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Jüdisches Gemeindeblatt · 1930-11-15 · 21 (15.11.1930) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
2 (1930)
Issue
21 (15.11.1930)
Date
1930-11-15
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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JÜDISCHES GEMEINDEBLATT MITTEILUNGSBLATT DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE AMTLICHES ORGAN DER GEMEINDEVERWALTUNG Das Jüdische Gemeindebialt wird den Mitgliedern der Israelitischen Gemeinde Bremen unentgeltlich zugestellt Nadtdrudi nur mit Qutlltningib« und mit Genehmigung des Verfassen gestattet Verlaqiorf Massel BREMEN Verantwortlich für den loka'en Teil: M. Markreich Nr. 21 Bremen, den 15. November 1930 2. Jahrgang Die Lage der luden in Europa. Cf>Un>bl bic antisemitische Welle in Teiilschland linier >>» tereffc in 'Hnfpvucl) nimmt, ersdieinl es uns buch »vlwendist, »ns in biescm Zfitpunkle mit der bet Anden in bei, anbete» Länder» Enrvpas;» befassen. Wit können linfllonC», ivtnntn'iil) unb Italien ans »iiseter Petrachtiiiist ansschalte», wajl diese La» bet einen Aiüisemilismus nicht kennen unb die Lage bet Silben mit van de» allstemeiiie» witlschajiliche» Perhäliuisieu beeinjliiszi witb. tA» den lebte» Tasten kam es waltl in Paris zmeimal z» antisemitischen »nnbstcbunstcn, wie iie seil den Tasten bet Trey sus Affäre nicht mehr vatstelvinme» sind. ,tm '.yitttclj.'iinft des lübische» Piettels, bei» jvstenannie» Tempelcarrean. bebrvhien Eamelals bn :>ivi -Mitstlieber bet Rvyalisie»lista> silbische Pas santkii, indem sie .»nvieiisiöcle jchwanstcn »nb ..'.'liebet mit bei, öubcu" tiefen. 7ie Eamelvts wntben vetliasiei »nb wetben vvt Bericht stesielli wetben. ^»bische »nb was wichiistet ist, auch iiichijübischc Passanten »ahme» steste» die aiilisemitischen Tema» stranien Tlellniist. >',n Wiebetlwlnnsten wichet >!»'»bsteb»»sten witb es kaum, lammen. li-j stibi in Irtankteich keinen Tiaais anlisemiiismns n»b keine witischaslliche Mvife. 7. :Kcb.) Auch in Anstaslawieu, Pulstarie» unb Unstatn Hai sich pali tisch die Laste bet Aubeii nicht steänbetl. An bet bemaktaiische» Tjchechvslvwakei haben sich vat kurzer ^eit Patsalle abstejpiell, die ein etwas eisteniümliches Licht ans die Psyche bet Ptastet Pevölkr ruiist werfen, am ','lnschlns; an 7einansiratianen stesten benisd,e Tvnsilme, die technisch wähl ans bet Höhe abet jansi ziemlich läp pische» Anhalles sind, kam es auch zu lätmeubeii Ansichten»»-»'» steste» bic Atlbe», die van bet Palksmeiiste »iil de» T'enlschen in eineiT Taps stewvrse» ivntbe», weil die benischen Tansilme in dem >ii»a vatstesöhti ivntben, bas im v>»ebänbe des silbischen Palks Heimes nmetstebtachl ist. Wit messe» diese»?e»ia»siraiia»en, die nach einiste» Tasten anshötte» »nb bei den Tschechen idbii einen -Eabenjammet zntiickliesze», nicht viel Pebeninnst bei. Tie Silben in bet Tschechaslawakei wetbeii in ihten siaaisbütstetlichen Rechte» nicht beeinltächlisti wetbe». n 7er ischechaslawakilche Anheiiminisler 7t. Pencsch etllätie betreffs bet jüiistsien Ans schteilnnsten in Ptast, es wate ittist, diese Ereistnisje als einen Ausbruch des Anlijemilismns zu betrachten: s>>t de» Antisemiiis mus bestünde keine Aussicht, dasz et in bet Tschechaslawakei Per bteitnnst finde. Tie tieferen Ursachen bet Ptastet Ereistnisse seien rein iniictpvlilischet Ratnt. 7. Red.) 7ach ist ans diesen Par fälle» wähl die Lehre zu ziehen, bas; in Raiivnaliläiensiaaieii wie die Tschechaslawakei dir Anbei, jüdisch atienlierte Palilik machen solle» und dabei nach Tunlichkeit Anschlusz an die hettschenbe '.>la tio» zu suche» haben. i Piel ernster steslalie» sich snr die linden die Pethälinisse in Trutschlanb. Arhnlich wie i» Teutschlanb liesten die Perhällinsje in Teslerrcich. Es fehlt »ns bet Raum, die Nieschichie bet lebten .Krise hier näher anznführen. 