Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 3 (1931)
- Issue
- 18 (15.9.1931)
- Date
- 1931-09-15
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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5. Nach Beendigung des Gottesdienstes werden zuerst die nichtschulpflichtigen .minder zu in Lchrsaal zurückgeführt und daselbst von ihren Angehörigen in Empsang genomincn. »i. Tic Erwachsenen verbleiben so lange in der Synagoge, bis sämtliche minder die Synagoge verlasse» haben. Jeglicher Andrang auf det Treppe mutz vermieden werden. Sprechzeiten in den Verwaltungsbüros. Fernruf: Tönisheide 2 87 88. Grmeindrvorstand (Konferenzzirnmer Gartenftraftc 7): Werktags lO—11 Uhr. Wohlfahrtspflege (Gartouftraße 6. Part.): Montag und TonnerStag 9—12 Uhr. Zamilien.Nachrichten. Geboren. 1 Sohn: Joseph Nisscnfcld und Frau Gertrud, gcb. Mied zwinski, Grünen Stratzc 102, am .7. Scpt. 79. Geburtstag: S. Wohlgcnannt, Tstcrstr. 57, am 27. Scpt. Gestorben: Feodvr Blumenthal. Cftcrboid; I97a, O'l Jähre alt, am 13. September. - Jahrzeit (am Vorabend des angegebenen Tages beginnend). September 10.: Adolf Hcrzbcrg. 22.: A. Aronsohn. 21.: M. Schleuer. 2.7.: M. Jonas. 27.: Mat- Cohn, M. Mofesfohn. 3'».: I. Fischhof. Wer zu Hause kein Jahrlicht anzündet, hat Gelegenheit, gegen geringes Entgelt die Gedächtnis-Licht-Einrichtung in der Synagoge »u benutzen. — Anmeldung beim Gemeindcdiencr. — Wer Jahrzelt hat, pflege den schönen alten Brauch, sich im Gedenken an seine Lieben durch Spenden an unsere Gemeindevereine sozial zu betätigen. Bremer Nachrichten. Am Kol Nidrei-Abrnd wird der Gottesdienst ohne Nüctsicht auf die 'Anzahl der auwcsenden Gemcindcmitglicdcr pünktlich um 18.H0 Uhr seinen Anfang nehmen. Hoffentlich genügt dieser Hinweis, um jeden Besucher zu pünktlichem Erscheinen zu veranlasse» und eine Störung der Feierstunde durch 'Nachzügler zu verhindern. Glückwunsch-Ablösungen: Tagoberl Beradt. Iktbremer strafte '»>. Für die Psundspendc des Israelitischen Frauenvereins sind die nächsten Annahmclage am 28., 29. und 30. September bei den Tamcn Platzer. Nordslr. 207'9, Posnansky, Schwachhauser Heerstrafte -1, Rothschild, Ssierstr. :7«'>, und 'Alexander, Falkenstr. 13. Bislang ist cs immer der gleiche Kreis, der sich an dieser für unsere »linderbcinitlclte» Glaubensgenossen so wichtigen Einrichtung beteiligt. Tic gegenwärtige Wirtschaftskrise macht es vielen unmöglich, mit Geldspende» .zu diene»: die 'Abzweigung von einem Pfund Mehl oder Bohne» ist aber jeder Hausfrau möglich, die Verständnis dafür'hat, daft heute mehr denn je gegenseitige Hilfeleistung vonnöten ist. Willkommen sind sämtliche Sorten Konserven und Lebensmittel (Erbsen, Bohnen, Linsen, Graupen, Reis, Mehl, Zucker, Kakao njiiO. Ter Inhalt »inft auf der Tüte und auf dem Bcglcitzcttcl angegeben sein. Wer keine der oben genannten 'An nahmcstellcn benutzen will, weise seinen Krämer an, die Spende direkt beim Hauswart der Synagoge, Gartcnstr. 