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Jüdischer Almanach · 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 202

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5691 (1930-1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 202 (sequence 204)
Language
German
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IRI
…/4919024-4919342--0522-4919546
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202 von jüdischem Sport. Dem Beispiele Hakoahs folgend, entstanden auf der ganzen Welt jüdische Fussballvereine, die sich meistens gleichlautende oder ähnliche hebräische Namen beilegten. Z. B. „Hagibor"-Prag, „Kadimah"-Amsterdam, „Hakoah"- Zürich, „Bar Kochba"-Berlin, „Makabi"-Paris etc. Mit dem Aufstreben des Professionalsports mussten auch jüdische Vereine, hauptsächlich um ihre anderen Sektionen (Leichtathletik, Schwimmen) finanziell zu sichern, Berufsspieler engagieren. Dadurch verloren diese Mannschaften ihren moralischen Wert für die jüdische Sportbewegung, doch darf man nicht ausseracht lassen, dass durch den Bestand einer guten prof. Fussballmannschaft für unzählige mittellose jüdische Jugendliche die Möglichkeit zum Sportbetreiben in anderen Sektionen geschaffen wird. Eine sensationelle Mannschaft stellt „Hakoah"-New-York dar, eine Berufsspielergruppe aus den besten und berühmtesten jüdischen Fussballspielern der ganzen Welt! — Auch in Palästina hat sich der Fussballsport rasch eingebürgert, konnte sich aber mangels geeigneter Anlagen nicht in dem Masse sportlich entfalten, wie es gerade in diesem Lande für uns wünschenswert wäre. Ausser im Fussball und in der Turnbewegung haben die jüdischen Sportler in der Leichtathletik die bedeutendsten Erfolge errungen. Diese Erfolge sind umso höher zu werten, als Leichtathletik ein Sportzweig ist, in dem nicht allein das Talent, die körperliche Veranlagung, sondern eine zielbewusste jähre-, oft jahrzehntelange Arbeit nötig ist, um zu Höchstleistungen zu gelangen. Dies zeigt also wieder von jüdischer Beständigkeit und Energie im Streben um körperliche Schönheit und Kraft. Der berühmteste jüdische Leichtathlet der Welt ist der Australier C h. Winter, dem es zweimal gelang die olympische Goldmedaille, das höchste Anerkennungszeichen, das der moderne Sport kennt, zu erwerben. Für seine Beständigkeit in der Sportausübung zeugt die Tatsache, dass er im Jahre 1920 in Antwerpen und vier Jahre später 1924 in Paris mit einer Weltrekordleistung von über 15 Metern den Dreisprung gewann. Auch Abrahams (England) der Olympiasieger von Paris, im

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