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Jüdisches Gemeindeblatt · 1932-01-15 · 2 (15.1.1932) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1932)
Issue
2 (15.1.1932)
Date
1932-01-15
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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»uständiarn Siedlungsbehörden ausgenomnien werden, ist es erforderlich, den Kreis der jüdischen Erwerbslosen, die an der nebenberuflichen landwirtschastlichen Siedlung interessiert sind, kennenzulerncn und auf seine Eignungzu prüfen. Für dir nebenberufliche Erwcrbslosensiedlung sind von dem Rtichskonrmisjar ausführliche Richtlinien ergangen, die in den einzelnen Gemeinden noch durch Sondcrbcltimmungcn ergänzt werden. Tic Richtlinien des Rcichskoinmisjars besage» im wesentlichen da» folgende: I. Träger des Sicdlungsvorhabens sind die Länder, Gemeinden oder Gcmcindcvcrbände. Sic können diese Eigenschaft jedoch an gemeinnützige Siedlungsunternchmungen übertragen. Bereinigungen, die Erwerbslosengruppcn für das Sicdlungsvorhabcn zusammcnsasscn, sind vorzugsweise zu berücksichtigen. — Diese Beslimniuug ist für eine zentrale Behandlung des Projekts durch eine jüdische Organisation von besonderer Bedeutung. i. Tic Kosten für den Aufbau und die Einrichtung einer Sicdlungsstellc dürfen ausschließlich Grundcrwcrb 3000 Mark nicht übersteigen. Ein Teil dieser Kosten soll von den anzusiedelnden Erwerbslosen durch eigene Arbeit aufgebracht werden, wobei notfalls eine Unterstützung durch jüdische Institutionen möglich sein dürste. Zur Tcckung des Restes i» Höhe von höchstens -.">00 Mark werden vom Reich Darlehen gewährt, die mit 4 v. H.;u verzinsen und mit l v. H. zu tilgen sind. :!. Tie Sicdlcrstcllen sollen so groß sein, daß die Beschassung des Lebensunterhaltes für die Familien oder Erwerbslose» durch den Ertrag des Grundstücks wesentlich erleichtert wird. l. Ter Umfang der einzelnen Siedlungsstcllr; darf nicht unter WM und nicht über''.">000 T.nadratnrclcr betragen. Tie Möglichkeit einer späteren Vergrößerung der Stellen ist dort, wo dir örtlichen Bcrhältnisjc cs gestatte», vorgesehen. .">. Als Siedler kommcn nur Erwerbslose oder Kurzarbeiter in Frage, die sich freiwillig melden und während einer Mindestzahl von Arbeitstagen an der Ausschließung des Geländes oder a» der Erleichterung der Ansbauarbcitc» »litgcarbcitcl haben. 0. Tie Anwärter oder ihre Familienangehörigen müssen für die Bewirtschaftung der Sicdlcr>ielle geeignet sein. Bevorzugt sollen langsrisligc Erwerbslose oder kinderreiche Familien werden 7. Tic Grundstücke sollen möglichst so gelegen sein, daß erwerbslose Siedler bei einer Besserung der Wirtschaftslage ihren Hauptberuf wieder ansnehmcn können. s. Tie Auswahl der geeignete» Bewerber ist Sache der Träger des Siedluiigsvorhabens in Znsammcuarbeit mit den Arbeitsämtern und den ösfrntlichcn Fürsorgestcllcn. Es ist daher unbedingt erforderlich, daß die interessierten jüdischen Erwerbslosen sich bei diesen össenilichen Stellen vormerken lasse». Hierzu wird in den einzelnen Städten, soweit die» nicht schon geschehen ist, eine öffentliche Bekanntmachung «."gehen. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. W o y d a. Rcichsbund für jüdische Siedlung in Teutschland. E I k c l c s. die Wische Berufsberatung. B c rl i n. (ITA.) Als Rr. VI der Schriften der Zentralwohlfahrtsftellc der deutsche» Juden und der Hauptstelle für jüdische Wandersürsorge erschien soeben eine Schrift von Lucie Zobel: „Die jüdische Berufsberatung. Grundlagen und Praxis." Ter ITA. wird hierüber geschrieben: Berufsberatung in Berbindung mit dem Gedanken der Be rufsumschichtung gehört zu den Schlagworten jüdisch-sozialer Arbeit. So häufig indes von Berufsberatung gesprochen und Berufsberatung geplant wird, es blieb allzuoft bei Ansätzen in der Praxis, bei Ansätzen auch in gelegentlichen literarischen Beiträgen. Hier erscheint zum ersten Mal eine zusammcnfassende Darstellung jüdischer Berufsberatung, eine Erörterung der Grundlagen, aber auch ein Bild der Praxis, dargestellt an Hand der jüdische» Berufsberatung