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Jüdisches Gemeindeblatt · 1931-09-15 · 18 (15.9.1931) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
3 (1931)
Issue
18 (15.9.1931)
Date
1931-09-15
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Rothschild 'Jim baraiiffolflcn&cu Mittwoch, evensalls 20.15 Uhr, »criiimmclii sich sämtliche vAunggrupplcr i» der Gemeindesukkoh zur Tvcicr des Vaubbuttcnfeftcs; hierbei in eine Omerpretdion der Bilder:Ket\' „22ie faitn (^emcillschafl werden?" vorgesehen. Mcincinbcmitfllicbet! Manit bei nnjereii v'tufercnicit! Berücksichtigt die judiichen Handwerker und tAeimbeireibcnbcn! $omUicnfd>uh üurch $amüienfelbftbtlfc. Bo» A :>i.h e i n l ä » d e r. Zirx: <'>cii(l):*punt:e pa&ienen in diesen jchwereii Tagen besondere Beacblung. Z,uilachsl die lütten»!»!* der wirt'chasi!:chen nbilstat. ii'U erleben, daß aug.sehene Airmen plötzlich wanken, jeder von uns kenn: unzählige Familie», die wirlschalilich aii'ch.inend diirctigiis gejickie« waren, bei denen es sich jedoch nach dem rud des Familieuoberhauples herausjlell!, daß die gesamte wirtiitKiitlidK. Substanz geschwunden ist. Tie Festigten, die ScabiUläl iciilierer Z,eilen schein! ans lange hinaus geschwunden, die 'Zuckungen und ununterbrochenen Beränderiingeu des Wirtschaslslebeus :»l allgemeinen bedingen auch schnelle Berändernngen in der Wirt- 'chaslsiiiiiauon des einzelne». Man dars sagen, daß diese Erkeuntuis Keine bereits Allgemeingut geworden ist. Bich: Allgemeingut ist jedoch der zweite o'>esich:spnnki, daß es auch diesen Erscheinungen gegenüber im wesentlichen auf S e l b st h i I s e-ankommt. . rer Träger des jüdischen Lebens ist seit jeher die Familie, ^nin aUesieu'jüdischen Elbgui gehört die heilige Ausgabe, die Faunlie z'.i erhallen und für sie auch über bic Tage des eigenen Lebens hinaus zu sorge». Tie Crkeniunis muß sich wieder durchsetzen, daß dies auch beute nur aus dem Weg der Selbsthilfe möglich ist. Tie jüdischen i'lenieinden und he»:e nicht mehr in der Lage, ihren lautenden WohIfahilSveipslichinngeu nachzukommen und die dri»- geiiden '.'lote des Tages zu lindern. To gilt es. sich aus eigene Mväftc zu besinnen. Bon größter Bedeuniug in dies kur den indischen Mittelstand. Wer die zahllosen Bitte» und besuche kennt, die sich i» de» jüdischen Wohlsahrtsauiter» hänseii, der weiß, wie groß die Berwüstuiigeil sind, die der jüdische Mitlelstand in Teutjchlaud erlitten hat. Weite Miene des jüdischen Mittelstandes sind nicht mehr in der Lage, die Prämien für hohe Lebensversicherungen aufzubringen. To hänseii sich i» allen Weiiteinben die Fälle, in denen die Familien nach dem Tode des Berjorgers nicht einmal mehr imstande sind, die Mosten für die Bestattung, die lehte Bslicht, die sie dem Berstorbeue» zu erweisen habe», zu trage». Tie Zahl der Bestattungen. die aus .Mosten der Gemeinden vvrgenommeu werden muß, wachst in beängsiigeiidem Maße. Aus diejem i'Vebietc versucht der Gemeinnützige Bereit, „Fauiilieuschuh". aus dessen segensreiche Tätigkeit nicht genug hiiigewiesen >r>erdeil kann, Abhilfe;» schassen. Er versucht, in jüdiiche» Mienen das einznsühreu. was in nichtjüdischen Mreisen seit langem eingefiihrt ist. nämlich eine Arr Klein-Lebensversicheruiig einzurichieii. Aber er geht über de» Nahmen der »ichljüdischen Anstalten weil hinaus und er verbindet — den jüdische» Traditionen entsprechend - in glücklichster Weise seine Aufgabe mit den Aufgaben der allgemeinen jüdische» Wohlfahrt. Ter Berein Familiem'cbutz hat es sich zur Ausgabe gestellt, seine» Mitgliedern duicw Leistung kleiner und kleinster Beiträge, deren Zahlung auch noch dem geschwächten jüdischen Mittelstand durchaus möglich ist, eine kleine Lebeiisveriiäieruug zu schaffen, die beim Tod des Beriicherteu fällig w:rd und dazu dient, die durch den Tod entstandenen Moste» zu decke» und darüber hinaus der Familie die schwersten Tage überstellen zu Helsen, ohne daß fremde Hilfe in Anspruch geuomme» werde» muß. Damit ist dem deutschen jüdischen Mittelstand endlich die. Möglichkeit gegeben, seine Familie durch Selbsthilfe zu sichern, zu verhindern, daß nach dem Tode des Ernährers die Hinterbliebenen gezwungen sind, den bitteren und schmerzhaften Weg zum Wohl» tahrtsamt zu gehen. >Auch die jüdischen Gemeinden sind aufs stärkste daran interessiert, daß ihnen nicht durch Todesfälle Plötzlich außerordentliche Mosten erwachsen. Schon ist der Fall nicht mehr selten, in dem jüdische Gemeinden, vor allem natürlich kleine und Mittel-Gemeinden, in schwere finanzielle Bedrängnis geraten, weil die Zahl der kostenlosen Bestattungen außerordentlich gewacht sei, ist. Tie Gemeindebndgets sind derart angespannt, daß alles * vermieden werden i»nß, was die Ausgaben erhöht. To ist es verständlich und begrüßenswert, daß bereits namhafte Gemeinden dem Berein Familienschutz in corpore beigetreten sind, um für alle (hemeindemitglieder die Mitgliedschaft zu erwerben. Andere Gemeinden haben den Weg gewählt, ihren Mitgliedern den freiwilligen Beitritt zu empfehlen, selbstverständlich ist der Berein so ausgebaut, dag die Rechte der Mitglieder vollauf gewahrt sind. Durch die Rückdeckung, die der Berein bei der großen Lebensversicherungs-Gesellschaft Phönix gesunden hat, ist die absolute Gewähr gegeben, daß alle Berpflichtungen, die dem Berein erwachst«, jederzeit in vollem Umfang gedeckt werden. Tie jüdischen Männer und grauen, die den Berwaltungsrat bilden und unter denen man die besten und bekanntesten Namen des deutschen Judentums findet, bürge» weiterhin für die Zuverlässigkeit des Bereins. Der Gedanke des Bereins Familienschiltz hat in außerordentlich kurzer Zeit große» Anklang gefunden, interessantertveije auch weit über die Mreise des kleineren Mittelstandes hinaus. Den» niemand weiß, ob die gute Position, über die er heute noch verfügt, in wenigen Zähren, vielleicht in wenigen Moualeu, ihm noch erhalten ist. Ter kleine Betrag, den dieje Bersicherung erfordert, ist auch daun noch auszubringen, wenn sich die Berhältnisse ändern sollten, bleibt man aber in der glücklichen Position, die man etwa heute noch iuuehat, so besitzt man eben noch eine kleine zusätzliche Lebensversicherung für seine Angehörigen, die auch alle Vorteile der großen Lstrsicheruug bietet. Doch es wäre dies kein jüdischer Verein, wenn er nur auf Schutz seiner Einzelmitglieder bedacht wäre. Er will gleichzeitig, i» eiltet^ Zeit, in der das jüdische Wohlfahrtswerk auf das stärkste bedroht ist, in der es kaum gelingen wird, die jüdischen Wohlfahrtsinstitutionen. die in besserer Zeit aufgebaut werden, zu erhalten, seine Dienste und seine Einnahmen der jüdischen Wohlfahrtspflege zur Bersüguug stellen. Tie