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Jüdisches Gemeindeblatt · 1931-09-01 · 17 (1.9.1931) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
3 (1931)
Issue
17 (1.9.1931)
Date
1931-09-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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1931 sich 175 inländische und 242 ausländische Betriebe unter seiner Ritual-Aufsicht befanden. Trotz eifriger Fortsetzung der Beinübungen ist cs in Breme» bislang nicht möglich gewcjen, einen geeigneten jüdischen Win für die Wiedererrichtung einer rituellen Epeisewirtschaft zu gewinnen. Es miift immer wieder die Wahrnchmnng gemacht werden, dag die »leisten Meldungen von solchen Interessenten stammen, die weder i», ttastwirisgcwcrbc vorgebil dct sind noch über genügend Mittel versügen. Persönliches. In Hamburg verstarb am 1.7. August.Herr Max Marcus. Pater von Frau Auguste Michel, im gesegneten Alter von 8.7 Fahren. Wir iprechen unserer verehrten Mitarbeiterin herzliche Teilnahme aus. v In vielen jüdischen Familien herrscht Not! Wenn jeder Leser des ttemeindeblattes anläßlich der Hohen Festtage nur 1 Mark für Wohlfahrtszwcctc hcrgibt, ist das kein Opfer: dadurch kommen leicht einige hundert Mark zusammen, die zur Litiderung der No, benutzt werden können. Tic Rainen der Spender werden im nächsten \ Geineindeblatt ohne Ziffcrnangabc veröffentlicht. Feder kleinste Betrag ist willkommen und wird aus Postscheckkonto 5.7698 Hamburg oder auf .Storno: Tarmsiädtcr und Nationalbank für das Jüdische Wohlfahrtsamt erbeten. Platzkarten für die Hohen Feiertage werden nur während der Dicnsistunden des Geineindebrizos (9—12 Uhr) ausgegcbe». An den Vorabende» der Feiertage findet ein Verkauf rvcder in der Elartcnstraßc noch in der /.Union" stau. Ta ohne Platzkarte niemand Einlaß erhält, versehe sich jeder rechtzeitig damit. .Frauenvereins Ein Posten Damenhüte ist dem Jüdischen Wohlfahrtsamt durch ein« Bremer Firma zur Verfügung gestellt worden. Frauen und Mädchen, die Fmercssc dafür haben, können sich aus dem Vor rat einen Hut kostenfrei aussnchcn. 'Abgabe (^artcnstraßc 6, Montag vormittags. ' Zorgt für die Beschäftigung jüdischer Handwerker und tzlewerbetreibender! Der (Slemcindefriedhos iftx iu den Monaten September und Oktober, außer an sabbat und Feiertagen, bis eine stunde vor Eintritt der Pacht geöffnet. Inständig sür Fnsiandhalning der tzsrabstellc» ist der Friedhojsa»»eher Nötsch, Flcetrade «>. Fernruf Hansa 14.728. — Fivecks dauernder EZrabilege wird die Erri>. tiing von EZrabpflege Fonds, die;» Ehren der Versiorlvue» »ach ihnen bcnann. werden, empjohlen. — 21» ragssormulare zum Anfstcllcn von Elrabsieinen und Einfassungen sind im ESenieinde biiro, beim .stranken Wohlrätigkeitsverei» und den Elrabsteiu Lieferanten erhol.lich: Fnjchristen, Form und «'»oße der steine unterliegen der t»e>t hinigung. Vor Bearbeitung des «Grabsteins ist die Bouerlaubnis abzuwarten, chie nach Prüfung und E>eb,ii> reuzahlnuz erteilt wird. Wenn bei Eintritt eines sterbe,alls keine reiervicrte «8 r a b si e I i e vorhanden ist, muß der Erwerb des Rntznn.asr«ch.s an einer Elrabstelle unverzüglich veranlaß, werden. Für reservierte