Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 215)
- Language
- German
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wird auch in nächster Zukunft nicht sein, aber dennoch können wir sehen, wie es sich bildet und wie ihm die besten Energien des Lebens im Lande zuströmen. Denn so klein die Siedlung ist, so hat sie doch drei charakteristische Besonderheiten, die sie vom ganzen übrigen Judentum abheben und völlig jenseits der Frage, °b Majorität oder Minorität, als etwas Einzigartiges und für unsere Zukunft Bedeutungsvolles, kennzeichnen. In Palästina und heute nur in Palästina (denn die geringen Spuren traditionell abgeschlossenen Gemeinschaftslebens "i der Diaspora lösen sich immer mehr auf) wird jüdisches Leben in einer selbstverständlichen und natürlichen Weise gelebt, und dieses Leben strebt darnach, "Timer reicher und allumfassender zu werden, jüdisch und Menschlich zugleich; in Palästina ist die hebräische Sprache wieder lebendig geworden, und während alle ähnlichen Versuche in der Diaspora gescheitert sind, wei! sie unnatürlich sind, fügt sich die hebräische Sprache ln Palästina immer mehr in den natürlichen Rahmen des Lebens, und zugleich ist sie auch zu dem offiziellen Rang einer Landessprache erhoben worden; in Palästina hat nifin wie nirgends in der Diaspora der Pflege und der Jüdischen und menschlichen Erziehung der Kinder die volle Sorgfalt zugewandt und ein neues freies Geschlecht kann in den Siedlungen heranwachsen. Alle diese Besonderheiten, die jeder empfindet, der nach Palästina kommt, liegen in der Linie der Entwicklung des nationalkulturellen Zentrums. Jedem anderen Ziele sind in seiner Verwirklichung Unübersteigbare Schranken gesetzt. Aber der macht- Politische Gedanke eines Judenstaates, den wir dem Europa des neunzehnten Jahrhunderts entlehnt haben, würde auch einen Bruch mit dem wertvollsten Erbe unserer Geschichte bedeuten. Dies von Anfang an erkannt Z[1 haben, stellt Achad Haam in die Reihe der großen 197