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Jüdisches Gemeindeblatt · 1931-12-15 · 24 (15.12.1931) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
3 (1931)
Issue
24 (15.12.1931)
Date
1931-12-15
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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tun#. Daß es Zentralheizung, Warmwasserversorgung, eine genügende Anzahl von Tagcsräumen, eine heizbare, geschlossen« und eine offene Liegehalle hat, Hohensonne und alle sonstigen sanitären Einrichtungen, einen großen Garten mit Rasenflächen zum spielen, sei hier erwähnt. Tas Heim ist pslcgerisch und pädagogisch durch eine Oberin und eine gut ansgcbildetc Bcamtinncnichafl auss beste betreut. Die Kinder unterstehen der Aussicht eines erprobten und interessierten Arztes, der unser Heim schon mehrere Fahre versorgt. Durch allmähliche Abhärtung wird eine Widerstandsfähigkeit erworben, die — wie die Erfahrung bewiesen hat -- die Anfälligkeit der Kinder erheblich herabminderl. Das spielen und Wandern in der klare», würzigen seelnft, bei windigerem Wetter in den schönen Waldanlagen, und die unter sachgemäßer Leitung vorgenommcncn gy»r»asti|chen Uebungcn, die auch möglichst im Freien stattfinden, steigern den Appetit der Kinder, so daß die Gewichtszunahmen bei der sehr ante» Ernährung (ans Butter, Cb)t und Gemüse wird besonderer Wert gelegt) erfreulich gut sind. Es bleibt noch zu bemerken, daß das Heim rituell geführt wird (es steht unter Aufsicht des Herrn Oberrabbincr Dr. Carlcbcrch, Altona). Aber nicht nnr rituell, sondern auch im jüdischen Geist wird cs geleitet, so daß Kinder, weibliche Jugendliche und die Angestellten unseres Heims sich in dieser Atmosphäre stets besonders wohl fühlen. Anmeldungen für die nächsten Winterknrpcriodcn werden an das Büro des Jüdischen Frauenbundes, Berlin N. 2-1, Monbijouplatz 10, Ausgang 4, erbeten. spenden für den Hilfsfonds sind auf Postscheckkonto Berliit Nr. 1041 96 zu überweisen, werden aber auch von den Ortsgruppen des Jüdischen Frauenbundes und den örtlichen jüdischen Franen» vereincn gern entgegengcnommen und wcitergeleitet. Charlotte Lauda». (dftjüüische Sprichwörter. Halb« Wahrheit ist ganze Lüge. * Wahrheit ist die beste Lüge. * Armut ist keine schände, aber auch keine besondere Ehrc^ * Borgt man jemandem Geld, so kauft man sich «inen Feind. * scheren lernt man am besten an einem fremden Bart. * Lebte Gott auf dieser Welt, so schlügen ihm die Menschen alle Fenster ein. * Ter gute Mensch braucht keine Prügel, dem schlechten nutzen keine Prügel. * Drei Tinge wachsen auch bei Nacht: Einkünfte, Mietzins und nnvcrheiraketc Töchter. * Schenkt der Bater dem Lohne — so lachen beide; schenkt der Lohn dem Bater — so weinen beide. * schickt man einen Narren ans den Markt, so freue» sich die Krämer. lüöisthe Nachrichten. fiusschellen von politischen Versammlungen. Das Preußische Jnnenmiiiislcrinm hat durch Rnndcrlaß vhi» 27. Oktober 1961 — Aktenzeichen IV »l .'>06 II — verfugt: „Die in viele» (Gemeinden ortsübliche Art der Bekannt machnng amtlicher Nachrichten und Anordnungen durch Ans schelle» ist eine behördliche Einrichtung Zn einer Bekanntgabe . parteipolitischer Mi.tcilnngcn tz. B. von Bersammlnngeni bars die Einrichtung nicht benutzt werden." Wen» also in Zukunft Bersammlnngcn radikaler Parteien durch die Ortsschelle bckanntgemacht werden, liegt ein Berstoß gegen die genannte Bersiignng. vor. Ta mit ist auch den Nano Besichtigen Sie bitte unverbindlich meine Friedrich üenseler Schüsselkorb 12-12 a Ausruf an die Mitglieder der israelitischen Gemeind« betr. Winterhilfe in den eigenen Reihen. Neben der allgemeine» Bremer Winterhilfe, deren opferwillige Untcrslntznng von allen Gcnicindeangchörigen erwartet loird, die den Willen und die Möglichkeit zur Hjlseleistnng habe», bleibt cs eine Lpezialansgabe des indischen Wohlfahrtsamtes, die schwere wirtschastliche Not, in die eine erhebliche Anzahl Gemeindcangehvriger ohne eigenes Berschnlden geraten ist. nach besten Grasten lindern zu Helsen. Tic Mittel unserer Arbeiisgemeinschasi tWolilsahrts Kvm- Mission der Fira linschen i'temeinde. »ranken WohUatig!,'!