Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 240 (sequence 242)
- Language
- German
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Tabakblätter verfügbar war; eine gute Hälfte davon fand den Weg ins Ausland, während der Rest im Lande verarbeitet und konsumiert wurde. Auch mit der Anpflanzung von Nutzhölzern in dem durch Jahrhunderte lange Nachlässigkeit verkarsteten Lande haben neben den deutschen Siedlern der Keren Kajemeth und die Pica einen Anfang gemacht, bis auch die palästinensische Regierung sich der gleichen Aufgabe zuwandte und ihrerseit anregend und erziehend auf die arabische Bevölkerung einwirkte. So wurden in den fünf Jahren der Berichtzeit vier bis fünf Millionen Bäume gepflanzt. Überhaupt sucht die Regierung die günstige Entwicklung der Landwirtschaft in jeder Weise zu fördern- So hat sie erst kürzlich die aus der Türkenzeit übernommene drückende Ertragssleuer des „Oscher" den Landwirten von 12 6 auf 10 Prozent ermäßigt und zugleich eine modernere Veranlagung eingeführt. Schon 1921 war die 20-prozentige Fischtaxe abgesdiafft worden, was allein 1924 das Quantum des Fischfangs gegen das Vorjahr zur Verdoppelung gebradit hat. Diese günstige Entwicklung wird umsomehr anhalten, als neuerdings die Zionistische Organisation jüdische Fisdier aus Salonik' an die Küsten Palästinas verpflanzt. Für die Hebung der Landwirtschaft mögen noch zwei, dem Regierungsbericht entnommene Beispiele sprechen: Von 562.000 Pfund Sterling Darlehen, welche von der Anglo- Egyplien-Bank durch Vermittlung der Regierung an pal"' stinensische Landwirte während fünf Jahren gegeben wurden, waren am Ende dieser Zeit bereits 405.000 Pfund Sterling zurückgezahlt. Von 1920 auf 1924 ist ferner die Zahl der Schafe, Ziegen und Kamele im Lande von 540.000 auf 836.000 gestiegen. An die landwirtschaftliche Urproduktion schließt sich naturgemäß die landwirtschaftliche Industrie an. Noch vor 220