Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 252 (sequence 254)
- Language
- German
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Die an Palästina interessierte jüdische Öffentlichkeit wird sich allmählich zu der Uberzeugung durchringen müssen, 1. ) daß die Errichtung wissenschaftlicher Institute in Jerusalem ein sehr wichtiges Stück der Palästinakolonisation im allgemeinen ist, 2. ) daß eine gut ausgestattete, reiche Bibliothek in Jerusalem das Rückgrat unserer wissenschaftlichen Bestrebungen sein muß. Der jüdische Volksschatz. Der jüdische Nationalfonds einst und jetzt. Am Eingange unserer nationalen Geschichte steh! die gewaltige Gestalt unseres Lehrers Moses. Sein über* menschlicher, erhabener Geist hat unserem Volksleben seinen Stempel aufgedrückt und die Jahrlausende sieg* reich überdauert. Die alten mosaischen Bodengesetze haben — gleich den in den Pharaonengräbern vorgc fundenen Samenkörnern — bei ihrer Konservierung durch die Bibel garnicht an Lebenskraft eingebüßt: sie sind heule noch, im besten Sinne des Wortes, zeitgemäß. Wie alle großen menschlichen Wahrheiten ist auch die Wahrheit von der entsdieidenden Bedeutung de9 Bodenproblems sehr einfach und ist der Menschheit nur langsam zum Bewußtsein gekommen. Diese Wahrheit bc sagt, in eine kurze Formel zusammengefaßt, folgendes1 Der Boden bildet die Grundlage für die Befriedi' gung der wichtigsten menschlichen Lebensbedürfnisse. Ef ist nicht das Produkt menschlicher Arbeit, sondern sie"' sozusagen eine Gabe Gottes an die Menschheit dar. Ohne Boden sind die menschliche Wohnung, d'e menschliche Nahrung (entweder direkt als PflanzennahrunjJ 232