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Jüdischer Almanach · 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 14

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Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5686 (1925-1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 14 (sequence 16)
Language
German
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läßlich der Eröffnung der hebräischen Universität seitens der arabischen Nationalisten ausgegebenen Streikparole. Die Liebe zur alten Heimat, die geistige und die materielle Judennot brachten auch in diesem Jahre Zehntausende von Einwanderern ins Land. Die Zahl der Juden in Palästina hat sich seit Kriegsende verdoppelt und dürfte gegenwärtig 130.000 Seelen betragen. Amerika hat seine Pforten geschlossen und so bleibt für die Juden nur mehr ein Einwanderungsland übrig — das wird auch schon von der Jüdischen Welthilfskonferenz anerkannt -— Palästina. Der Einwandererstrom bezifferte sich insbesondere in den fetzten Monaten mit durchschnittlich 2500 Seelen und stieg im Juni 1925 auf 4200. Bemerkenswert ist die große Zahl der orientalischen Juden, die von allen ihren Wohnsitzen aus Saloniki, Mesopotamien, wo sidi die jüdische wirtschaftliche Lage immer mehr verschlimmert, aus dem berüchtigten Jemen und aus Nordafrika herbeieilen. In diesem Jahre ist auch ein neuer, erfreulicher Typus des Einwanderers aufgetaucht: der einfache chassidische Bürger, der dem Händlerberuf entsagt, um sich in Palästina der Landwirtschaft zu widmen. So haben sich zwei chassidische Rabbis, die von Jablonau und Koznitz in Polen, mit ihren Anhängern angesiedelt und sind einfache Bauern geworden. Vielversprechend ist der Aufschwung der Tabakkultur. Die Arbeitslosigkeit, die sich vor zwei Jahren überaus fühlbar machte, ist stark zurückgegangen, was wohl auch damit zusammenhängt, daß immer mehr Kapital ins Land zu strömen beginnt und sich ernste Industrielle dem wirtschaftlichen Aufbau des Landes widmen. Haifa soll in absehbarer Zeit zu einem großen Hafen und Jaffa zu einem Eisenbahnknotenpunkt ausgebaut werden; im Emek soll eine neue Stadt entstehen. Der jüdische Landbesitz hat sich entsprechend vergrößert. Der Keren Kajemeth Le-Jisrael (Jüdischer National- 14

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