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Jüdisches Gemeindeblatt · 1931-09-01 · 17 (1.9.1931) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
3 (1931)
Issue
17 (1.9.1931)
Date
1931-09-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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\ mtniftiT rtiiiiduirt, ist einer t»er povulärneu 2taate-männer tn'-> 'i'riJiil) O'mi'iiY. Im;m als 2olm eine* wenig bi'iiiittoltrn jiibi nauimaune* in ViniiU'ii »elmrcn, lutiiol’ er 'Midien oer iclii, d> »> i^ '.'in j„ Voiifion. '.Onii'el u»k> i.Mmuu’ov, wurde mit ll .utluvit ritiitviuiiin' und tiim ule 2-ein an» um die lialve -’v11 -vuier winde er n-eiiilie euieevonPoner tieditsamoalts. liest iid) dünn seldsl al-:-;>(immlt medei und wurde einer der derulimiesleii eu>ilii>1>en ^iiriiie» I!»>> nai er ule lideruler ^Id>ienrdiieier iür ^en L-ulitlrei-> lieapiiig in das Vailamein rm und wurde ttM<> -nlieiter i'ienerul 'in'ii l'.Hii bl-t- I'• I -1 iiHir er Atiorneii n>eiier>i> >''>enerali!aaisa»»>alt . erlnelk >!>>'- ule einer Aiionieii i'Viieuil «'1111-11 2m im Mnl'iiiilt und itn'fi -,nm Amt de> OorP Eliiei Guinee twu EnglaiiP uns. due er UM:: l>w l'.'.'l inueliuiie 1 ■ M‘> Negal' er iirli ule ViasiPeni der engliüt»Maiizoiiidieii Aiileilielomniiiiion. >!'>< ule uiti.erurdeuilielier tziiiridei «ueiundlei und 1* 1 v ule diiiittl'ei einer 'JVi'olliiiml’tiiun und uuüermd,uilulier i^iundiei midi d> u Veieiiiigie» 2iaaie». UM ( erhielt er die Veersioürde mtt_bi’in 5itel OorP BeaPiiig. IUU> de»?i>el eines Viseonni,' llil,^ wurde e> Earl vs OieaPiiig. l».?’: midi ieiuer Nürttelir ans Indien arauis. >!>.'! unirde er ',»>» Biielonig lind «>>e„erul gonvern,», nun Indien erumiui. zu enter;Vit, ule miolge der 'liadilriegsumwalzniigen in Indien uiiuewuliulidie iiaats'inaniiiidie Begalning erivrderlidi wui, um der 2itiiuiwu gewachie» zu sein t.'r^ sülirle den 'lieiurnivlun iür die 2ell>iit>erir>ultu»n in Indien durdi. der duedi EPmi» 2 Bloniaa». 2iuuies»'lrei«ir für Indien, edcnsulle einem?i»deu, ansgearbeilei tvorden lvur. Ter Erfolg, den Oora -lieudinu tu FiiPien die zu ieutem .UW eriolglrn ■liiidii itt e, rang. Imt iIiiii einen eriieu tzlai'. unter den Vize lonig,» von Midien geiidieri ,7» ieiuer eriieu :>iede l>ei ieiuer Vliiliuiit in Indien wi>e er uui ieine iiidjidie Boltszugeliörigteii ule uui eine ieiuer oigenidiaiten lim. die ilm sin Pas iiderii«'»! »teue Ami deiuliiuteu » :"iurui,ie ui :>ieudiuu tii nudt uui jüPiidiem iUelneie liervvr >1, treten ^0r wur Ins I'.<JI 't;in'UiUiident der Anglo Feibiili Aiio eiuliun lue UriUieiiieii der Valionr lelluruiwu I‘.>17 Pegrüstte > > ule ein ..gioms Vi«1 ■ I in ,7ii ael" I'U'i: wurde er VoriiNeuPer dee Tn, lioiiiims' uuu Aiiilienl-ergs ^uleiime Eleetriee E orpo nimm ,\it de> Irolgezeit Imt er wiederltull die gewillt Agenrn in litten t>vli!ii«l>en Beninlninge» l>ei der englischen Regierung nnieiiiiil i. l>e>unde,e enerund' nudi den llurnlien in 'd-ulüstiuu in, .'duuuii l'.i“! und midi tsrnlieiiieu dee 'leuniield ^eistdiidiee im "erdit .1i. ' ->">;«'lin, Bieeunui drl>iuli nieruld 'liuiue ^iuuee war -.»'euer -.'liiwult de« ,«ew>ilt '.'lueueti dei der »iiteriiidninil der »n iiilteu in 'tniluinnu -?lle 2diwieue>iulin dee veriturdeneu r'urd u.,'Idi>'tt ueiwuliei «>» deiieu uueuedelinien lundwiriidiuiilidie» Geniel' in '^uliiilinu 2ir Hrrbcri Zamuel. 