- Bcrein der israelitischen Gemeinde und israelitischer Flauen verein) reichen bei weitem nicht ans, um die seit längerer Zeit eingesetzte vorbeugende Fürsorge in dein Maße sortznietzen, wie cs die Größe der Not erfordert. Wir sind daher gezwungen, eine Notstandsaktion des indischen Wohlfahrtsamtes durch Wicderansnahme von Geldsammlnngen dnrchznsetzen und bitten herzlichst, die zum Lammet» vorjprechenden Beitranens teilte des .indischen Wohlsahrtsanttes srenndtich ansznnehmen und ihnen die zngedachtc spende ansznhändigen. Unabhängig von dieser Sammlung ivird die 'Aktion der P f n n d j p c n d c durch den israelitischen Franenverein weiter fortgeführt. Es ist Psticht jeder jüdischen Haussran. sich hieran allmonatlich zn beteiligen. Bremen, I. Tezember >961. iiidisches Wohtsahrtsamt. nalsozialisien die Möglichkeit genommen, Bersammlnnge» »nt dem Zusatz: „Fnden haben keinen Z.nirit." durch die te rtsjchelle be kaninzngcbe». tkmtl Ludwig's Bekenntnis zur jüdischen Scmemschast. Berlin. «F. D A » Tr. Emil Ludwig, der berühmte Schrift steiler, hat Heine in eine», an den schristleiier des „Fsraelititaien Familieiiblat.es". Fsriel Carlcbach, gerichteten Briei. dessen offeni lidKi' Anssordernng zur .Rlarnng leines Perhaliniiies;»in ,',ndultiim Folge geleistet. Er itimiiit in seinem sd» eiben Bezug ans die Polemik, die sich an die Besprechung seines Memonen- Werkes „Geschenke des Lebens" mknnpsi Hane ts. FsA Tiensi'Nr. l2«>9 vom 21. Nov., s >> und erklärt, daß er seinen Austritt ans dcm Christentum er wurde im Aller von drei Fahren get.inn - ösfentlich damit begründet Hain', daß er wiinsche, „in bedräng ten Zeiten zu fKwni stamme zn halten". Darüber hinaus aber bittet er Esöiel Earl b.»h »in die Wiedergabe folgender Erklär,ing: „Fch habe nie gesordert, daß die Fnden zn mir stehen, weil ich seit zehn Fahren zu ihnen siehe." Tamit scheint die Tisknssion darüber, ob der als Rind getan!' c Schriftsteller, der seit I9G dem Chrisieninni nichi mehr an gehört, sich aber auch keiner jüdischen Gemeinde angeschlosie» na>, als Fnd' lzetrachiet iverden will, endgültig im positiven sinne abgeschlossen. der neue Kurfürstendamm-Prozcfi beginnt am 17.dczember. Berlin. (FDA.l Am 17. Tez. beginni vor der slraskamine» nnier dem Boriitz des Landgerichtsdirekiors L linesorge die Be rnfniigsverhaiidtnng gegen die Bernrieilicn in de» ersten beiden Kiirfiirstendaniinprozesse». Gegen Fahrer und lOeinhrte ivird dies mal in einem verhandelt wrden. Es ist zunächst gegen die II Auaeklagten eine Berhaudlungsdaner von I Wo.ben vorgesehen, es isi aberdamit z» rechnen, daß sich der Prozeß langer hin ziehen wird. Ungarn - Oesterreich - deutschland. Fm ungarische» Abgeordnetenhaus teilte ein sozialdemokrali scher Abgeordneter interessante Einzelheiten über,den rechtzeitig ansgededten Pntsthplan der Ranenschntzler mit. ‘ Daraus g.ht hervor, daß ein umsangreidies Programm, der E n i r e d> t n n g der Fnden vorbereiie war. Der Redner wies and> darauf hin, daß in der Persammlnng dieser G>eheiniorganisa io» ang, kündigt worden >e>. „int Februar iverden in Tentidiland .Hitler, in 'Desierrehti starheniberg und in Unaarn »Zombos die Midi! erarisien haben", Zn den Fahrern der Pniidipariei geliöien mehrere d r beriidnigsien a n I i s e »ii i i s di e n :0 a d a » izl a di e r “ N Die offiziellen Ergebnisse 6er Volkszählung in Palästina. F e r n s a I e in i F, D.A.>. .soeben wurden die folgenden provi'oriidien Ergebnisse der vor Inrzem in Palästina dnrdigesnhr ten Bollsze hlnng o''i;iell bek.rnntgegeben: Die Gesam.bevolkerniig Palästinas besteht ans.1 »:'.'> t.',l sce len, davon iiizd 779 972 Moslems. I7.'>NNO Fnden,!>i>Oi>7 Eliriite» and .i7"'i Angehörige anderer Roiif. iiionen, unter ihnen »um rnnd MN» Drnien und e >va li>>>:> Personen, die sidi als „Agnostiker" bezetd>ne». Unter diesen lim „Agnostikern" sind eina onn Fnden. Die Ziffer 17.7 ot»> ist iiidit Sie Gesamizisser der jndisdv'n Bevölkerung Palästinas, da fidt bekannilidi die Zionisten Revi i

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