GrobsteHe», die ans den Namen auswärts wohne:.der. der Fsraelilischcn Eleiueinde Bremen nicht bei tragspflichtiger Personen vorgcmerkt sind, ist eine jährliche An . rcctitsgebühr von 10 Mark zu entrichten. ES bringe jeder seinen Machsor mit! Ties ist die oberste Voranssctz.rng d r verständnisvollen Teilnahme am «sSouesdienji. Festgcbetbücher können durch dos Elemeindebüro bestellt werden. Auch in die Hand der Fngrndliche». gehört ein Ma.l sor! An die Leser! Fu jeder Nummer des (SZemeindeblatts sind viele leistungsfähige ssirmcn mit 2l»;eigc» ihrer Erzeugnisse ver zeichnet. Unsere (SZemeindcinitglieder bitten wir, das tsZcmcinde blatt dadurch zu fördern, daß sie bei Einkäufen, bei Vergebung von Arbeiten und dergleichen unsere Fnsercnten berücksichtigen und hierbei aus die 'Anzeigen in unserem Blatt Bezug nehmen. (»nstav Lchwiibr-Barel W» Fahre alt. TonnernUag. ^cn 13. Augnü. feierte der in allen »reisen. jounn'. -i:t 'Tldenbnrg wie in Cftfric-Mniib, betannte Heer »>» ii a o s cl»w a b e seinen 75. weburtstag. Ter alte .Herr mit dem schneeiveiße» Ha rr iii eine beliebte Ersch inung i» liniere n straßenleben '«ros; und klein tcnnen il>n, er hat^üe alle, die ih.n begegnen, e.u srennd liches Wort über und ist heute noch erfüllt von goldene.» Humor Jic «Gustav Lchwabe verkörpert sich ei» Ebara ter und eine Persönlichleit, ivie sie allmählich seltener iverdc^n. Er gebt seinen geraden Weg, sagt ehrlich seine Meinung und iveisi im Wortgefecht gut zu parieren. Persönliche Femde dürste er wahrscheinlich überhaupt haben Er hat «ich durch seine Taten Achtung iiiid Neivett in alten »reisen >>er>a:assl F„ guter Erinnerung sicht noch, was er in der .striegszeit sür Barel geleistet hat Mehr als zwanzig Bettelt «eilte er der stadt für Lazanurwe t. zur Beringung, und ivas er in lenen Fahren Ni» und ohne Aufsehen a>« Hilie tat. ivie oit er die Vareler, die ii» Fe.de standen, mit Fnivendungen verschieden ier An nnternützl. da:- soll ihm nicht verges,e,i iveeden. auch iven» er benie beiclx'iden den Ta«il abtelnit. Als sichtbares Fei.tvn der Aneelenniing hat ihn, deshalb mi Fahre 1;* 17 gelegentlich einer W, ilmachi-sfeier im Tragouerverein. die er beivnders reich a» >'>aben bedachte, der o-roßherzog von Lldenburg durch den damaligen 'Tbekivachinieiner Fansien das Friedrich Angn»- .streuz 2. .»lasse am rvtblanen Bande verliehen, säuvabe ist mit Leib und seele sstdat gciveien Er diente als Ein,adrig Freiivilliger b.im Tragoner Negt .Ar. I.» in r Idenburg rem Verein ehe.», l'.'er Tragoner gehört er seit der »-ründnng im Fahre >8.«5 an und war von l>:«7 l:>,».» ,,„d vvn i,.ii,.'i erster Vorsitzender des Vereins. Manch trrfi11,1h\ ternige Rede hielt er in dieser Eigenschaft und auch nachher bc. jenilclren Veranslaltnngcn. Ter Verein ernannte ihn zum Ehrenvoriigen den, und vor zivei Fahren rief der Verein eine ..sclivabe Fanisen Stiftung" zur lllilerilützuug beduriiiger »ameraden „rs Leben. 'Aach dem .»liege zog sich Herr sctnvabe aus ,e>„en> t'u'ldjnift in der Hajertanivstrane. das er ani l.'l. 'Angnn vor .'