2i> >?eider! 2ui»uel, der in die neue Maluuctt ule oitncn iniiiifti'i ein tri tu «ieinesu unter der cn«ilildien Bcvdlkcrnnd eben iulle «irus;e '^upuluiitüi. li'r wurde 1^70 in Liverpuul gebureii, nmi I'.hm die l'.nm lideruler :'ll>ueurdneier iür ',üu>ksltirc, von lililü die I!>!«!> lliiletiluutelekreteir int :>.>«iitisleriitnt dee ,^nnan und '.Ü.iiiilied dee .ilidi,teile nnier '.'liuuiili. vvu 1!H0 die 101(5 Pust »initiier. INI«', di--;»»i 2i»rte :'li«iuill> Miuiiler de» ,^ii>ieru. 1'M^ m.n ei 'siiündeiil der :>iutiul Ltutisiic 2vciew. 1010 2pcciul l)'u»iniiiiiuuei iur Beluien. -,'lle ^niieiiininisier lrul er für die ->eiu»;ielniii<i der >niii!d>eu .luden in If'iuilanfc tum .1kric<tedieust ein: dudnidi wurde die> 2d>iss»»u der iitdiidien Legimt lehr dcför derl ,7m -düeliliieu »ülierte er iidi uudi der ti«mtiftifdiVit Bewe uiinu und wurde lin'rirvciidei eines iiidüäikii Beiruts, den die tiuiiiili'd'e Om:mm in diiulund iriin* lOitl wurde er;»»> Higli l)umniii>junei iur Bulüilinu iür fünf ,ludre eruuunl. wu er sicli lim die Butiiitieriiiiu dee Oundee lyinfiihrnn«i einer «rcmditcleu. spuri.iiue»' ,'l!t>ilt'er»'.iltu»u »ud Enlwiifluuu des Lundes durdi Eisen l'.iliiien. Oneue. 2diule». Lundwiriidmitekredile. Oldbuu der tiirfi- -dien Berwulliiiiue und?>ullueiede »iw. deniülile -?lle,inful«te der llniiilien ll»','! die idtuue des .lüdiidien Oluliunullieims wieder uns ueiulli wurde »iid eine deitiue ^ntitiuniiiiidie >!umr>uct»c in E»u '11^ einledte. entwuii 2uiiiuel d-e unter dem Olumen „Weiftlnufi" lwiiilniil ueivurdeue .lnlerr'rel.iliun der Bulluni ^ell iruli»». die vu»i >!u>uuieiiminiii.'i EKiucliill!m?«>titt l020 de>» Purlumeul uurueleut wurde ,lm '.'lnunit IO'-' uud er Bulüitinu eine Ber finnim. die eine» uei'eimed'»de» Oiit luui.il), jedi'di lveueu des ''Oidetiluiidee d'r Olruber »id» i» Tviinftion lrul. O'ucli Olblunf ü'iiier Olmtereil r'erü'ieiitlidiie er einen tui.imme»sui!ei'dcu Bericlil. der im enul'idie» 2luuisverluu eridiiene» iil. t>«uci> seiner Oiücf kelir winde 2unntel du» der eiiuliidien Neuierunu tum Bursiticn de» der Mt>muüiiu>u tum;tuMmu den Beilrülmiite im Kuhle» deiul'u» ernuiiiil?düler lvur er d'ruuuiiuliunsdursilicudcr der Oiderulc» Bunei und winde 1000 wieder in due- Unterbau# ne wühl! A-in die jüdi-die Bulüitiii r Beweuintu leitle er sicli'weiter I>i» uk:iv ei» iiiid i'ulii» uiicli u» der ^lründunusfunieider er weilet len .lewi'Ii Aueuen in?,imdi UHmniii 1O0O1 teil. Er der üiieiiilid'ie mehrere uriiiidleue'id-' 2«1>riüen über Liberulism»?. 2.iwnels Bulilii ul--- v>mb Eu»iiiiiiiiun«'r fiii Bulüsliuu ivurde »u» indiidier?eiie u»; >diurter Kritik uulertuuen .lu leiuem Be ikreben. die Buliu», ^elluiuliun luttul di^rdniiiühren. vnls.rllelc er eine »udmiebiue :'h .il'.'