Erträgnisse, die das Persicherungsgeschäft sonst den privaten Versicherungsgesellschaften abwirft, und die Ueberschüsse, soweit sie nicht bestimmungsgemäß den Bersicherten selbst zugute kommen, wird der Berein dem jüdischen Wohlfahrtszweck zur Verfügung stellen. Es ist für die jüdische Wohlfahrtspflege von besonderer Bedeutung, daß dieser Weg hier zum erstenmal beschritten wird.' Tie Zeurvalwqhlfahrtsstelle der deutschen Juden hat die Verpflichtung übernommen, die Ueberschüsse des Bereins zu kontrollieren und dafür Sorge zu tragen, daß diese Ueberschüsse den jüdischen Wohlsahrtsanstalte» in Deutschland zugeführt tverden. Tie alte jüdische Zdee vom Zusammenschluß der Fudeu zum Schutze des einzelnen und zum Schutze der Gesamtheit fand im Verein Familienschutz eine für die heutige Zeit ausgezeichnete Ainvendung. Ter einzelne soll an seine Pflicht erinnert werden, für schlechte Tage durch Ein- Zahlung kleinster Beträge vorzusorgen und außerdem ohne geringste Mehrbelastung der Gesamtheit dazu zu verhelfe», das Wohlfahrt?- werk, das uuter großen Milben aufgebaut wurde, zu erhalten. Im Fnteresst der jüdischen Gesamtheit und der jüdischen Familie ist die Tätigkeit des Bereins aufs wärmste zu begrüßen. Verbilligt dt durch Lebei Bamberg« Apfelwein für die Tafel.... Ltr. 45 A Stachelbeerwein.Llr. SO A Johannisbeerwein.Llr. SO A Spanischer Rotwein ...... Llr. SO A 30 er Obprmoseler.Llr. SS A 30er Liebfraumilch.Llr. SS A Feiner Tarragona.Llr. 00 A en Haushalt ismittelvon er! Rhein. Apfelkraui . 1 Pfd.-Dose 50 A Vierfruchlmarmel.. 2 Pfd.-Eimer 00 A Apfelgelee. . 2^ I Pfd.-Eimer 05 A Pflaumenkonfitüre 2 Pfd.-Eimer 08 A Himbeerkonfilüre.2 Pfd.-Eimer 1.25 Kirschkonfitüre . . . 2 Pfd—Eimer 1.25 Erdbeerkonfitüre 2 Pfd.-Eimer 1.25 Span* Olsardinen.... 2 Dosen 50 A Import-Sardellen.V| Pfd. 50 A Makrelenfilels,. . . . grofje Dose 55 A Porl. Olsardin. . . Z Poi'l.-Dosen 58 A Fellheringe in Tom. . . gr. Dose 60 A Palmbutter.1-Pfd.-Tafel 35 A Kokosfett.1-Pfd.-Tafel 36 A Vollf. Camembert . . . Schachtel 25 A Süfjmilchkäse ..Stück 15 A Alfg. Stangankäsa ..Pfd. 54 A Riasan-Matjai.3 Stück 80 A Edamar, vollfatt.Pfd. 78 A Tilsiter, ohne Rinde, 20",0 * Pfd. 75 A Holländar, vollfatt.Pfd. 78 A Gavrurlalta Karotten 2 Pfd.-Dose 35 A Gemüse-Erbsen .. 2 Pfd.-Dose 55 A Fadfreie Brecbbohnen2 Pfd.-Dos.55 A Erbsen m. Karotten 2 Pfd.-Dose 60 A Gemischtes Gemüse2 Pfd.-Dose 65 A Riesen-Salzgurken . .. Rlesen-Matjas. Import-Sardellen ..... . .Stück 10 A 3 4 Pfd. 50 A Vierfruchtmarmelade. v ...Pfd. 45 A Aprikosenkonfitüre . . . ... Pfd. 50 r*l Himheerkonfitüre . . ... Pfd. 70 A Erdbeerkonfitüre. ...Pfd. 70 A Erdbeerkonfitüre 2 Pfd.-Eimer 1,10 KOLONIALWAREN Einmach-Gawürz .Pack. 10 A Hohehloher Erbswurst . .Stück 10 A Feines Siedesalz.Z Pfd. 20 A Mittel-Graupen.Pfd. 25 A Hartweizengrief).Pfd. 25 A Speise-Haferflocken.Pfd. 25 A Auszug-Mehl ..Pfd. 25 A Kalifornische Pflaumen Pfd. 35, 28 A Guter Milchreis.... % . Pfd. 25, 28 A Deutscher Perlsago.Pfd. 38 A Vanille-Crempulver ..... Pfd. 40 A Mischobst.Pfd- 45 <* Eierbandnudeln.Pfd. 45 A Eierfadennudel.Pfd. 45 A Eierhörnchen...Pfd. 45 A Hartgriefj-Makkaroni .... Pfd. 50 A Täglich Irlich gebrannter Kalten aus nlgnnnr Rtfslnrnl. Verla»: 6. Jtaumann, Jtafitl Habentorü»' 9, Druck: ffioltlblatt G. m. b. p. Haftel

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