Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
- Journal
- Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
- Volume
- 1923
- Issue
- August/September (1923)
- Date
- 1923-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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sie werden so 'gehandhabt, daß nur PersoneripSie. ULiin^ 1 die Möglichkeit Haben, die südkanische Union zu betreten«' k't. Frau oder minderjährige Kinder eines -naturalisierten , oder'gebor&ien br'uischen Untertanen, der in Südafrika wohnt; . ., 2. Personen, die kommen, um auf dpi» Lande zu arbeiten, und Papiere vorzeigen können, die dartun, dal? ein naturalisierter landwirtschafttreibender britischer , Untertan in Südafrika sie azrf seine Farm zu nehmen wünscht; ' \ 3.. Personen, die als Teilhaber eines in der-südafrikanischen Union vbe stellenden de Schaftes kommen und . durch Papiere einen Nachweis darüber erbringen können; \ , 4. Personen, digggffügendes Kapital haben, um bei ihrer Ankunft ein eigenes Geschäft im'Lande zu begründen. 'Außerdem müssen die zu den vorgenannten Kategorien gehörigen Personen guter Gesundheit sein und eine europäische Sprache 4esen und schreiben können. Jiddisch wird als europäische Sprache anerkannt. ■ / Bevor die" zu vorstehenden Kategorien Gehängen' ihr Heimatland verlassen, ist es jedoch erforderlich, daß die Personen, zu denen sie fahren —■ die naturalisierte odtr geborene britische Untertanen sein müssen —, eine Eingabe^uir sie bei dem^ Departement des Innern machen und dem Minister alle' Einzelheiten des Falles vorlegen. -, Nach abgeschlossener Prüfung (trifft dieser , seine Ent- . Scheidung über Zulassung in die Union. Fällt diese Entscheidung bejahend aus, ..so muß. die Person, die die Eingabe gemacht hat, den Immigranten verständigen, und dann erst kann dieser seine Reisenach. Südafrika antreten. Besonders zu bemerken ist, daß es nutzlos—für jeden Immigranten ist, nach Südafrika zu kommen,'um eine. Position als Angestellter zu suchen. Denn ttte Regierung erlaubt keinem, in dieser Situation und mit dieser Absicht sich niederzulassen, weil gegenwärtig die wirtschaftliche Lage.in Südafrika ungünstig ist. - . - 7 ..... Um jüdischen Einwanderern, die in Südafrika Ankommen, beizustehen/ bat der J -e w i s h BLo'.a r d o f D e p u t i e s in Johannesburg (Südafrika) einen Vertreter in Kapstadt bestellt um die einlaufenden Schiffe zu empfangen und jirdischen Immigranten in ihren Beziehungen zum Immijjrationsdepartemeut förderlich zu sein, sie. vor den) Im'migrätionsberufungst ribunal zu vertreten gnd' für sie allgemein in Fällen einzutreten'" wo ihrer. Landung sich Schwierigkeiten ■ entgegenstellen. Eiist denNeuankömmlingen zu raten, als- .bald nach ihrer Zukunft in Kapstadt nach"dem Vertreter des Jewish Board-of Deputies zu fragen. Name, und die Adresse desselben sind:. ' --«^ P. - Jbchelson, - Gresbam House, 40' .St. deorges Street, Kapstadt, P. O. Bo* i^oy/'Ehöne 1671, Central, Residential phoiie 621, Central, TeiegYaphic. adress „Jocheis". Palästina. *. , Im Jahre 1923 iSheinc Verschärfung bezüglich der Kon trolle der-' Einwanderung eingetreten. . Die palästinensische Regier&ng begnügt sich nicht mit der von Seiten der Palästina- , ämter sowohl sowie* vön Seiten des englischen Konsulates erfolgten Prüfung, ob der Palästinareisende den Bestimmungen über ilie; Einreibe entspricht, sondern sie hat besondere Kantrollinstanzen eingesetzt, und zwar zunächst einen besonderen Kommissar nach J r i e s t entsandt, der -vorder Einschiffung eine nochmalige Prüfung1 der Visa" daraufhin—rorninimt, ob diese auch wirklich den. von der palästinensischen Regierung .. erlassenen Bestimmungen entsprechen. . - i\' : * ■ '■ -• * ' - I ■ ■■ der Landung