!t>i>Ii:'f Bur allem ui eit die midi de» bliili uen Uinnlieu rvriiiute Einidirüiikiiilu der iiidiidie» Einivunderiinn ul .luiii IOON uni enl'Hedeiie >Keuuer>diufl der?ntdcn. Audi die '?!ruber Bulirilinus beueunelen ihm. dem Ziunisle». mit Oljift, trunen 2ei»e Univuteilidifeit »nd udmiiiislrulive srühinfeit wurde 'bet »uu feiner 2eile erusllidl be;weiselt. Zwei Männer in entscheiüenüer Zeit. Der Ausbruch Esrus iiud der Nechemius von Babylonien uudi Pulüstinu bilden Murfsleine in der (beschichte unseres Bolkes. l7bue diese^ nrosten Ereinuisse würden die ihnen vorunnenuuqeireu. und sunur der Bau des;weiteu Tempels in der Entwicklunn des judisdren Bolkes Be^ebeuheilen geblieben sei», die feine Spur hinter sidi^urüdgeluiseu Huben würden. Nur sie gaben .'nserem Bolfe das Heiligtunt, dem die Propheten der Zeit eine große und glänzende Bestimminig voruussagten. Und in den Tagen Artaren.es stiegen Esra und Nediemia znm Lande hinaus, um zu dem Bolfsbun den (Krnndste:!! z» legen. ,'tit der l^sdiichle unsere# Volkes wird der Name Cyrns von Versien mit großer Anerkennung erwähnt, und eine seiner Weissugnngen beginnt mit den Vorlcn: „Allo sagte der -Herr zu seine» l>lesulbteii. zu Korcsch" . . . Qejain, 4.">, 1), und in einer anderen TLeissugnng sagte er: „Cyrns der Hirt entbietet, daß er alle seine l!6ü»sd>c erfülle und sage;n Jerusalem, es werde gebaut und der Tempel gegrüztdet." Toch Cyrns führte seine Ausbartabsichl nicht durch. Es ist bekunnt, daß cs 'iwi Yehuda und Benjamin gelungen ist, Cyrus' gnle Absichten z» verhindern und ihn gegen die Bauer des Tempels einzunehmen. Ter Van wurde eingestellt und er ruhte während seiner Lebenszeit sowie der seines Sohnes Chambitsi, der »ad, ihm regierte. Zur historisdien Epoche des zweiten Tempels, die d>rs jüdisdie Volk verewigte, trugen mehr die Ereignisse während der Negierniigszeit Turins I. n»d des Königs Artaxerxes bei. >1» der ^cit Turins I. wurde der Ba» beendet. Ter Ba» des Tempels richtete die Herzen der nach Palästina ^urüdgekehrten uns, den» sie dachte», daß die nationale Geschichte duinit an dem Punkte, wieder anknüpfte, an den sie mit der Zerstörung des erste» Tempels unterbrochen wurde. Tod» genügte dieses '^kif nicht, um den Hilden einen,nationalen Lebensinhalt zu geben, und es ist kein Ziveifcl, daß ^iese Rückkehr der Ber» bunntcn schließlich vorübergegungen und vergessen worden wäre, ohne hinter sich irgend welche merkbaren Zeichen znrückgelassen z» Hube». ES ist kein Znsall. daß diese Periode — die Zeit seit der Beendigung des Baues bis zur Einleitung des Hinausstieges durch Esra und Nediemia — feine historischen Spuren aufweiA. »nd zwar dergestalt, daß wir in der nationalen Geschichte ein leeres Blatt vor uns haben. Man könnte geneigt sein, diese Tat» sadre vielleidü auf irgendwelche äußere Ursachen znrricfznführen. Es fdieiut aber, daß in dieser Zeit sidi nichts ereignet hat, das wert gewesen wäre, für die späteren Generationen erhalten zu werden. Es ist klar, daß diese Generation dem geistigen Leben