Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 239 (sequence 241)
- Language
- German
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Es ist unverkennbar und im Regierungsbericht auch ausdrücklich hervorgehoben, daß daß Beispiel der Juden auf die arabischen Nachbarn erziehlich eingewirkt hat, so daß die landwirtschaftliche Gesamtproduktion Palästinas sich quantitativ und qualitativ stark zu heben verflöchte. Die unter Pflug und Hacke gebrachte Bodenfläche nimmt von Jahr zu Jahr zu. Und die moderne Jüdische Wirtschaft ist dadurch charakteristisch, daß sie sich nicht mehr auf den Anbau eines Produktes, etwa aur von Getreide oder nur von Wein und Orangen, beschränkt, sondern daß sie als sogenannte gemischte- Wirtschaft verschiedene landwirtschaftliche Zweige nebeneinander betreibt, um so den Unbilden der Witterung Ur>d dem Schwanken der Marktpreise besser standzuhalten. Fast überall sind Viehzucht mit vorzüglicher Produktion von Milch und Milchprodukten, sind Gemüsebau, Bienenzucht, u. s. f. integrierende Beslandteile der jüdischen Wirtschaftsbelriebe geworden. Der Obstbau gilt als eine gewünschte Ergänzung der Wirtschaft und an geeigneten Stellen des Landes werden neue Obstsorten, wie die in Europa eingebürgerten Äpfel und Birnen und ifopische Pflanzen, wie die Banane, mit Erfolg angepflanzt. Während die Produkte des Getreide-, Gemüse- und ^utterbaues hauptsächlich dazu bestimmt sind, den einheimischen Konsum zu decken und den Import ausländischer Konkurrenzware, wie Getreide und Butter aus Australien, Gemüse aus Ägypten usw. abzustellen, er- °'fnet sich den palästinensischen Früchten, vor allem der berühmten Jaffa-Orange, ein immer breiterer Markt 'ai Ausland. Dies gilt auch von dem Tabak, der erst im Jahre *92l von der Fessel des Monopols aus der Türkenzeit bereit, in sprunghaft ansteigenden Mengen gepflanzt wurde, s° daß schon 1924 eine Produklionsmenge von 1800 t 219