7as itazil betselben war, das; die Chrisllichsaziale Partei lgesührl bvm Aniristanie» Teipel und dem chcmalistcn allösicttcichische» Tssizier Paustaini westen einet an den -Haaren hetbeistezastene» Lache, bet Anstelesteirheii Tltasella, bet troh des ablehnenden Elnlachiens aller fvachlenle »»euetal biteklat bet ösietteichische» Pnnbesbahnen werben ivallie, bas Minislctiiim Tchabet steslntzl Hai. Lchabet, ein anstechiet, kat rckter Peamier, muffte stehe» unb Panstvin übernahm die Restie ruiist. Als Anneninini,ier wählte et sich den Heimwehtsnlner, einen junflcn 7ta»sstä»stet, aürst Ttarhemberst. einen -Hakenkteuz Icr vom tcinslen Wasser! 7ie bütstctliche» Anden Testetteichs, dcsvnbcts Wiens, befinbe» sich in einet eistenariisten Pajitia». Eie haben »ich! für wen zu stimmen. Eine Unletsi»b»»st bet Eozialbemaktaie» lehne» sie ab. weil diese durch ihre nnlfotui herzige Lleuetpolilik wohl viel stcleislel habe», aber alles ans Koste» des Millclslandcs, des .Handels, Elewctbes »nb bet A» buslrie. Jriiv bic Ehtisllichsvzialcn zu siimmen, tut die als bin erliche Partei bei beit lebte» Wahlen viele Anden stesiimnit ha cn, ist seht nach dem Pünbnis mit den Hakenkrenzler» nicht st»l möglich. Und die jüdische Partei de- Cberb,mciit-' T Nicker hat bei dem gellende» bAablredn nicht viel A»-.-nd» aus vitalst Einbemakraliidw liberale bntsteilill>e Partei stil'i es -ibei in t eilereich ebenia wenia wie in Teuiidiland. ivas ein bezeichnende vnl>: auf die Menialuai des Palkes witii 'bezeichnend iil, daieine» bet steicheiteilen iu*fe »nier den Elniiilidnaziale», der Aulner dechristlichen Arbeiter .»»»schal, ii-l> van de> Palinl Panaainzu nickstezaste» lm> Am Rachbarlande Palen iit auch viel -'.undiiaü va>li>inden. der in der Wirischaitstriie »nd in den iiinetpalitiiche» »ampien steste» die Ukrainer steleste» iit. T>e Anden iiuh idnm j\ultet a» allen witlschasispaliiiichen Paiiiianen veidiaiistl waiden Tie stestenwatiiste Restietniist hat waltl Ae>iu>l>e autifeiiitti'iltei A»s idtteilunsten iafati im sleime etilidi. abetLdie witii-haiiliebe Per dränstiinstspal^lil stestennbet den Anden wi»d iatisteiebt und de> katasitapltale» Petatminist der jndisdien Masse» in Palen Par schnb steleisiel. Am I>l. Ravember findet in n-eiainipalen, am Al. Ravember in Tclilenen, die Wahlen flau einem allstemein l-- 1 faninl tyntm tynUiftnnfaii yu-iUßHOtutl in fyit'tffi'rftM, HHtPnUtfkhifan. 'tnbbvui, tvutHM TU wutylnUlnn Mn ‘IJiWstfis. xhmihm judisdien Plack lannie es nid» lammen Tie Tiluaiian iit ir Palen nadi unklar: es ist aber z» besurdite», das; iul> der al!a> meine '',»»bsiass ans die?>»den entladen wird Es lad» und brodelt im Herenlesjel Europa 7>e kaia»>a phal^n halsten des graszen .»riestes bestinnen iid> erst >ei» ans zmviaken und die wiriidiaiilidie Rai siiidei ihre» - Ansdrnd atiilt im Pamm der Palker. Wir Anden leiden doppelt, weil zu» Win jdiaiiSkriie a»d> die Anfeindnnst der Pölker lammt, in denen Muie >vir leben »nd die ans der Tuche nadi einem Tuildenbad »n-Nste fnnden haben. Tie Tlaalsmanner Europas in heilen iiebeiliaii daran, die Muio;n beieuiaen Wir Anden können leider blafhasse» und n>n»sd>en, d»is; dies stelinste »nd dasde, wahre Anie den einziehe in die stepeinistie Welt. -s- Stellung, Aufgaben und Leistungen der jüdischen Zrau. Aus wcniste» nlevieieu de-.- modernen aisenllichen Leben.- Hat sich eine so steivaliiste Umwalzniist der A » s d> a » » » st e n nidj: mit, sonder» der PerHällniüe vallzasten, wie in der Ttauenbeive stunst. Richt erii durdi die :>ievalniian, weldie mit e i » e >» M a l e de» Genauen die meiste» :>ied»< verichasst Hai, »m die sie idmu^' lauste stekampsl, viel e »m die iie nicljt einmal stekampit ben, weil ihnen der >lai»ps ansiidilslas etid,jenen lvare

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