der Ariden nidrts gegeben hat. Erst die im siebenten Jahre von Artazerres Regiernngszeit erfolgte Ankunft Esras im Lande stellt ein widitiges Ereignis der jüoisdien Gesdiichte dar, und zwar uidn nur in seinen großen Folgen, sondern in seinem rrritgebrachlen, klar durchgearbeitete» Plan. Ter Schriftsteller Esra wußte, zu welchem Zwecke er ins Land ging und iveldies dort seine Aufgabe sein wird. „Er ist in der Thora Moses ein sdineller Sdnei ber", er halte vor, die Lehre zur geistigen und ethisdren'Grnndlage des Volkes zu madien. Tas war seine Absidit von dem Augenblick seines Ansbrndres ins Land an. und für diesen Zweck empfing er vom König eine sdirisiliche Bollmad>t. Bei den nad) ihm folgenden Generationen galt die Neberliesernng, daß in der ersten Zeit des ziveiten Tempels die Thora in Vergessenheit geraten war. Ta kam Esra und belebte sie wieder. Es sind l^riinde vorhanden, ans die sidi diese Ueberliesernng stnhen kann. Und anckr darin, daß sie viele der Verbesserungen, die zum Bestand der Nation beitrugen, Esra »nd seiner Sdmle zuschrieben, werden sie durdi die historifdK» Tatsachen gellnlrl. VKmn nicht Esra selbst alle diese Verbessernnge» gemacht hat. so ist sidier, daß sie später in seinem leiste erlassen worden sind und in seiner Schule ihren Ursprung hatten. Tas Wirken Esras seit seiner Anknnst in Palästina bis zum Eintresfen Nechemias ist genügend bekannt. 'Von der Erzählung der Taten rm Vndre Esra ersahren wir, daß Esra ei» Bar»» war, dessen Zweige gewidilssdiwerer waren, als seine Wurzel, das heißt, der Gedanke, den er mit sid, bradile, war schwer a» Znhalt, aber leine Kraft reid»e »idrt, um ihn ganz in die Tat umzusetzen. Seine Weisheit war größer als seine Turchsührnngskrast. Weiter, als diese' reichte, ging seine Autorität, das ans die Lehre gestützte geistige und »roralisdre Leben des Volkes zu begründen. Er stieß an Palästina natürlich ans starke Hindernisse »nd er hatte nicht genügende Kraft, sich üb«'r sie hinwegzusetzen oder sie aus dem Wege zu. räumen. Er pflegte „zu weinen und zu beten", als er die Verirrungen des Volkes sah. Er war in den politisdtc» Dingen seiner Zeit »id>t genügend bewandert. Ter König stattete ihn mit der Vollmacht aus, das Gotteshaus anszusdrnrücken, es mit einem Altardienst z» versehen und dem Volke Lehre »nd Ge bote beiznbrinaen. Tie Voll>n«rcht erstreckte sich somit ans Tinge rein geistig-religiöser Ärt. Ten Ban der Mauer in Jerusalem begann er ans eigener Znitiative. Tas war eine äußerst wichtige Maßnahme, da z» jcm\r Zeit eine Stadt ohne M«rnern jeder Sicherheit bar war. Stündlich konnte man den Einbruch der „Feinde Zndas und Benj«1»ii»§" und damit Zerstörimg der Häuser und des -He'iligtnms besürdrten. Ter Ban der Mauer war deshalb als erste Bedingung für die Existenz der heimgekehrten Verbannte» anzusehen. Eine selbständige Maßnahme bedeutete sein Versud), dnrd, das Verbok der Misdiehe» mit fremden Frauen eine nationale Scheidclvand ausz»rid>ten. Hier drang er. aber

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