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Jüdischer Almanach · 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 41

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Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5698 (1937-1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 41 (sequence 43)
Language
German
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DAS JAHR 5697 II liehen Kommission, dann auf ihren Bericht, jetzt auf den Ausgang des Kongresses und der Verhandlungen in Genf . .. Die Kette der Wartestationen bricht anscheinend nicht ab. Aber das Leben im Lande geht weiter, verträgt keinen Stillstand. In diesem Jahre der verminderten privatwirtschaftlichen Initiative wurde ein gewaltiger und weithin sichtbarer kolonisatorischer Vorstoß des Zionismus unternommen. Fünfzehn neue Siedlungspunkte sind entstanden, jeder einzelne von ihnen im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht oder über Tag. Ihre Namen (Jokneam, Kfar Alroy, Kfar Hamakabi, Tel-Amal, Hassadeh, Bet Josef, En Hakore, Massada, Javniel, Efraim, Kfar Chittim, Irgun Moledet, Djuhara, Moas und Ejn Geb) sind noch auf keiner Palästina-Karte verzeichnet. Und doch sind es schon lebende Begriffe für uns, die neuen Zellen eines großen zionistischen Vorstoßes. Diese jüngsten Kolonisationspunkte sind nicht an einer Stelle konzentriert, sondern liegen in den verschiedensten Gebieten des Landes. Ussischkin hat die Richtlinien dieser neuen zionistischen Kolonisationsstrategie, die in Zeiten, da wieder so viel von Grenzauflockerungen und neuen Grenzziehungen gesprochen wird, ganz besonders bedeutsam ist, folgendermaßen gekennzeichnet: »Die Auswahl der Ansiedlungspunkte ist nicht allein eine landwirtschaftliche, sondern auch eine politische Frage. Sie interessiert in erster Reihe den Keren Kajemeth, der die Basis für die gesamte Kolonisation zu beschaffen hat — den Boden. Wir müssen heute bemüht sein, Orte in die Hand zu bekommen, welche von den Zentren unseres Ansiedlungswerkes entfernt liegen, um die Grenzen unseres Landes so weit wie möglich sicherzustellen. Und so hatten wir bei der Festlegung unserer Bodenkaufpläne stets die eine Richtung vor Augen: entfernt gelegene Punkte zu erfassen. Abgesehen von der Güte des Bodens leitete uns das Streben, die Grenzen, was auch immer kommen möge, zu erweitern. Denken wir daran, daß ein gewisser Teil der Siedlungen Dagania in Transjordanien liegt und in unserm Besitze geblieben ist. Das ist, politisch gesehen, die wirkliche Eroberung der Grenzen. In diesem Sinne hat der KKL im letzten Jahre beschlossen, seine Tätigkeit auszudehnen und so schnell wie möglich und soweit unsere Kräfte dies gestatten, die Grenzen im Norden und Osten zu sichern. Und wenn wir in der setzten Zeit 25.000 Dunam Boden im Emek Beth Schean und eine Fläche von 8.000 Dunam in der Umgebung von Zemach

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