zurückzuweisen, welche nicht ordnungsgemäß erteilte Visa von Seiten jler englischen Konsulate vorzeigen konnten. ' Solchen Palästinareisenden, deren Visa, nach Meinung des Kontronkommissars nichf'in Ordnung sind, soll enur unnutze Weiterreise -nach 'Palästina 'erspart bleiben, ünd deshaTb--satteii~sgtehe Reisenden bereits in Europa angehalten - - ■gjardfn —--—..... •- ■ - , " Berlin*.ist nach wie vor Haupteta^penstation für alle Palästinareisenden,' die von den Palästinaämtern*~13änzig: Kowno, Riga, Reval, Libau abgefertigt w«r4«u. Mit Hilfe des Jüdischen Bahnhofsdienstes in Berlin (siebe Sejte 1) werden diese Durchwanderer nach wie vor in Empfang genommen und für ihre Unterkunft während ihres" Autenthaltes wird von Seiten des Palästinaamtes Sorge'getragen.^ Das Palästinaamt ist bemüht, den Durchwanderern beim Einkauf von Handwerkszeug, Gerätschaft und Beschaffung von Kleidungsstücken usw. behilflich zu sein. - . Von Berlin aus-* erfolgt die Abfertigung für "die ganze Reise bis Palästina, da hier sowohl BahnbilletsWie Schiffs- karten bis zum Endziel -besorgt werden. " ~ "Für die Palästinareisenden aus Deutschland und für die ., Durchwandeter über Berlin führt nach wie vor der Reiseweg über München, Salzburg und Triest. Infolge einer Änderung der Anschlußverbindung müssen^ ' dif Palästinareisenden ihre Reise in München unterbrechen*' und" dort " übernachten. ' Es ist gelungen, alle. .Schwierigkeiten, detjen sonst' Ausländer in Bayern ausgesetzt sind, zu beseitigen; sowohl die Bahnwie die Polizeibehörden haben ein weitgehendes Entgegenkommen bewiesen. Erwähnt sei, daß das Palästinaamt Triest die Abschaffung des . italienischen Durchreisevisum^ für alle diejenigen Palästinareisenden durchgesetzt hat, die ein italienisches Schiff benutzen und-ihre-Schiffskarte bereits in Berlin lösen. Die,Adresse des Palästinaamtes in -Berlin ist: Berlin- Wilmersdorf, Emser -Straße 12Ü3. 4 ■■' Es gibt in Palästina noch eine beträchtliche Anzahl beschäftigungsloser Arbeiter. Der erhebliche Zustrom - neuer Einwanderer, die ökonomisch« Krise, die Palästina - durchmacht, die Einstellung öffentlicher Arbeiten .seitens der Regierung infolge dfs-Mangels an verfügbaren GeWernrsind die 'Hauptursachen der Arbeitslosigkeit ■ Die palästinensische Regierung bat einen. Plan für öffentliche Arbeiten aufgestellt, „,*u deren Ausfuhrung sie die Mittet durch Aufnahme eine/ großen Anleihe gewinnen . wollte. Aber bisher hat_sie infolge, politischer Umstände ihre'Absicht noch nicht zu Verwirklichen vermocht. , . . v '" .. '• ' .:.■• '•■'".■ '• \; Emigrations-Komitees. _ .1 ■; ' ■ r-' :. ■ -; %. : '"T I- Nachstehend führen wir eine Anzahl.-«, Komitees in europäischen Einschiffungshäfen auf, mit denen wir in der AusWandererfürsorge zusammenarbeiten: „ " « t ■ ■ :\ E l v> - V . - » K '- •*."«•. .' / v? . I ... ' 'y \ "» :- — ^- v " Amsterdam: Hachjjosa^ >Üurechiem, Weesperstraat 2. Antwerpen: Ezra/Loaple Rue d'Argile 155. Danzig: Ernigrationskomitee der- Jewish Colonization Association, Auswandererlager, Hansaplatz. Libau:. Hebrew IrnmTgfant and AM' Society „HIAS" p- .Kornstr. 40. . , Liverpool: Transmigraiit'S Aid Committee, 5 Oxford ■.-Street. •. . „ ' .■.. '." .;•■ . ' " . London: jews' Temporary Sftelter, 82 Leman Street. - Riga: -Council of Jewish Wanten, Jacobstr. Jet- -Zinuner. jfi. »kiga:" Hebrew Immigrant and Aid Society „HlAs1, Kaufstr. 22. ' , * - Rotterdam: Montefiore-Ver'eeniging, West^eedjjk 235. ' '""■'■*' ':~~'•■ .' ■•• > ■ . '~i",5-' ' . ' 'r'":'r 2^3 v — c^•'-.' .'■■.•''■ ' '."■.• i-'"'• S>'',-''..•;,-;'^^sB -i—. J •'. ••. . '-.—- , . . - . : ■ ' . V. '■■ ■ ,v xi'^'i,-. - ' -\, :.r -m '.;-*' * Ü ■">" •' ^7 . - ...■ : \¥ } , braok >«n II s Ho^iau * Co.. B-rlln »W 1», Drutnutr. ». ■ v ' . ^) .