Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
- Journal
- Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
- Volume
- 1925
- Issue
- Mai/Juni (1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/4920222-6348830-6349411--094-4920280- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Odesa 1× ep/1000834
OCR text
'Visen versehenen, Sfn Jahre ,1923 wegen Erschöpfung der russischen rQuote in Ostasien und in europäischen Hafenstädten zurückgebliebenen Emigranten den Zutritt, -nach tJerr^eeeirlrgten Staaten zu eröffnen. Bisher jjaith die -Bemühungen vergeblich. Der letzte amerikanische Kon-' greß ist auseinandergegangen, ohne daß* ein Beschluß im Sinne der vorliegenden Anträge zustande gekommen wäreL L)ie Bemühungen der großen Hilfsgeseltjchaften von Amerika . und Europa, den gestrandeten" russischen Emigranten .einen Ausweg zu eröffnenr werden fortgesetzt.. Hamburg und Bremen , . Z. Zt< befinden sich noch in Hamburg von den 196 Personen, die am 1. Januar 1924 dort waren 90 (34 "Männer über 16 Jahre, 33 Frauen'über 16 Jahre und 23 Kinder). Per Unterricht der Emigrantenkjnder wird fqrt- :--—^-1--— geführt. _- Fh Bremen weilen gegen (42 Männer, 77 Frauen, 28 Kinder unter 10 Jahren). (Im Juni werden keine Visa erteilt. Für das neue Quotenjahr 1925/26 sind Reitens der Schiffsgesellschaften dem amerikanischen Konsulat die Listen der Überlieger bereits eingereicht, doch liegt über die für Bremen zugestandene Zahl der Visumnummern noch nichts bestimmtes vor. i--- Eine kleine Zahl der Auswanderer, z. Zt. ca. 15 Personen arbeiten in einem industriellen Unternehmen mit Genehmigung, des zuständigen Arbeitsamtes. Die Erlaubnis zu weitergehender Beschäftigung von Auswanderern konnte bisher nicht erwirkt „werden. ■ Die Schulbehörde hat sich bereit erklärt, auch für das laufende ■ Semester die Einrichtung ejner speziellen Klasse für die Emigrantenkinder, deren Begabung und Fleißimmer wieder hervorgehoben wird, unter den bisherigen Bedingungen beizubehalten.' ' ■ '■ •■' , f ' ± ..... Auswanderung Uber Deutsche Hafen Im Jahre- 1924 wanderten über-deutsche Häfen aus 74725 Personen und zwar. 56 837 Deutsche" und. .l?.88.8,' Ausländer. ' -v, " ':. " #• .. »■•■••■■'.{ '' - ■. •■ .. <i b. nicht >lt ausländische Arbeiter geHen: J 1) Alle Arten von An g e 11 e~11 le n .(mit Aufnahme dar niederen Hauaangeeleiltain). 1) Volon!Ire, die aur weiteren Aüabildang im Be trieb ohn*"~Xt«pr«ch tuf Entgelt angestellt aind. . 8) Al|e Ausländer, die. eich im BesiVs ei- .*"***■' nc,' "b» f re iu ng ssch ein # befinden Den Hefreijungt«Qhtin können, erhall 0 11 : ~r * 1) Auallndiachev 1a nd w i r t a ch a f 11 io^h.» Ar fc e i - ter, die mindeatena vom 1. Januar iai3 ab-im Inland in der Laodwirtachaft glicht nur vorübergehend beschäftigt aind.! 1) Aoalindiache nicht landwirtschaftliche Arbeiter, die mindeatena vom I. Januar 1019 ab im Inland in nichtUndvörtachaftlichen Betrieben nicht nur vorübergehend beschäftigt aind. 3) Aus'andiache n ic h 11 and wtr lach aft 1 i c he Arbeite r, die am 1. Juli 1914 seit mindesten» einem fnluwt in einem mehUandwirtachaftlichen ■.» . t. . Frmissinu^g der Fahrpreise für Grsell.chafLfahrten auf ' - DeaUckea Bahnen - - 1 , * j - ■ ». Mit Gehtihg.voni 6. April 1925 ab sipd die Fahrpreise für Ge^ellschaftsfahrteri um 25"» ermäßigt worden. Diese Vergünstigung erstreckt sich auch »auf Transportpassagiere der Schiffsgesellschaften. ,. *"' . ' ,r ' .