Depor- ... tat i o nsb e s t immun.gen ist in der gegenwärtigen Session noch abgewandt worden. Das; Repräsentantenhaus hatte bereits eine' Bill "angenommen, wonach Deportation u. a. für jeden ' Fremden vorgesehen wurde, der ein Verbrechen begeht, für welches er eine, Strafe Yon '8 Monaten oder mehr erhalten hat,, oder der einet Verletzung deS " Prohibitionsgesetzes überführt wird und dafür eine Strafe von einem Jahr ,oder mehr, erhalten hat. Außer der Deportation aus neuen Gründen sah die, Bill eine Abschaffung der Zeitgrenzc für dieselbe vor. " Überdies sollte dem Ermessen des diensttuenden Beamten am ■ .Eintrittshafen ein weüerer Spielraum gelassen werden. Das Gesetz ist wegen Schlusses des Kongresses vertagt worden, docfr droht , die' Vorläge '-desselben für die nächste KongreßHession im Dezember '1925*.-- _ - Z * v .1"' l^gpduPn' wurden Gesetzesvorschläge eingebracht bezüglich Einführung der Registrierung von Fremden und Änderungen des N a t u r a 1 i - tiortsgeiett.rs, dir 4ip___Nannaligat^t ■• 5 ..«f - erschweren würden.