in Berlin. „Warum brauchen wir eine jüdische Berussberatung?" Tiefe Schrift gibt hierauf die Am wort. Arbeitsausbau und Methoden der jüdischen Berufsberatung bedürfen besonders sorgfältiger Beachtung. Auch hierüber bringt die Schrift grundlegende Ausführungen. Hinweise auf die Methoden der Arbeit und illustrative Einzelfälle aus der prakti scheu Arbeit geben der Bcröffentlichung einen besondere» Wert. Während die Arbeitslosigkeit der Jugendliche» zur Massen arbcitslosigkeit wird und die allgemeine Fürsorge zu schematisieren droht, ergibt sich auf deni 'Gebiete der Berufsberatung für die jüdische Sozialarbcit eine besondere Ausgabe individualisierender Fürsorge. Wie durch individuelle Maßnahmen auf dem entscheidenden Gebiete der Berusseinordnung Notstände in Gegenwart und Zukunft zu beheben und zu verhüten sind, dafür (Übt die vorliegende Schrift, aus der Praxis für die. Praxis geschrieben, einen lebendigen Hinweis. (Sie ist durch die Zcntralwohlfahrtsstclle der deutschen Juden, Berlin - Eharlottenburg, Kanlstraße 158, zu beziehen.) Julius Nvsenwalö gestorben. Ter reichste Jude der Gegenwart und einer der größten jüdischen Philanthropen in der Geschichte. R e u y o r k. (ITA.) Am Mittivoch, den 6. Januar, abends, verstarb in seinem Heim in Chicago Herr Julius Rosenwald im Alter von 09 Jahren. Er galt als der reichste Jude der Gegenwart und als einer der größten jüdischen Philanthropen in der (Hcschichie. Julius Nosenwalös Bestattung. R c u y v r k. (ITA.) Tas Ableben des großen jüdischen Philanthropen Julius Roscnwald hat überall in Anicrika Trauer hervorgerusen. Sämtliche amerikanische Zeitungen veröffentliche» eingehende Würdigungen des Berstorbenen. Tie Presse Ehikagos schreibt, die Stadt trauere um ihren größten Bürger. Verbilligt d< durch Lebei Bamberg« Moselwein für die Tafol . . . Llr. 60 <' Stachelbeerwein.Llr. 70 A Jobonnisbeerwein.Llr. (»0 rN Spanischer Rotwein.Llr. SO A Feiner a.fer Tar»ngona .... Llr. <M) A Feiner Insel-Samos.Llr. |.|(l Feiner Douro-Portwein . . .Llr. |.60 SN Haushalt ismittelvon er! t Oewurfeile Karotten 2 Pfd.-Dose 35 Gemüse-Erbsen . .2 Pfd.-Dose 50 A Fadfreie ßrecbbobnen2 Pfd.-Dos.5a A Erbsen m. Karotten 2 Pfd.-Dose 50 A Gemischtes Gemüse2 Pfd.-Dose 65 A Himbeerkonfilüre ...... Pfd. 70 A Erdbeerkonfitüre.Pfd. 70 A Porlug* Olsa»dinen... 3 Dosen 50 A Import-Sardo* len. , Pfd. 50 A Makrolonfilots. . . . grofje Dose 55 ' Appetilsild.grofjo Dose 50 A Fettberinge i.Tomaten gr. Dose 50 v Haushalt-Margarine.Pfd. 30 A Kokosfett ....... 1-Pfd.-Tafel 33 A Vollf. Camembert.3 Stück 50 A Emmonthaler o.R (» Porf.Scbacbl. 50 N Allg.Stangenkäse o.R.Pfd.-KistftySO A Delikato*j-Sauerkraut. . . | Pfd. 35 Edamer, volllotf.Pfd. 70 A Tilsiter, vollfeit.Pfd. SO ' | Holländer, vollfolt.Pfd. 70 A Rote Beete.P(d. nur 40 A Heringssalat .P(d. 60 A Ital. Salats.P(d. 80 t\ Mayonnaise.Pfd. 90 A Gewürz-Gurken . .2 Ltr.-Dose 95 A Azia-Gurken .... 1 Pfd.-Dose 40 Rhein. Spekulatius.Pfd. 60 A Persipan-Kartoffeln .Pfd. SO A Mandel-Spekulatius.Pfd. 98 A Vollmilchschok. öTfln. 6 100 Gr. 95 A Haushaltkakao.11 Pfd. 95 A Erdnüsse . . ..Pfd. 50 A Walnüsse.Pfd. 55 KOLONIALWAREN Bouillon-Würfel..... 10 Stüde 25 A Feines Siedesalz.10 Pfd. 50 A Mittel-Graupen ........ Pfd. 25 A Hartweizengrief}.Pfd. 25 A Speise-Haferflocken.Pfd. 25 A Auszug-Mehl.Pfd. 22 A Kalifornische Pflaumen Pfd. 35, 28 A Guter Milchreis.Pfd. 25, 28 A Süfje Mandeln.V> Pfd. 65 b Auszug-Mehl ... 2 Pfd.-Beutel 50 A Rosinen.Pfd. 70, 60, 40 A Succade.... .1 jt Pfd. 25 A Korinthen.Pfd. 60 A Täglich friich gebrannter Kaffee aus eigener Rösterei Brennholz (fein und m KLberi), Bettfedernreinigung, Daunendecken, Steppdecken, Daunen, Federn, Inletts, Ballonktssen (D ip.47/061), Matratzen, Teppichklopfen, Berchren von Stühlen, Möbelteparaturen, Näh- und Strickarbeiten, Waschen von Handtüchern, Segeln u. a , Lohnarbeiten aller Art. Arbeitsstätten Bremen Buntentorsstemweg 94,Telef Roland 528 und 6457 Berbio: 2. JUiufnuimi, Jhifid, S’ohcnlutflt. 7. T^ick: Bolksbla» G. in.b. gasscl

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