0, abzuliesern, und den Namen dBs Auftraggebers dabei mitzuteilc». Ter Bor-.' stand des Israelitischen Fraucnvcreins behält sich vor, am Schlnft des Rechnungsjahrs einen Bericht über die „Psundspendc" öffent lich bckanntzugcbcii. J Aussprache über die Feiertags-Predigten. Herr Rabbiner Tr. Aber regt eine Aussprache über seine Prcdigte>t/an den Hohen Feiertage» nnd eine Weiterbehandlung der in ihnen angeschnilie neu Fragen an »ud lädt für Sonntag, 27. September (2. Tag Sukkoth» um 10.3» Uhr in seine Wohnung am Tvbbe» 121 ein. Bei dieser Bcranstaltung, der ersten dieser Art, ivird mir der Be tciligung weiter Kreise gerechnet. Haben Sie schon Ihren Gemeindebeitrag überwiesen-' Ohne pünktlichen Eingang der Beiträge kan» die tKemeindeverwaltnng ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Wenit Sic noch nicht überwiesen haben, nehmen Sie dir Ueberwrisung ans -Konto bei der Tarmstädtcr u. Nationalbank oder bei der Sparkasse oder auf Postscheckkonto 8083 Hamburg unverzüglich vor. ^Kindrrschutz durch Pflcgestellcnwesen und Adoptionsvcrmittlung. Tic in Elberfeld befindliche Zcntralsü'lle für dieses überaus wichtige Spezialgebiet der jüdische» Wohlfahrtspflege konnte in ihrer kürzlich staltgehabtcu erweiterten Borstandssivung berichten, daft cs gelungen ist, seit 1927 insgesamt .79 (von >>>!>> Pslcgekinder wieder in jüdische Umgebung;» bringe»: hiervon kch»e» 17 in Privatpslegü, 29 in Anstalten und 13 zu ihrer Mutter. — Es ist selbstverständliche Pflicht der Mitglieder sämtlicher jüdischen Frauenvercinc, auf ordnungsmäftige Unterbringung jüdischer Pflegekinder zu adjtcn und unverzüglich von Fällen, bei denen die Pslegestelle nicht jüdisch ist, den züdischen Wohlsahrztsämicrii Meldung zu erstatte». > Gefunden ein Spaziersiock. Abzufordern vormittags im Gemcindcbüro. Feftgottesdienft am Laubdüttenfeft. Synagoge (Sartenftratzr« Freitag, de» 2.7. cnuniibii, -.'orabcnd, Mincha.18 Uhr Ansprache.I8>;ilir i Abendgebet.18-'>1.» Sonnabend.de» 26.September,Suckolh. l.Tag. niorgenaebel 8 Uhr Thoia Borlesnng. 9 . lllit. Predigt. 9' ■ Uhr Mmai». i.s lliir '.'lbendaebel......;.lliir Sonntag, den 27. September, »uckoth. 2. Tag, nivigengearl 8 Uhr Thoia Borleiun ,. 9 lln. Predigt. ... 9* Hi r i»ch». l8> Uhr Nacht.18 ' lim Cl)in' Gewähr für Emualtimg der Pieülgl.zetle». Schlietzung der Saaituren .7 .0,inmen vor Beginn jeder Predigt. lKedührcn für Synagogcnplätzc. 'Ans Mitglicderkreifen >i»d vielfach Klagen laut geworden, daft der Platzgeld-Taris gegenüber dem Vorjahre nicht erinäftigt worden ist. Ganz-abgesehen davon, daft der Bremer Tarif fiel) gegenüber de» ausivans erhobenen Gebühren tz. B. Herrcnplätze 2» 0» Mark, Tamenplätze 3» »»Mark) in mäftig.'n Grenzen liegt, sind die Kosten's»r Saalmiete und Einrichtung nur tvenig geringer geworden und die Ersparnisse werden durch erheblichen Einnahme-Ansfall wieder weiigemachl, zumal bcdeulend mehr Freikarten ausgcgebcn werden muftten als in frühere» Jahren. Tie Ermiclnng des Union Saales, den die Gemcinde jetzt zu», 2.7. Male benutzte, crsvlgt stets sofort nach Jom Kippur für das folgende Jahr. Niemand konnte im Oktober 193» voraus sehen, daft die Krisis in Tcuischland und insbesondere in Brenien sich so aiiswirkcn würde, wie wir es heute erleben. Im Jahre 1932 müftic versucht werde», mit der Synagoge allein anszukommen. Im jüdischen Altersheim sindei während des L.rnbhulleufeslcs Gottesdienst am Montag, 