Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 211 (sequence 213)
- Language
- German
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auf die Millionen Juden in der Diaspora belebend einwirken wird. Palästina selbst aber, — und dies auch in diesem Zeitpunkt scharf und klar erkannt und gesagt zu haben, ist eines der großen Verdienste Achad Haams und eine Rechtfertigung seiner Methode, die im Judentum und in einem unbestechlichen Wirklichkeitssinn wurzelt, wird die nationale Heimstätte zweier Völker sein. »Sobald das jüdische Volk wiederum einen Teil seiner nationalen Kräfte — Menschen, Güter, kulturelle Institutionen usw. — in dieses Land zurückgebrach! hat, ist es wiederum sein nationales Heim, und es hat das Recht, dieses sein Heim zu vergrößern und zu vervollkommnen, soweit nur seine Kraft reicht. Aber dieses historische Recht hebt Wicht das Recht der übrigen Landesbewohner auf, die s'ch auf das reale Redit des Wohnsitzes und der Arbeit lrn Lande seit Generationen berufen können. Auch für s'e ist dieses Land ihr gegenwärtiges nationales Heim, nnd auch sie haben das Recht, ihre nationalen Kräfte nach dem Maß ihres Könnens zu entwickeln. Diese Lage niai-ht also Palästina zu einem gemeinsamen Ort für vermiedene Völker, von denen jedes sich bemüht, dort Sein nationales Heim zu errichten. In dieser Lage ist es "'cht mehr möglich, daß es das nationale Heim eines e'nzigen von ihnen vollständig ist und all das umfaßt, ^ös in diesem Begriff enthalten ist", Heute mehr noch als damals, als Adiad Haam zum v,erten Male Palästina besuchte und die „Bilanz" dessen, ^as er gesehen hatte zog, geht der Aufbau der jüdischen "■«imstStte in erfreulicher Weise vorwärts. Die Geldmittel *kr nationalen Fonds fließen reichlicher als je zuvor, Zahl der Einwanderer beträgt in einem Monat manchmal so viel, wie früher in einem Jahre. Dennoch haben *J'ejenigen Recht, die behaupten, von einer Gründung ^es Judenstaates ebenso entfernt zu sein wie je zuvor. Wirtschaftliche und politische Gründe stehen der Er- 18* 195