• «... ._•> :#* \ * I.nllausunjsscheine Nach Mitteilungen, die speziafl von der deutsch-po.1- nischen Grenze vorliegen, werden an den Grenzstellen so-* . wohl von Eipzelaruswanderern wie Passagieren,. &f& in Transporten von Schiff sgesellscha/ten reisen, Entlausmfgs- .scheine verlangt, .welche, io Polen ausgestellt sind. . * Es ist ui.s eine. Anzahl Fälle gemeldet worden, in . denen der Übertritt .nach Deutschland, mangels des v'er' langten Nachweises der Entlausung nicht gestattet worden ist. Die Zurückgewiesenen mußten, .infolgedessen die fückreise nach kPofen' antreten., .... Wir,haben Veranlassung genommen, Emigrationsvereijr^ ne Schiff sgesejlschateri auf die -bestehende Be^tirrt-- tnung auftnerk*am ztv n*aehen,, damit ,Unzuträglichkeiten- und Gefährdung wichtiger- Iiyepe^sen" der Emigranten 'in Zukünft vermieden werden.",— . > % \-> Nai hstehehd gebet» avh* Bestimfnmign übe r_jd i e BeschafAig urig ausT*ä 11 di sc her A r bVi t et ,urid > .1 Angestelltem in Deutschland nach einet Zusamj incn'stellung der Hauptstelle für jüdische Wauderfürsorgc und Arbeitsnachweise 'in,^Berjin Jrieder: —* Jahr Betriebe beschäftigt waren und unverzüglich an' Dir*' .. alte Arbeitsstelle zurückgekehrt sind, aoMd~dn> durch den Krieg 'geschaffenen Hinderungsgründe in Portfall gekommen waren. 4) Ausländische Arbeiter, dz* am 1. Januar 19IQ bereits im Inland anaissig. aber noch nicht i& Jahre all waren. , ♦ i 5) Arbeiterinnen, die durch die .Verheiratung mit einem Aualinder die deutsche Reichsangehorig- . keit verloren haben. 6. Ausländisch« Arbeiter, die daa zuständige Landesamt für Arbeitsvermittlung im Ein/elfalle mit Zustimmung der hö'ieren Verwaltungsbehörde von den B'stimmyngen dieser Verordnung befreit lujt, weil ihre Anwendung eine besondere Hirt* gegen ait. bedeuten würde. ' ' Anm. Den Befreiungssebein stellt die Deutsche Arbeiter zentrale oder eine andere von der obersten Landesbehörde beauftragte Stalle aus. Und twsr >i den ' Fallen 1—5 auf Grund der Festellungen der Ortapo'iteibehörde, im Falle 6 nach 'Zustimmung der höheren Landeaverwaltungabehörde 'und des Landesamts für Arbeitsvermittlung ♦". .»' * . Alle anderen aüaT»"nd»»ch«n Arbeiter, (einsphließlich der Lehrlinge, .. ' aind' de« L e g i 11 ma t io n a « w« ng unterworfen. Sie können Arbeit nur einem sc' Atbeitgeber aufnehmen, daa^-d» IG.enebmiftfng zur Beschlfti gtT'n g von a u s - ihdiadfien' Arbeitern hat. (Dieae Gec neflmigung kann vom Arbeitgeber beim zustäWrligen I ande-amt für ArbSlUvermitthing, bezw. bei dem Vorsitzenden des öffentlichen Arbeitsnacliweisea nachgesucht werden). ------- . ArbeiterI«git im ationskart«: 1 . * Aushtndische Arbeiter dürfen in eine für ausländische ' -Arbeiter freigegebene Arbeitsstelle nur eingestellt wer- den.i wenn sie im Besitz einer Arbeilerlegitimations- ,~ . karte sind. - Die Karte wird bei der Arbeiterzentrale " . durch das zustandige Polireiamt beantragt Auf dieser Karte müssen ordnungsroißig alle ArbeitsverhlltniBe _; ' 1 bescheinigt sein. Kussland. Ukraine , Nach vorliegenden Meldurtgen hat die Hungersnot in der- Ukraine ausserordentliche Dimensionen angenommen, insbesondere in den Gouvernements Charkow, Odessa, 1D0netz, Podolieh und Wolhynien. »Dies ist um so verhängnisvoller, als die allgemeinen-wirtschaftlichen Verhältnisse sehr ungünstig sind. -Die Arbeit der. Industrie und Landwirtschaft wird durch Geldmangel gelähmt, auch das-Transport weserList, rückständig. Es herrscht infolgedessen eine starke Arbeitslosigkeit.^ •r;V 'v **■•'' S 3 . Kumänien; ' Russische Flüchtlinge in, Rumänien. In Kischirteff haben Registrierungen^ der nTsiischeii Flüchtlinge, von Seiten der Sicherheitspolizei, stattgefunden zu dem Zwecke, die Heimreise derselben in die Wege tu leiten. Die Listen sollen «Jwch Vermittlung der gwii^c lucn .( ' - ■. \ v — 2 - , .*CM. l(H