28. September, vormittags I I Uhr statt,' und zwar: Halle! G.bel Thorah 'Borlesung 'Ansprache des: Rabbiners Mnsjaphgebei. Ihre Glückwünsche zum Jahreswechsel losten durch eine Spende an das Jüdische Wohlsahrtsamt ab: Fra» Joseph Grunberg, Wwe.. Biebricher Strafte 3. Herr Tr. mcd. E. Buchholz, Rembenisiraftc 32. Herr Karl Nrifter tin Firma Bocskings Büchcrjlübel. Frl. Erna Kupczyk, 'Tsteriorsleinweg >»». Herr Emil Hirschfeld. Hollcralle 13. Eine zmiiere Spende ging dem Indische» Wohlfahrtsamt von Herrn Emil Meyer und Frau Selma geb. Mendel auläftlich ihrer stal.gehabten Silberhochzeit zu. Alle» gütigen Spendern sei herzlicher.Tank gesagt! Freiherr von Knigges Urteil über den Antisemitismus In der „Bremer Bvlkszeitnng" plaudert Heinrich Heining über das Le bcn des „guten Europäers" Knigge, dessen originelles Werk „Um gang mit Menschen" Weltberühmtheit erlangt hat. Tas Urteil dieses Adeligen über die Jntenhatz mn:ei recht zeilgeniäj; an: „Trog aller sorigeichriueuen Entwicklung der neuern 'Zeit, trvv der ver> änderten politischen und bürgerliche» Stellung der Juden zum Staate und zur tK.-sellschafl: trotz der Bildung, die man bei ihnen sindei, herrschen doch noch eine Menge von Bornrieilen gegen fie nnd den Berkehr mi: ihnen, die iiicht gerechtsenigl sind. Ta ich nicht gesonnen bi», dergleichen zu bewidern, lann ich die Juden nicht als eine besondere Klasse von Menichen ansstellen nnd kann Frauenuereins nur anheimg.be», sie wie andere Menschen zn betrachten." So schrieb der Freiherr, anno Jnzivtsch.» 'ind I ln Jahre iit:- Land gegangen, aber das Borurieil gegen die Juden iit dürr» eine systematisch organisierte Berhetzung bedeutend verschlimmert worden. Für Nervenkrankeist im Landesgejnndheilsamt, Tobben!>9, eine suriorgeärziliche Beralungsstunde eingerichtet, die jeden '.Uiit; tvoch von l- bis I!' Uhr siaiisindel: mit einer ärztlichen 'Behänd lltng ist die Beratung nicht verbunden. Verband der jüdischen te,cmei»dcn Schleswig-Holsteins und der Hansestädte. Eine Sitzung des geschaiissnlneiide.il Ausschusses fand am 27. August im jüdischen Gemeindehauie z» Hamburg statt. Ter Vorsitzende, Herr 'Rechtsanwalt Tr. Victor «Wandsbek>, tvidmeie dem im .'uili verstorbenen ehrenamtlichen tKrschusissiihrrr des Verbandes Tr. Bruno Tannenwald, ivarine Wogte des (Ke denlens nnd erstattete aussiihrliche» Bericht über seine Anspek lionsreise durch die Provinz Schleswig Holstein. Einigen .Klei» izemeinden ivurden;» de» gottesdienstlich.'» Veraniialtuugen an den Hohen Feiertage» Beihilfe» bewilligt. Infolge weiterer Ver schlechlernng der Wirtschaslslage wurde beschlossen, belresss Ab Haltung eines Judeniages i» der 'Novembersitzung einen definiti ve» Beichlus; herbeizufuyre». Ter neue liberale Tempel des Hainburger Israelitischen Tempelverbandes ist am 3ii. Aiignsi in Anwesenheit der staal iichen »nd jüdische» Behörden feierlich eingeweiht ivorden. Tie Entwurse des Baues stamme» von den Tiplom Ingenieuren Felix Ascher »nd Robert Friedmann. Jüdische Jnnggruppc Bremen, lieber die Psadfinder Be sirebnngeu im' Junggruppenbund spricht am Mittwoch. 23. September, 29.17 Uhr, im Gemeindehause, tKartenstrafte 7, Herr Rolf 2038270021