><> Favre» übcrnomnieu und ansgebani batte, ins Privatleben znrü t lind übergab es je.»ein sobne. Auch als Privaimauu nahni er lebhaften Anteil an alten Fragen des os»e»tl»lxn Le ben-s, »anieiitlich aiuli sohlten ivirtichaftlicher Art. Bor zivei Fahren narb ihn, seine Frau, die mit ihm ein Leben voll Ar beit, aber iu innigster «»emeinschast geführt haue. Ter E>esiind heiiszusiand des alten Herrn ivar in de,i letzten Fahren zivar nicht mehr zufriedenstellend, aber sei» gesunder Humor ließ ihn diese Widerwärtigkeiten leicht ertragen, sein i'k'iii blieb rege und frisch bis ans den heutigen Tag. so möchte» wir ihn auch ferner hi» sehen und ihm von dieser stelle ans die herzlichsten «»luäivnnsche sür einen weiteren Lebeifsabend anssprechen". - 'Wegen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise sand eine osfizielle Feier inch: stau. Nur der Vareler Tragouerverein hatte eine Vorsi.rndsabordnnng delegiert, dessen Wortführer die Verdienste des Ftzbilars um die Allgemeinheit hervorhob und seine 'Ansprache mirtvu Worten beendete: „Tas ist ein wahrhaft deutscher Mann!" 'töeläier Be liebiheit sich «äusiav schivabe in .»reisen der Vareler Bnrgerschas! ersrent, beweist avu schlagendsten der vorstehende Bericht, den wir dem völlig rechts eingestellten Vareler Lokalblatt entnehmen, schivabe ist langjähriger Vorsteher der snnagogengemeind« seiner Heiniaisiadt: in jüdischen .»reisen ist er dadurch sehr bekannt geworden. daß er als einer der ersten Fionisien mannhaft für seine Idee einirar und der zionistischen Bewegung im hiesigen Bezirk den Boden ebiie:e. Von der Fionistischcn Vercinignng sür Teutfchland war zum 7.7. «tzebnristage ein herzlich gehaltenes «»Inäwnnschschreibeu eingegangen. Ebenso lies vom Vornelierbniid der jiidischeu «Gemeinden Nordivesldeutschlands, dem «'äiiiav sctnvabe Barlewin augehört, i'ilt «äralnlaiionsbries ein. der die jiidische 'Wirksamkeit des Fnbilars rühmend anerkannte. Möge den, alten .»ämpen ein gesegneter Lebensabend benkieden sein! ( HeschästUches. Ivintt Fa,hinge,. Ein sei» bekannter M'arienbader 'Arzt sprach szclr einmal dabin ans. da» durch ein längere Feit ion gesetztes Trinken des Fachingcr <s)esundhei:swasscrs — täglich i.. bis 1 Liter die grelniiebeii schmerzen iu den nsteln und «»elenteii bedcnicnd geiind.ri ivürden und die gicbliict'en An'alle seltener anslrcieilS Auch der Finlerlranlheii in das re::> n.riür liche Fachinger ein sehr geeignetes «»etränt. besonders ar:,h ivegän seiner durstlöschenden Eigenfchaiten. Aurich, Ostfrieslaiid. Tas >iiudcrbrin> der Fron Enim» Wolsfs. grb. Weinberg, ivelches sich Tank der gesunden, vor, der nahen 'Nordsee beeinflußten Lust und der waldreichen Uingebnng regen /'.»spruchs, besonders von der Bren>er »nd Berliner jüdischen «henieinde ersrent, wurde Inrzlich von der städtischen Wohtjalirtsdeputation ''Birrger niei'ier Tr. 'Anklani nnd Senator Ludwig» besichtigt, die sich sehr ^anerkennend riber die Einrichtung nnd die Pslege in» Hein, äußer teu. «siehe auch Fnjcral). Gebr. Hirschfeld GiiilUcs S|H‘/.iiillunis RfOlflAil für Damenu. Kimler- Konleklion am IMat/c ObemStf. 41 -43 I ii^lich I iii^.in^ von Herbst¬ und Winterneuheiten in Miinlrln 11■ iil klciilrm 5302304831022353532323534832

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